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Neue E-Scooter in St.Gallen: Der Test zeigt, was sie taugen

In einem Test tritt das E-Trottinett gegen ein Velo an. Das Trotti überzeugt nicht in allen Punkten.
Marlen Hämmerli

Seit gestern stehen in St. Gallen 100 E-Trottinette zur Ausleihe bereit. Bereits konnten einige Leute beobachtet werden, wie sie mit einem der Scooter durch die Innenstadt flitzten. Doch wie gut ist das Trotti wirklich? Ist es schneller und wendiger als ein Velo?

Geschwindigkeit

Die E-Trottinette erreichen bereits auf kurzer Distanz die Maximalgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde. Doch ein Rennen vom Vadianplatz zum Bohl zeigt schnell: In der Innenstadt ist das Velo schneller. Bereits der erste Absatz von der Vadianstrasse auf das Trottoir neben der Kornhausstrasse bremst das Trotti. Noch schlimmer sind die vielen Absätze und Unebenheiten am Multertor. Das Brett des Scooters knallt dagegen: Über die Schwellen zu rasen, ist keine gute Idee.

Dazu kommt das Kopfsteinpflaster. Schon mit dem Velo ist die Fahrt über die Steine kein Genuss. Mit dem Trotti aber fühlt es sich an, als ob man einen Presslufthammer in Händen hält. Oder zumindest so, wie sich der Laie das Gefühl vorstellt. Schon nach kurzer Zeit schmerzen Arme und Schultern vor Anspannung. Angenehm ist anders.

Die Elektro-Trottinets werden bis zu 20 Km/h schnell. (Bild: Raphael Rohner)

Die Elektro-Trottinets werden bis zu 20 Km/h schnell. (Bild: Raphael Rohner)

Aufwärts

Das Bauchgefühl sagt: Zu den Drei Weieren schafft es das E-Trotti nicht. Der Test beweist das Gegenteil. In flotten Tempo rauscht der E-Scooter hinauf, von der Talstation der Mühleggbahn über die St.Georgen-Strasse und die Wildeggstrasse bis zur Bergstation. Es gelingt gar, an der steilen Strasse anzufahren. Zwar ist man mit dem Velo gleich schnell oben am Mühleggweier. Die Anstrengung ist aber um einiges höher.

Und auch der Hardcore-Test am Fuss der wirklich steilen Falkenburgstrasse zeigt: Die E-Trotti haben mehr Pfuus als vermutet. Wobei bei diesem Test die Batterie noch beinahe ganz voll ist. Ob die Leistung des E-Trotti bei schwacher Batterie nachlässt, ist offen.

Wendigkeit

Das Trottinett hat ein langes Trittbrett. Damit enge Kurven zu fahren, ist unmöglich. Das zeigt eine Testfahrt im Verkehrsgarten vor dem Schulhaus Riethüsli schnell.

Schnittig Slalom fahren wie mit dem Velo, das geht definitiv nicht. Doch für den Stadtverkehr ist der E-Scooter genug wendig. Den Passanten in der Fussgängerzone auszuweichen geht ebenso problemlos wie in eine Strasse einzubiegen. Wobei das Fahren auf der Strasse seine Tücken hat.

Strassentauglichkeit

Hier ist das Velo definitiv überlegen. Auch wenn das E-Trottinett Vorder- und Rücklicht hat, sicher fühlt man sich auf der Hauptstrasse nicht. Das zeigt die Fahrt vom Riethüsli die Teufener Strasse hinunter.

Das Velo verschwindet schon an der ersten Ampel im Verkehr. Das Trottinett «höterlet» abwärts hinterher, während Autos dicht überholen. Dann folgt ein Spurwechsel – aber wie deutet man diesen ohne Blinker an? Den Arm ausstrecken wie auf dem Velo geht zwar. Das Trottinett beginnt dadurch aber gefährlich zu wackeln. Keine gute Idee also. Das denkt auch ein Autofahrer, der wütend hupt.

Auf einem abgesperrten Areal wurden die Bremsen getestet. (Bild: Raphael Rohner)

Auf einem abgesperrten Areal wurden die Bremsen getestet. (Bild: Raphael Rohner)

Bremsen

Abwärts ist es nicht möglich, das Trottinett zum Stillstand zu bringen, ohne abzuspringen. Und auf gerader Fläche ist der Bremsweg des E-Scooters deutlich länger als jener des Velos. Das zeigt ein Test, bei dem Velo und Trotti in derselben Geschwindigkeit nebeneinander fahren und am selben Punkt bremsen.
Doch auch hier stellt sich die Frage: Wie gut ist gut genug? Die Bremsen des Trottinetts jedenfalls sind im Alltag absolut gut genug.

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