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Neuer Wirt frischt das «Naz» in St.Gallen auf

Stefan Schmidhauser führt neu die St.Galler Traditionsbeiz «Naz». Vieles hat er von seinem Vorgänger Walter Tobler übernommen. Er hat dem Restaurant mit kleinen Eingriffen aber neues Leben eingehaucht.
Christoph Renn
Der neue «Naz»-Wirt Stefan Schmidhauser setzt auf Bewährtes. (Bild: Thomas Hary)

Der neue «Naz»-Wirt Stefan Schmidhauser setzt auf Bewährtes. (Bild: Thomas Hary)

Ein «Chäschüechli» mit dem Grossvater, ein Bier mit den Verbindungskollegen, den Schnitzelbänker lauschen oder eine scharfe Runde Schieber spielen: Mit dem Restaurant Zum Goldenen Leuen, bei den Stadtsanktgallern besser bekannt als «Naz», verbinden viele eigene Erinnerungen. So auch Stadtpräsident Thomas Scheitlin, der 2006 seine Wahl im «National» feierte. Genau deshalb setzt der neue Wirt Stefan Schmidhauser weiter auf Tradition. So steht der markante Stammtisch der Studentenverbindung Zofinger noch immer in derselben Ecke. Auch die offene Küche mit dem Zapfhahn und den grünen Wänden hat sich nicht verändert, ebenso wenig der Käsegeruch, der sich noch immer im Restaurant ausbreitet.

Im «Naz» hat sich nach dem Abgang von Walter Tobler, der das Restaurant seit Sommer 2000 führte, nur wenig verändert. Doch ist die Handschrift von Stefan Schmidhauser, der auch das «Fondue Beizli» an der Brühlgasse führt, erkennbar. Mit kleinen Eingriffen hat er der Beiz frisches Leben eingehaucht. «Ich habe die alten Vorhänge runtergenommen», sagt er. Beim Eintreten in die St. Galler Traditionsbeiz von der Seite Schmittengässlein her müssen sich die Gäste nicht mehr durch dicke Stofffetzen zwängen und die kunstvollen Fenster kommen besser zur Geltung.

Das «Chäschüechli»-Rezept vom Vorgänger erhalten

Neu ist die Aussenbestuhlung unter dem kürzlich vom Gärtnereiverein ausgezeichneten Blumenschmuck. «Es gibt mehr Plätze als vorher», sagt Schmidhauser. Ein Blick in die neue Karte des «National» zeigt weitere Neuerungen. So gibt es kalte und warme Bier-Tapas wie geräuchertes Forellenfilet oder Siedfleisch. «Wir haben aber nicht das ganze Angebot umgestellt.» Er habe die traditionelle Speisekarte lediglich ergänzt. So dürfen sich St. Gallerinnen und St. Galler weiterhin über «Chäschüechli» und Weisswürste freuen. «Wir servieren die exakt selben Chüechli, die es schon unter Walter Tobler gab.» Auch bei der Getränkeauswahl müssen sich die Gäste nicht umgewöhnen. «Ich werde die Bierkultur weiterführen», sagt Schmidhauser. So bezieht auch der neue Pächter das Bier von der «Huus-braui». «Zudem schenken wir verschiedene Craft-Biere aus.» Anpassungen gibt es bei den Öffnungszeiten. So öffnet das «Naz» neu von 11 Uhr bis 24 Uhr und am Samstag von 9 bis 18 Uhr. «Wir bieten bis um 22 Uhr warme Küche an», sagt Schmidhauser. Am Freitag und Samstag serviert das «Naz»-Team ab Beginn der Olma Bier-Fondue und am Weihnachtsmarkt gibt’s wieder Glühwein in der «Naz»-Hütte auf dem Bärenplatz. «Ich habe die Hütte schon vorher geführt, deshalb ist es auch keine Umstellung für mich.»

Hinter grünem Verputz verstecken sich alte Riegel

Die Geschichte des «Goldenen Leuen» geht bis ins Jahr 1894 zurück. Ein Dokument belegt den Bierhandel mit deutschen Bieren und Weinen. Ab 1920 wurde das Café National von Johannes Babtist Giger bewirtet. Sein Sohn Placidus Giger übernahm das Lokal 1932. Nach dessen Tod wirtete seine Tochter Martha mit ihrer Mutter weiter. 1969 erlebte das Gebäude an der Schmiedgasse 30 einen grossen Umbau. Der grüne Verputz der Aussenfassade wurde entfernt und die ursprünglichen Riegel wieder hergestellt. 1992 erwarb Malermeister Willi Kostgeld die Beiz, welche er bei der Übernahme von Walter Tobler im Jahr 2000 umfassend sanierte.

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