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Neuer Betreiber, neuer Anlauf: Das Mörschwiler Pflegezentrum kommt auf Kurs

Ein jahrelanger Rechtsstreit, kein Betreiber: Das Wohn- und Pflegeheim in
Mörschwil musste bereits viele Rückschläge hinnehmen. Nun gibt es gute Neuigkeiten.
Noemi Heule
Die Visiere stehen, das Projekt stagniert: Statt 2013 fahren die Bagger bestenfalls Mitte 2019 auf.

Die Visiere stehen, das Projekt stagniert: Statt 2013 fahren die Bagger bestenfalls Mitte 2019 auf.

Die Visiere skizzieren es in den blauen Sommerhimmel über Mörschwil, das Wohn- und Pflegezentrum auf der Burgerwiese. Die Metallstäbe haben schon viele Jahreszeiten, ja Jahreswechsel gesehen. Bereits 2013 hätten sie festem Mauerwerk weichen sollen. Doch der Baustart verzögerte sich und er verzögert sich weiter. Dennoch: Nach zahlreichen Rückschlägen konnte die Gemeinde im gestrigen Mitteilungsblatt mit einer freudigen Botschaft aufwarten. Nachdem der Betreiber Ende des vergangenen Jahres abgesprungen war, ist ein Ersatz gefunden. Statt der Di-Gallo-Gruppe übernimmt die Sensato AG.

Die Eckdaten bleiben dieselben

Nach dem Rückzug von Di Gallo wurden fünf Unternehmen eingeladen eine Offerte einzureichen, wie es im Mitteilungsblatt heisst. Vier folgten dem Aufruf, dreien stattete der Gemeinderat einen Besuch ab. Und entschied sich für die Sensato AG aus Bern, die bereits sieben Wohnheime betreut, eines davon in Arbon. Die Sensato AG übernimmt das Projekt so wie es ist, genauso die Leistungsvereinbarung und den Mietvertrag. Auch die Entschädigung, welche das Unternehmen der Gemeinde entrichtet, bleibt dieselbe. Nämlich 3,2 Prozent der Investitionskosten. Wie viel das genau sein wird, darauf möchte sich Gemeindepräsident Paul Bühler nicht festlegen. Nun seien diverse Abklärungen zu tätigen. Er sagt:

«Die Pläne lagen fast sechs Jahre in der Schublade»

Bevor die Arbeiten ausgeschrieben werden können, müsse geprüft werden, ob sie korrigiert werden müssen. Der Baustart wird denn auch nicht mehr in diesem Jahr erfolgen, sondern verschiebt sich weiter nach hinten. «Wir hoffen, dass die Arbeiten Mitte 2019 beginnen können», sagt Bühler. Festlegen will er sich auch in dieser Frage nicht. Schliesslich kam es in der Vergangenheit immer anders als geplant.

Ein Einsprecher gibt nicht auf

2012 sprachen die Mörschwiler Bürger einen Kredit von 27 Millionen Franken für das Pflegezentrum. In der Folge blockierten Einsprachen den Baustart. Ein Anstösser zeigte sich besonders hartnäckig und zog bis vor Bundesgericht, das im August zu Gunsten der Gemeinde entschied. Doch der Einsprecher gab nicht auf: Er reichte eine Rechtsverweigerungsbeschwerde bei der Kantonsregierung ein. Diese entschied in der vergangenen Woche ebenfalls im Sinne der Gemeinde. Noch ist allerdings nicht sicher, ob der Rechtsstreit ganz ausgestanden ist. Auch dieser Entscheid kann weitergezogen werden, ans Verwaltungs­gericht.

Das jahrelange Hin und Her forderte im vergangenen Jahr seinen Tribut. Die Di-Gallo-Gruppe zog sich aus dem Projekt zurück. Und zwar endgültig. Bereits 2014 verlor Di Gallo die Geduld. Die Gruppe, die ursprünglich als Betreiberin vorgesehen war, legte das Projekt auf Eis. Sie gab bekannt, die Lage nach dem juristischen Hickhack neu zu beurteilen. Ende des vergangenen Jahres stieg sie ganz aus.

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