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Neue Impulse für die St.Galler Stadtkultur: Akteure können an einem Forum mitreden

Die Stadt will ihr Kulturkonzept von 2009 auf den neusten Stand bringen. Akteure aus der Kulturszene können aktiv mitwirken. Der Prozess startet am Mittwochabend mit einem Forum.
Reto Voneschen
Das Theater Hora gastiert im Palace. Das Kulturzentrum ist ein vielseitiger Veranstaltungsort im Stadtzentrum, der ohne städtische Unterstützung wohl nicht überleben könnte. Bild: Michel Canonica (10. März 2018)

Das Theater Hora gastiert im Palace. Das Kulturzentrum ist ein vielseitiger Veranstaltungsort im Stadtzentrum, der ohne städtische Unterstützung wohl nicht überleben könnte. Bild: Michel Canonica (10. März 2018)

Das aktuelle Kulturkonzept der Stadt St. Gallen wurde vom Stadtparlament Mitte November 2009 gutgeheissen. Das 40-seitige Papier bietet einen Rückblick auf die Entwicklung der Stadtsanktgaller Kultur von 2001 bis 2008, gibt eine Übersicht über die vor zehn Jahren aktuelle Situation und schlägt einen Katalog an unverbindlichen Massnahmen und Strategien für die Kulturförderung vor. In einem Anhang von nochmals 40 Seiten sind 2009 aktive Kulturinstitutionen und Kulturorganisationen aufgelistet.

Durch die rasante Entwicklung überholt

Die Papiere bieten eine Vielzahl von Details zur Stadtkultur. Allerdings dürften diese vor allem noch Lokalhistoriker interessieren und beschäftigen: Das Kulturkonzept 2009 der Stadt St. Gallen ist in weiten Teilen veraltet. Es ist aufgrund der Entwicklungen im vergangenen Jahrzehnt schlicht überholt.

In den vergangenen Jahren habe sich im städtischen Kulturleben viel bewegt, sagt Barbara Affolter, Co-Leiterin der Dienststelle Kulturförderung der Stadt St. Gallen. Gesellschaftliche Veränderungen hätten Spuren hinterlassen und neue Themen in den Vordergrund gerückt. Zudem gebe es heute neue kulturelle Ansätze in der Grauzonen zwischen der Kultur und anderen Bereichen.

Barbara Affolter, Co-Leiterin der städtischen Kulturförderung.

Barbara Affolter, Co-Leiterin der städtischen Kulturförderung.

Auf Basis des Kulturkonzeptes 2009 sei es oft nicht einfach, solche Vorhaben zu fördern und zu unterstützten, nennt Barbara Affolter einen Grund für den Bedarf nach einem neuen Kulturkonzept. Angesichts der ganzen Entwicklung sei es an der Zeit, auch grundsätzlich zu überdenken, was man in der Kulturförderung wie machen wolle.

Kulturakteure reden an zwei Foren aktiv mit

Das Bedürfnis nach einem neuen Kulturkonzept sieht auch die Stadtregierung. Sie hat entsprechend der städtischen Kulturförderung den Auftrag erteilt, ein Projekt in diesem Sinn aufzugleisen. Es wird unterstützt von einem Team der Fachhochschule St. Gallen (FHS) unter Leitung von Selina Ingold. Der Startschuss zum partizipativen Prozess, der letztlich zum Kulturkonzept 2020 führen soll, fällt am Mittwoch an einem Forum.

Die Stadt hat dafür 460 Einladungen an Kulturakteure versandt, die in den vergangenen vier Jahren in der Stadt aktiv waren. Bis heute Abend haben sich 146 von ihnen für die Teilnahme angemeldet. Für Barbara Affolter von der Kulturförderung ist das ein Erfolg: Das Interesse sei grösser als erwartet. Fürs Forum sei damit eine grosse Vielfalt quer durch alle Kulturbereiche und auch aus neuen Kulturszenen, durch alle Altersgruppen sowie ein breiter Mix von «Arrivierten» bis Newcomer garantiert.

Konkrete Massnahmen für die Kulturpolitik

Das Forum von Mittwochabend umfasst zwei Runden: Zuerst wird gruppenweise in Kultursparten über den Ist-Zustand und über Anliegen diskutiert. Danach wird das Resultat in einer zweiten Runde in gemischten Gruppen besprochen. Davon erhoffen sich die Organisatorinnen des Anlasses ein breites Bild, was den in St. Gallen aktiven Kulturakteuren «unter den Nägeln brennt».

Daraus sollen dann in einer Fachgruppe Handlungsfelder und Massnahmen für die städtische Kulturpolitik entwickelt werden, zu denen sich ein zweites Forum der Kulturakteure Ende Jahr äussern soll. Aus dem Resultat dieser zweiten Runde soll dann ein erster Entwurf fürs Kulturkonzept 2020 «geknetet» werden. Er soll im nächsten Frühling am nächsten Stadtkulturgespräch öffentlich vorgestellt und diskutiert werden.

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