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Neues St.Galler Busdepot: Stadtrat setzt mehrere Fragezeichen hinter Standort in St.Fiden

Der Stadtrat will sich noch nicht festlegen, ob der Neubau des Busdepots beim Bahnhof St.Fiden möglich wäre oder nicht. Er äussert aber verschiedene Bedenken.
David Gadze
Anders als die WISG erachtet der St.Galler Stadtrat das Areal beim Bahnhof St.Fiden nicht als Ideallösung für ein neues Busdepot. (Bild: Michel Canonica/24. Januar 2019)

Anders als die WISG erachtet der St.Galler Stadtrat das Areal beim Bahnhof St.Fiden nicht als Ideallösung für ein neues Busdepot. (Bild: Michel Canonica/24. Januar 2019)

Geht es nach der Wirtschaft Region St.Gallen, kommt das neue Busdepot für die Verkehrsbetriebe St.Gallen nicht im Areal bei der Verzweigung von Zürcher Strasse und Rechenstrasse zu stehen, sondern beim Bahnhof St.Fiden. Diese Lösung hätte aus Sicht der WISG mehrere Vorteile: Zusammen mit einem Terminal für Fernbusse und öffentlichen Parkplätzen würde so der Bahnhof St.Fiden als ÖV-Knotenpunkt gestärkt. Und die Stadt könnte mit dem 100-Millionen-Bau ein Zeichen an potenzielle Investoren senden und so den entscheidenden ersten Impuls für die Entwicklung des ganzen Gebiets geben.

Finanzierung als Hauptproblem

«Wir werden den Vorschlag der WISG prüfen», sagt Stadtrat Peter Jans. Für ein abschliessendes Urteil sei es jetzt noch zu früh. Jans macht aber kein Geheimnis daraus, dass der Stadtrat bezüglich verschiedener Punkte Bedenken habe. Zum einen sei die Lage für ein Busdepot nicht ideal. Für ein solches sei nicht die Nähe zu einem Bahnhof entscheidend, sondern die Anbindung an eine Hauptverkehrsachse.

«Wenn alle Busse der VBSG vom und zum Depot über Quartierstrassen fahren müssen, ist das nicht die beste Lösung.»

Zudem sei fraglich, inwiefern ein Busdepot zur Aufwertung des Areals beitragen könnte. Zum anderen sei der zeitliche Horizont «schwierig», sagt Jans. Denn bis das Areal rund um den Bahnhof St.Fiden bebaut wird, dürften mehrere Jahre vergehen. «Das neue Depot muss aber viel früher stehen, spätestens in fünf Jahren.»

Das grösste Fragezeichen setzt der Stadtrat aber hinter die Finanzierung eines Busdepots an jenem Ort. Denn die Bodenpreise beim Bahnhof St.Fiden dürften wesentlich höher sein als auf dem Areal beim Lerchenfeld – und würden sich wohl vervielfachen, wenn das Gleisfeld überdacht werden sollte. Und mit den veranschlagten rund 100 Millionen Franken ist das geplante neue Busdepot schon so alles andere als ein Klacks.

Stadt erwartet ein Bekenntnis der Wirtschaft

Die Stadt überprüfe derzeit, unter welchen städtebaulichen und finanziellen Voraussetzungen eine Überdachung überhaupt möglich wäre, sagt Jans. Sie erarbeite also sämtliche Grundlagen für potenzielle Investoren. Die WISG gehört zu jenen Akteuren, die sich in den vergangenen Jahren für eine Überdachung des Bahnareals starkgemacht haben. «Wir erwarten dann auch ein Bekenntnis der Wirtschaft zu diesem Standort.»

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