Trotz tollem Wetter und langem Wochenende keine grossen Menschenansammlungen: Das St.Galler Nachtleben verläuft ruhig und gesittet

Kleine Grüppchen, die friedlich feiern, und Bars, die sich an das Schutzkonzept halten: Die Polizei traf am Mittwoch in der St. Galler Ausgangsszene harmonische Verhältnisse an und musste keine Bussen ausstellen.

Melissa Müller
Drucken
Teilen
Die Leute waren am Mittwoch in kleinen Gruppen unterwegs und hielten Abstand.

Die Leute waren am Mittwoch in kleinen Gruppen unterwegs und hielten Abstand.

Michel Canonica

(mem) Die Nachtschwärmer halten sich in der St. Galler Altstadt vorbildlich an die Abstandsregeln. Zumindest zeigte sich dieses Bild am Mittwochabend vor dem langen Auffahrtswochende. «Der Abend verlief ruhig und gesittet», sagt Klaus-Dieter Mennel, Mediensprecher der Stadtpolizei.

Die Restaurants waren gut besucht, die Wirte hielten sich an das Schutzkonzept. Und alle schlossen ihre Lokale wie vorgeschrieben um Mitternacht.

Keine einzige Busse ­ausgestellt

Weder in der Brühlgasse noch im Bereich Bermuda Dreieck sei es zu Menschenansammlungen gekommen, welche die Polizei hätte auflösen müssen. Bis zu 40 Personen standen zusammen, aber so, dass man gut zirkulieren konnte und mühelos aneinander vorbeikam.

Zwischen 18 Uhr und Mitternacht markierte die Polizei an Hotspots des St. Galler Nachtlebens wie in der Goliath- oder in der Katharinengasse Präsenz. Keine einzige Ordnungsbusse musste ausgestellt werden.

Viele Grüppchen auf dem Klosterplatz

Ein beschauliches Bild bot sich auch auf dem Klosterplatz. Etwa 50 Personen tummelten sich am Mittwochabend auf der Wiese und genossen die sommerlichen Temperaturen. Die meisten waren in Gruppen von zwei bis vier Personen unterwegs. «Sie hielten genügend Abstand», sagt der Mediensprecher.

«Es wäre schön, wenn das so bleiben würde und man den Durchhaltewillen weiterhin zeigt.»

Anders sah es am vergangenen Wochenende aus. Reges Treiben herrschte im «Bermuda Dreieck». Es waren so viele Menschen unterwegs, dass man sich besorgt fragte, ob die Corona-Fallzahlen bald wieder steigen würden. Die Stadtpolizei kündigte daraufhin an, sie werde auf die Situation reagieren und Menschenansammlungen verhindern.

«Vielleicht ist der Mittwoch nicht so der Ausgangstag, selbst wenn man am nächsten Tag ausschlafen kann», meint Mediensprecher Klaus-Dieter Mennel. «Ob unser Appell wirklich gehört wurde, wird sich am Wochenende zeigen.»