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Nationalrat: Diese Kandidierenden aus dem Wahlkreis Rorschach haben Chancen

Aus dem Wahlkreis Rorschach wollen 15 Kandidierende in den Nationalrat. Aussicht auf Erfolg haben wenige.
Sheila Eggmann
Thomas Müller (links) und Michael Götte checken im 2015 die Resultate der Ständeratswahlen. (Bild: Benjamin Manser)

Thomas Müller (links) und Michael Götte checken im 2015 die Resultate der Ständeratswahlen. (Bild: Benjamin Manser)

Auf dem Tisch stehen zwölf Muffins. In sie hineinbeissen wollen ganze 255 Personen. Davon kommen 15 aus dem Raum Rorschach. Einige von ihnen stehen allerdings nur im Raum, weil sie darum gebeten wurden, halt auch mitzukommen. Andere sind hier, um die Situation abzuchecken und wissen, dass sie nie auch nur in die Nähe der Küchlein kommen. Zuvorderst in der Reihe, da steht der noch bis Ende Jahr amtierende Rorschacher Stadtpräsident Thomas Müller. Dicht gefolgt von Michael Götte. Ihnen läuft bereits das Wasser im Mund zusammen.

Die Muffins stehen für die zwölf Sitze, die der Kanton im Nationalrat vertritt. In diesem Wahljahr sind sie besonders beliebt: 28 Prozent mehr kandidieren dafür als noch vor vier Jahren. Aus dem Wahlkreis Rorschach sind es zehn Männer und fünf Frauen.

Die beiden Kandidaten mit Chancen

Thomas Müller (SVP) ist der einzige Bisherige. Er darf sich bereits die Serviette bereitlegen: Dass er wiedergewählt wird, ist wahrscheinlich. Auch wenn die fünf SVP-Sitze aufgrund der von vielen Seiten prophezeiten Verschiebung in Richtung Grün nicht in Stein gemeisselt sind, stehen seine Chancen gut. Im Wahljahr 2015 erreichte er mit 57124 Stimmen die dritthöchste Anzahl im Kanton. Hinter dem erneut antretenden Lukas Reimann (SVP) und dem im Jahr 2018 zurückgetretenen Toni Brunner (SVP).

Jedoch ist es nicht unbekannt, dass Müller in den nächsten Jahren politisch kürzertreten will. Dafür spricht auch sein noch nicht stattfindender Wahlkampf. Sowohl auf Plakaten, als auch auf den sozialen Medien sucht man ihn vergeblich. Für ihn in die Bresche springen wird aus der Region am wahrscheinlichsten Michael Götte (SVP), St.Galler Fraktionspräsident und Tübacher Gemeindepräsident. Er rührt bereits kräftig die Werbetrommel und ist auch in den Medien oft präsent. An der fehlenden Bekanntheit wird es bei ihm nicht hapern.

Die Frauen sind klar untervertreten

In der Schweiz kandidieren 4.2 Prozent Frauen für den Nationalrat. Im Kanton St.Gallen sind sie mit 32.9 Prozent aber klar untervertreten, auch im Wahlkreis Rorschach mit 30 Prozent. Hier sind es Sabina Revoli (SVP, Tübach), Kantonsrätin Luzia Krempl-Gnädinger (CVP, Goldach), Anna Viola Bleichenbacher (SP, Rorschacherberg), Präsidentin der Rorschacher Jungfreisinnigen Prisca Fol (Goldach) und Fabienne Bünzli, Vizepräsidentin der St. Galler FDP Frauen (Berg).

Die Chancen der Frauen sind gering. Im 2015 holte Bünzli 2156 Stimmen, Bleichenbacher blieb unter der 2000er Marke. Die übrigen haben nicht kandidiert.

Den Kuchen nur von weitem sehen werden auch die verbleibenden Männer. Rorschachs Vizestadtpräsident Ronnie Ambauen (FDP) und Andreas Graf (parteifrei, Steinach) fehlten bei den Wahlen vor vier Jahren über 19000 Stimmen. Allerdings holten sie unter den Kandidierenden aus dem Wahlkreis noch die Meisten. Auch Kantonsrat Mäge Luterbacher (SVP, Steinach), Raphael Mösch (CVP, Goldach), Kantonsrat Raphael Frei (FDP, Rorschacherberg), Thierry Thurnheer (EVP, Berg), Heinz Herzog (EDU, Thal) und Kantonsrat Felix Bischofberger (CVP, Altenrhein) werden es schwer haben.

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