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Helene, ein Löschfahrzeug von 1909, erhält ein neues Heim

Der Nostalgieverein der Feuerwehr will seit sechs Jahren ein Museum eröffnen. Nun steht er kurz vor der Ziellinie. Bis zur Eröffnung am 1. September gibt es jedoch noch viel zu tun.
Christoph Renn
Im Eingangsbereich des neuen Museums steht ein alter Feuerwehrwagen. (Bild: Michel Canonica)

Im Eingangsbereich des neuen Museums steht ein alter Feuerwehrwagen. (Bild: Michel Canonica)

Im Eingang steht ein alter Wasserschlauch, an der Wand hängt ein ungebrauchter, moderner Feuerlöscher. Auf den Böden des ehemaligen Gantamtes an der Burgstrasse 61 liegen zerschlagene Ziegel herum, von den Decken hängen abgeschnittene Stromkabel. Noch erinnert wenig daran, was in diesen kahlen Räumen am 1. September eröffnet wird: das Feuerwehrmuseum Depot 61.

Ein genauerer Blick lässt jedoch schon einiges erahnen. Auf der Seite Vonwilstrasse waren bis vor kurzen zwei riesige Löcher in der Wand zu sehen. «Vor wenigen Tagen haben wir endlich die grossen Garagentore montieren können», sagt Thomas Meyer, Präsident des Nostalgievereins Feuerwehr St. Gallen und CVP-Stadtparlamentarier. In einem der neu geschaffenen Räume wird Helene parkiert, das Löschfahrzeug aus dem Jahr 1909. «Es ist sicherlich eines der Prunkstücke des neuen Feuerwehrmuseums.»

Glasvitrinen vom Naturmuseum

Bis die ersten Besucher alte Löschwagen und Feuerwehrhelme im ehemaligen Gantamt bestaunen können, wartet jedoch einiges an Arbeit. Noch fehlt die Beleuchtung, Treppenstufen müssen eingebaut werden und die sanitären Anlagen sind noch im Rohbau. «Wir sind aber auf gutem Weg und zuversichtlich, dass wir bis zur Eröffnung bereit sind», sagt Meyer. Der wichtigste Teil der Umbauarbeiten sei nämlich bereits abgeschlossen. «Wir mussten den alten Lift komplett durch einen neuen ersetzen.» Dieser ist schon funktionstüchtig. Doch ein Lift alleine macht noch kein Museum.

Im Keller, wo dereinst die Ausstellungsstücke gelagert werden, stehen alte Glasvitrinen verstaubt in einer Ecke neben Trommeln und Trompeten. Die Instrumente gehören der Otmarmusik, die im Mehrzwecksaal im obersten Stock probt. Dieser kann nach den Umbauarbeiten gemietet werden. «Die Vitrinen haben wir vom Naturmuseum erhalten», sagt Meyer. Ein Glücksfall, denn der Nostalgieverein ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. «Wir müssen bei den Umbauarbeiten jeden Rappen umdrehen.» So auch beim Einbau der Küche im obersten Stock des Gantamtes. Doch auch dort hat es das Schicksal gut mit dem Feuerwehrmuseum gemeint. «Als wir nach einer günstigen Küche suchten, hat sich ein Mitglied bei uns gemeldet, das eine ganze Kücheneinrichtung gratis zur Verfügung stellen konnte.» Die einzelnen Teile würden nun Freunde und Mitglieder des Nostalgievereins in ehrenamtlicher Arbeit zusammenbauen.

Rund 500 Ausstellungsstücke

Obwohl es im lachsfarbenen Gebäude an der Burgstrasse 61 noch überall nach Baustelle aussieht, bleibt Meyer gelassen. Der Zeitplan sieht vor, dass alle baulichen Arbeiten bis Anfang August abgeschlossen sind. Noch fehlt aber Farbe, rohe Ziegelsteine ragen aus den Wänden. «Wenn alles fertig ist, werden wir am 28. Juli alle Räume besenrein machen», sagt Meyer. Danach folgt der schöne Teil der Arbeit: Die rund 500 Ausstellungsstücke kommen an ihren Platz. «Derzeit sind die meisten in provisorischen Lagern in der ganzen Stadt verteilt.»

Wie es für ein richtiges Museum gehört, plant auch der Nostalgieverein eine Dauerausstellung und verschiedene Sonderausstellungen. So gibt es verschiedene Projektgruppen, die einen Teil des Museums bespielen werden. «Eine Gruppe widmet sich dem Löschdienst, eine der Geschichte der städtischen Feuerwehr, eine den Uniformen und eine den Fahrzeugen», sagt Thomas Meyer. Ziel sei es, regelmässig die Ausstellungsstücke zu wechseln, um den Besuchern immer wieder etwas Neues bieten zu können. «Artefakte haben wir sicherlich genügend.» Und es würden immer wieder neue Stücke zur Sammlung des Nostalgievereins hinzukommen.

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