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Neues Kraftwerk für die Stadt St.Gallen: Das Herzstück ist eingebaut

Derzeit baut die Kraftwerk Burentobel AG an der Sitter in der Grafenau ein neues Kleinkraftwerk. Gestern Mittwoch wurde die Turbine in die Anlage eingepasst. Dafür war ein grosser Kran nötig und Millimeterarbeit gefragt. Unsere Bildergalerie zeigt die Präzisionsarbeit Schritt für Schritt.
Reto Voneschen
Die 17 Tonnen schwere Turbine des Kleinkraftwerks Grafenau wird millimetergenau in den Rohbau eingepasst. (Bild: Reto Voneschen)

Die 17 Tonnen schwere Turbine des Kleinkraftwerks Grafenau wird millimetergenau in den Rohbau eingepasst. (Bild: Reto Voneschen)

Das blau und hellgrau gestrichene, imposant grosse Teil steht auf einem Tieflader mitten in der Baustelle des Kraftwerks Grafenau. Die 17 Tonnen schwere Turbine ist am Dienstagabend von Ravensburg her in St.Gallen eingetroffen. Hinter dem Tieflader hat sich ein grosser blauer Pneukran positioniert. Bauarbeiter sind daran, Ketten vorzubereiten, an denen die Turbine demnächst ins Untergeschoss des Kraftwerk-Rohbaus schweben soll.

Neue Laichplätze für die Forellen

Das neue Kleinwasserkraftwerk in der Grafenau kostet rund 4,2 Millionen Franken. Es soll jährlich 1,5 Gigawattstunden Strom produzieren. Damit können rund 430 Haushalte versorgt werden. Das Kleinwasserkraftwerk Burentobel, das 2008 etwas weiter unten an der Sitter erstellt wurde, erzeugt im Vergleich dazu jährlich etwa 1,2 Gigawattstunden.

Die Kraftwerkbaustelle in der Grafenau im Sittertobel. Oberhalb der Baustelle liegt das Kehrichtheizkraftwerk der Stadt St.Gallen (man erkennt rechts neben dem Baukran den rot-weiss gestrichenen KHK-Kamin). Im Rücken der Baustelle liegt in einer Sitterschlaufe das Firmenareal der Vifor. (Bild: Stefan Bär/SGSW)
Die Vorderseite der Turbine. Hier wird dereinst das Wasser hineinfliessen. (Bilder: Reto Voneschen)
Die hintere Seite der Turbine. Klar erkennbar sind die Rotorblätter, die ab Herbst zur Stromerzeugung vom Wasser angetrieben werden. Danach strömt das Wasser von hier aus dem Kraftwerksgebäude zurück in den Fluss.
In diese enge Kammer muss die Turbine eingepasst werden. Oben im Bild der Einlass fürs Wasser, unten der Auslass.
Der Kran nimmt die Turbine "an den Haken".
Die Turbine schwebt vom Tieflader,...
...wird gedreht,...
...richtig positioniert und...
...schwebt jetzt über der Baugrube.
Nachdem am Grund des Rohbaus die letzten Vorbereitungsarbeiten erledigt sind, wird die 17 Tonnen schwere Turbine langsam in die Baugrube gesenkt.
Und jetzt geht's Zentimeter,...
...um Zentimeter...
...um Zentimeter...
...um Zentimeter...
...nach unten.
Die Turbine hat den Boden des Rohbaus erreicht. Was auch dem einen oder anderen der anwesenden Fachleute ein Handybild Wert ist.
Baustelle im Grünen: Das Kraftwerk Grafenau wird in einer wunderschönen Naturlandschaft erstellt. Entsprechend...
...umfangreich sind die Umweltauflagen für die Kraftwerkbauer.
Die künftigen Kanäle im Kraftwerkgebäude: Hinten der Zufluss zur Turbine, rechts der Auslass des Grobkiesfangs.
Von hier aus wird dereinst die Sitter durchs Kraftwerk fliessen. Der breite Kanal führt das Wasser zur Turbine. Vorne ist der nach links führende Kanal des Grobkiesfangs zu erkennen: Hier wird Geschiebe aussortiert und dann um die Turbine herum dem Fluss zurückgegeben.
Der breite Zufluss ins Kraftwerksgebäude. Davor der Kanal fürs grobe Geschiebe.
Seitlich am Kraftwerksgebäude wird an einem Auf- und Abgang für Fische gearbeitet.
Ein Teil des neuen Stauwehrs im Fluss ist bereits erstellt.
23 Bilder

Neues Kleinkraftwerk an der Sitter bei St.Gallen: Projekt in der Grafenau erreicht Meilenstein

Eigentlich hätte schon 2010 Baubeginn in der Grafenau sein sollen. Die Bagger konnten aber erst im Sommer 2017 auffahren. Einsprachen hatten den Bau verzögert. Schliesslich einigten sich die Bauherrschaft und Pro Natura auf zusätzliche Ersatzmassnahmen für die Naturwerte, die dem Neubau weichen müssen. Darunter sind Ersatz-Laichplätze für die Forellen, die in diesem Abschnitt der Sitter vorkommen.

Nach den Sommerferien kommt noch der Generator

Inzwischen sind die Vorbereitungen für das Platzieren der Turbine abgeschlossen. Der Kran hebt sie an und positioniert sie millimetergenau über dem Rohbau. Nach einem kurzen Stop für letzte Vorbereitungsarbeiten in der Baugrube verschwindet das 350'000 Franken teure Herzstück des Kraftwerkes Grafenau darin.

Jetzt wird das Gebäude und die Anlage darum herum fertig erstellt. Nach den Sommerferien wird dann auch noch der 4,2 Tonnen schwere Generator geliefert und über der Turbine platziert. Den Betrieb aufnehmen soll das neue Kraftwerk voraussichtlich im September. Das Projekt wird im Rahmen der Kraftwerk Burentobel AG gemeinsam von den St.Galler Stadtwerken, der SN-Energie sowie von Filtrox und Vifor realisiert.

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