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Neues Heim für Hammerhai im Naturmuseum

Das Naturmuseum hat ein neues Familienmitglied: einen Hammerhai.
Die Nachbildung ist ein Geschenk der Hai-Stiftung von Heinrich Thorbecke.
Livia Grob
Der 3D-Druck eines jungen Hammerhais im Naturmuseum. (Bild: PD/Naturmuseum)

Der 3D-Druck eines jungen Hammerhais im Naturmuseum. (Bild: PD/Naturmuseum)

Beim Baden im Meer möchte man keinem begegnen, in der Ausstellung des Naturmuseums packt einen der Anblick eines Hammerhais hingegen. Im Gedenken an ihren Gründer Heinrich Thorbecke übergab die Hai-Stiftung dem Naturmuseum eine Nachbildung eines jungen Exemplars. Das ein Meter lange Modell soll auf die schwindenden Bestände der Haie im Meer aufmerksam machen.

Ein Platz in der Dauerausstellung

«Der Name des Hammerhais lautet Sir Henry», sagt Toni Bürgin, Direktor des Naturmuseums. Benannt sei er nach Heinrich Thorbecke persönlich, dem ehemaligen Besitzer der Bank Thorbecke, um ihn für den Einsatz zum Schutz der Haie zu ehren.

«Der junge Hammerhai hat schon einen Platz in der Dauerausstellung erhalten», sagt Bürgin. Für die Besucher ist es jetzt möglich, das Plastikmodell des Hais jederzeit zu bestaunen. Montiert ist er an der Rückwand des Ausstellungssaals, informative Plaketten hängen daneben. Viele der heute bekannten Haiarten seien durch gezieltes Fischen und als Beifang in den Netzen der Fischereiflotten stark bedroht. «Eine weitere Plakette stellt die Hai-Stiftung vor und zeigt ihren Einsatz für die Tiere», sagt Bürgin.

Der im Januar 2017 verstorbene Heinrich Thorbecke setzte sich seit 1997 mit seiner Stiftung für den weltweiten Schutz und die Erforschung der bedrohten Meeresbewohner ein. Mit dem Slogan «Die Haie bedrohen nicht uns! – Wir bedrohen die Haie!», macht die Stiftung auf die Tiere und deren schwindenden Lebensraum aufmerksam. Auf ihrer Website ist in elf einfachen Punkten nachzulesen, was man als Einzelperson zum Schutz der Haie beitragen kann.

Gejagte Jäger

In den Jahren 2001 und 2002 fand im Naturmuseum eine Ausstellung mit dem Titel «Haie – Gejagte Jäger» statt. «Organisiert und gestaltet wurde sie von Thorbecke und seiner Stiftung», sagt Bürgin. Es sei Thorbecke ein wichtiges Anliegen gewesen, die Haie von ihrem schlechten Image zu befreien. Die Öffentlichkeit sollte mittels dieser Wanderausstellung über die wichtige Rolle des Hais im Ökosystem Meer aufgeklärt werden. Das sei der erste Kontakt von Bürgin mit den Thorbeckes gewesen. Ihre Arbeit und der Einsatz für die Tiere haben Spuren hinterlassen. Heute ist Toni Bürgin ein Mitglied des Stiftungsrates der Hai-Stiftung.

Die Thorbeckes setzten sich aber nicht nur für Tiere ein. Heinrich und seine Frau Gabi Thorbecke waren sozial, sportlich und kulturell in der Stadt engagiert. Die verschiedenen Stiftungen und die Unterstützung für die Invalida, den TSV St. Otmar und weitere Vereine werden von seiner Frau weiter geführt.

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