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Neue Produktionshalle: Die St.Galler Firma DGS macht sich fit für die Elektromobilität

Die DGS Druckguss Systeme AG in St.Gallen-Winkeln baut aus. Eine neue Produktionshalle soll die Firma für die Elektromobilität fit machen. Für den Bau müssen Familiengärten und zwei Wohnhäuser weichen.
Roger Berhalter
Blick auf das Firmenareal der DGS in St.Gallen-Winkeln: Wo heute noch Autos parkieren, werden künftig Bauteile für Elektrofahrzeuge gegossen. Für die Familiengärten im Vordergrund ist dann kein Platz mehr. (Bild: Urs Bucher)

Blick auf das Firmenareal der DGS in St.Gallen-Winkeln: Wo heute noch Autos parkieren, werden künftig Bauteile für Elektrofahrzeuge gegossen. Für die Familiengärten im Vordergrund ist dann kein Platz mehr. (Bild: Urs Bucher)

Das Areal der DGS Druckguss Systeme AG beim Fussballstadion in Winkeln ist im Umbruch. Vor einem Jahr war der Spatenstich zu einer neuen Logistikhalle, die mittlerweile in Betrieb ist. Nun folgt für den Autoteile-Hersteller der nächste Ausbauschritt. Neben der Logistikhalle soll eine 50 mal 80 Meter grosse Produktionshalle entstehen. «Sie ermöglicht uns eine modernere Fertigung mit grossen Maschinen», sagt DGS-Geschäftsführer Andreas Müller. Bis zu drei Druckguss-Maschinen mit bis zu 4400 Tonnen Presskraft sollen darin Platz finden. Teile des Ausbauprojekts liegen bis 5. Dezember öffentlich auf.

Bekenntnis zum Standort St.Gallen

Die DGS macht sich damit fit für den schnell wachsenden Markt der Elektrofahrzeuge. Müller spricht von einem «grösseren Kunden im Bereich Elektromobilität», der den Anstoss zum Bau der Halle gegeben habe. Dank der Logistik- und der Produktionshalle soll es laut Müller dereinst möglich sein, beispielsweise Elektro-Aggregate oder Bestandteile des Fahrzeug-Interieurs zu giessen, zu bearbeiten, zu montieren und einbaufertig auszuliefern. In St.Gallen werde eine Modellfabrik gebaut, wie sie künftig auch an den anderen Standorten der DGS in Tschechien und China stehen könnte. Bis 2020 soll diese Modellfabrik in Serie produzieren. Für DGS-Verwaltungsratspräsident Walter Locher handelt es sich bei diesem Ausbau um ein «Bekenntnis zum Standort St.Gallen».

Auch Geschäftsführer Müller sagt: «Wir wollen die neuen Technologien zuerst hier einführen, denn in St.Gallen haben wir derzeit die höchste Kompetenz für hochanspruchsvolle Bauteile.» Neue Stellen entstünden dadurch aber nicht. Die neue Produktionshalle sei hochautomatisiert, nur etwa 45 Personen werden laut Müller dereinst dort arbeiten. Dieselbe Stellenzahl falle langfristig in anderen Abteilungen durch Automatisierung und Restrukturierung weg. Müller betont aber, die DGS habe in den vergangenen vier Jahren in St.Gallen 160 Stellen geschaffen, 40 pro Jahr. Heute sind 490 von weltweit 1300 Mitarbeitern des Unternehmens in St.Gallen tätig.

Die Mieter müssen bis Ende Januar ausziehen

Damit die neue Produktionshalle Platz findet, wird sich das DGS-Areal weiter verändern. So müssen zwei Mehrfamilienhäuser am westlichen Rand des Geländes weichen. Es handelt sich um ältere Gebäude, in denen derzeit noch Mitarbeiter des Unternehmens wohnen. Bis Ende Januar 2019 müssen diese ausziehen, anschliessend werden die Gebäude abgebrochen.

Auch für die Familiengärten auf dem Areal hat es in Zukunft keinen Platz mehr. Wo heute ehemalige und aktuelle DGS-Mitarbeiter Gemüse anbauen, parkieren künftig Autos. Die Erschliessung der Produktionshalle ist auf der Westseite des Areals vorgesehen. Die Fahrzeugunterstände an der Industriestrasse hingegen werden abgebrochen und die Parkplätze nach Westen verlegt.

Familiengärten für Mitarbeiter

Laut Geschäftsführer Müller hätten die Familiengärtner mehrheitlich positiv reagiert, als er sie persönlich über die Pläne informiert habe. Allen sei klar gewesen, dass das Areal früher oder später überbaut werde, und man freue sich über die positive Geschäftsentwicklung der DGS.

Kritische Stimmen zur Aufhebung der Familiengärten sind in der Tat keine zu vernehmen, weder beim Zentralverband der St.Galler Familiengärtner noch beim Quartierverein Winkeln. «Davon musste man ausgehen», sagt Ernst Altherr, Co-Präsident des Quartiervereins. «In erster Linie ist es begrüssenswert, dass die DGS den Standort St.Gallen stärkt.»

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