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Im Ledersitz nach Trogen - neue Züge der Appenzeller Bahnen sind umgebaute Trams

Ab Dezember fahren zwischen Appenzell, St. Gallen und Trogen neue Züge. Diese müssen Die Appenzeller Bahnen üben fleissig Tango: Die ersten Züge der neuen Durchmesserlinie werden auf Herz und Nieren geprüft, damit sie ab Dezember zwischen Trogen und Appenzell eingesetzt werden können.
Peter Hummel
Bild: Urs Bucher
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16 Bilder

Testfahrt der neuen Tango-Züge der Appenzellerbahnen

Zum vierten Mal innert fünf Jahrzehnten wechselt die (ehemalige) Trogenerbahn die Farbe: Nach hellblau, orange und weiss-rot wird sie ab Herbst rot – ferrarirot, ist man fast versucht zu sagen. Das moderne schnittige Design weckt jedenfalls solche Assoziationen. Es lässt die sechsteiligen Gliederzüge der Appenzeller Bahnen (AB) wie eine moderne Strassenbahn aussehen. Oder gar wie eine U-Bahn.

Wegen der neuen Durchmesserlinie müssen die erst 10- und 14-jährigen jetzigen GTW-Triebzüge ersetzt werden. Die AB hoffen aber schon, dass diese neuen Tango eine ähnlich lange Lebensdauer erreichen wie die noch wohlbekannten orangen Doppelzüge, welche über 30 Jahre im Einsatz standen. Der Eindruck eines stylischen Trams täuscht nicht – Stadler hatte den Tango so lanciert. Er ist heute bei zehn Verkehrsbetrieben im Einsatz, in der Schweiz bei der Basler BLT und bei den Genfer TPG. Gewählt wurde er, weil er die anspruchsvollen Anforderungen der unterschiedlichen beiden Streckenteile am besten erfüllen konnte.

Zur Überlandbahn aufgewertet

Für den Einsatz im Appenzellerland wertete Stadler diesen Typ erstmals von einer Stadt- zu einer Überlandbahn auf: Grössere Crashsicherheit, zwei zusätzliche Fahrmotoren, 10 Zentimeter mehr Breite und eine 1. Klasse mit 12 Ledersitzen. Für die Passagiere auf der Trogener Linie ist das ein absolutes Novum, für jene auf dem Appenzeller Ast hingegen ein minimaler Abstrich; in den dort noch eingesetzten 25 Zentimeter breiteren Zügen laufen Einheitswagen IV, welche heute noch den besten Sitz- und Fahrkomfort auf Schweizer Meterspurbahnen bieten. Der AB-Tango bietet dafür den Fahrgästen gewichtige Pluspunkte: Grösserer Niederfluranteil, geräumige Mehrzweckabteile für Kinderwagen, Rollstühle und Velos in beiden Endwagen und ein Kundeninformationssystem mit 18 Bildschirmen.

Dank der 2+2-Bestuhlung hat er mit 123 Sitzen fast die Hälfte mehr Plätze als die heutigen Wagen. Und die Anwohner auf dem SGA-Ast werden den Tango für seinen viel geringeren Geräuschpegel schätzen. Seit April findet mit dem ersten abgelieferten Zug auf der Strecke Trogen–St. Gallen die Erprobung statt; zwei weitere Einheiten werden ab Gais auf der SGA-Strecke getestet. Gestern waren erstmals Medien für eine Testfahrt auf der Strecke Speicher–St. Gallen Hauptbahnhof eingeladen. Der Fahrkomfort wurde als sehr angenehm empfunden. Der Sitzkomfort ist sogar deutlich besser, weil es neu nur noch Einzelsitze hat.

Viertelstundentakt erst ab 18. Februar 2019

Ab August kommen die Tango erstmals in den fahrplanmässigen Einsatz, ab September finden die Erprobungsfahrten im Ruckhalde-Tunnel statt, denen Adrian Wetter, der Leiter Projekte Rollmaterial, gelassen entgegensieht. Mit der Tunneleröffnung am 7. Oktober werden auf dem Ast Appenzell ausschliesslich Tango-Züge eingesetzt, ab Fahrplanwechsel am 9. Dezember und dem auf diesen Zeitpunkt vorgenommenen Fahrleitungszusammenschluss am Nebenbahnhof St. Gallen verkehren sie dann auf der ganzen Durchmesserlinie. Weil die für den Vollbetrieb nötigen elf Garnituren erst ab Februar 2019 vollzählig abgeliefert sein werden, kann der Viertelstundentakt nach Teufen erst am 18. Februar aufgenommen werden. (hh)

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