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Raphael Frei aus Rorschacherberg ist neu im Kantonsrat und schon mittendrin

Der Rorschacherberger Raphael Frei bereitet sich auf seine erste Session auf kantonaler Ebene vor. Neu ist das für ihn aber nicht. Den Rat, die Geschäfte und Abläufe kennt er bereits als FDP-Kantonalpräsident.
Fritz Bichsel
Raphael Frei, der in Goldach aufgewachsen ist und nun in Rorschacherberg wohnt, über der Region Rorschach, die er neu im Kantonsparlament vertritt. (Bild: Fritz Bichsel)

Raphael Frei, der in Goldach aufgewachsen ist und nun in Rorschacherberg wohnt, über der Region Rorschach, die er neu im Kantonsparlament vertritt. (Bild: Fritz Bichsel)

In einer Woche wird Raphael Frei erstmals auf einem der 120 Kantonsratssitze im Regierungsgebäude Platz nehmen. Als erster Ersatzkandidat auf der FDP-Liste im Wahlkreis Rorschach von den Wahlen 2016 wird er Nachfolger des Rorschachers Jürg Bereuter, der nach 14 Jahren in der Mitte der Amtsperiode zurücktrat. Auf den gleichen Stuhl sitzt Kantonsrat Frei nicht. Die Fraktion (die Kantonsräte der Partei) hat ihm den prominenten Platz neben Fraktionspräsident Beat Tinner zugeteilt. Denn für die FDP ist es von Vorteil, dass nun wie üblich auch ihr Präsident im kantonalen Parlament wirken kann.

Das Amt übernehme er «als Ehre, in Demut und mit Freude». Bei der Vorbereitung ändert sich für ihn nichts. Schon bisher arbeitete er in kantonalen Gremien, nahm er an den Fraktionssitzungen teil, er verfolgte Debatten und studierte alle Unterlagen. Vertieft bearbeitet er Geschäfte in seinen fünf Schwerpunktbereichen. Im Verkehr strebt er «ganzheitliche Lösungen für alle Träger» an, in der Region Rorschach als Präsident der IG mobil für das Konzept mit Autobahnanschluss. Hier und bei weiteren Themen dankt er Jürg Bereuter, der auch in dieser IG sein Vorgänger war.

Innovative Bildung die für alle offen ist

Bildung ist ihm ein besonderes Anliegen. Der ausgebildete Sekundarlehrer und heutige Schulleiter der Oberstufe Waldkirch plädiert für «eine innovative, attraktive Volksschule, die allen Kindern offen bleibt.» In der Gesundheitspolitik hat er das Ziel, «die hohe Qualität zu erhalten, für die ganze Bevölkerung und im ganzen Kanton». Für die Wirtschaft ist «weniger Regulierung» sein Hauptziel, «für den Erhalt von Arbeitsplätzen – auch in der Region Rorschach – und für einen noch wettbewerbsfähigeren Kanton». In der Gesellschaftspolitik will er sich ebenfalls für «weniger Vorschriften und mehr Freiheit» einsetzen, und für den Mittelstand, «aktuell zum Beispiel in der Diskussion um Entlastungen bei der Steuerreform».

Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen führte Raphael Frei in den Lehrerberuf und bewog ihn, in Goldach die Pfadfinderabteilung zu leiten. Aus Freude am Engagement in der Gemeinschaft ging er in die Politik:

«Bei jenen, die sich für Freiheit und weniger Regulierung einsetzen, bei den Jungfreisinnigen.»

Der neue Kantonsrat ist begeistert, dass er in seinen heutigen Funktionen auf drei Ebenen wirken kann.

Mit Freude und Herzblut politisch arbeiten

Lokal engagiert er sich am heutigen Wohnort Rorschacherberg in der Gruppe Sprachrohr, die Vereine und Freiwilligenarbeit fördert, und er gründete den Chor Seeklang. Kantonal kommt zum Parteipräsidium nun das Parlament hinzu. Er habe «fast jeden Abend einen Anlass» und gehe «mit Freude an diese Treffen».

Obwohl Kantonales nun noch mehr Gewicht hat, will Raphael Frei auch in der Region und für sie aktiv bleiben. Die Verwirklichung ihres Verkehrskonzeptes ist eines seiner ersten Ziele als Kantonsrat. Der etwas rechts der Mitte angesiedelte 38-Jährige berichtet von fruchtbarer Zusammenarbeit mit Politikern aller Richtungen, obwohl er als Präsident parteipolitisch geprägt ist.

Angesichts seiner Laufbahn sind weitere politische Schritte denkbar, etwa als Kandidat für den Nationalrat oder die Kantonsregierung, damit in die Politik als Beruf. «Längerfristig schliesse ich so etwas nichts aus», sagt er. Die Kombination von Berufstätigkeit in einem anderen Bereich und Politik gefalle ihm aber. Beruflich engagiere er sich gerne weiterhin in der Volksschule, als Schulleiter und neu zusätzlich in beratender Funktion für andere Schulen bei reduziertem Pensum als Lehrer. Politisch setze er sich «vorerst voll ein bei den neuen Aufgaben als Kantonsrat».

Es ist spürbar, dass er das mit Herzblut macht – was er immer wieder Leuten in öffentlichen Funktionen ans Herz legt.

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