Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Plattform für nachhaltige Kleidung aus St.Gallen

Bereits zum achten Mal findet übermorgen Mittwoch der von der HSG organisierte Fashion-Event «Un-Dress» statt. Lokale und nachhaltige Mode steht im Zentrum dieses Tages im Pfalzkeller.
Christoph Renn
Ein Model wird für die Modenshow von «Un-Dress» im vergangenen Jahr geschminkt. (Bild: PD)

Ein Model wird für die Modenshow von «Un-Dress» im vergangenen Jahr geschminkt. (Bild: PD)

Mit dem Fashion-Event «Un-Dress» wollen neun Studentinnen und ein Student der HSG das Bewusstsein für verantwortungsvollen Kleiderkauf schärfen. Übermorgen Mittwoch findet der Anlass bereits zum achten Mal statt. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto «Urban Street-style». Die geladenen Designer und Personen aus der Modebranche zeigen, dass nachhaltige Mode den aktuellen Trends in nichts nachsteht. Nachdem der Fashion-Event im vergangenen Jahr in der Olma-Halle 2.1 stattgefunden hat, haben sich die Organisatoren in diesem Jahr mit dem Pfalzkeller wieder für einen kleineren Austragungsort entschieden.

Der Mode-Tag ist eine studentische Initiative der Non-Profit-Organisation Oikos St. Gallen. Die erste Fashion-Show hat 2011 stattgefunden. Das Ziel ist dabei immer das gleiche geblieben: «Un-Dress» will eine junge, dynamische Plattform bieten, mit der Kernbotschaft, dass nachhaltige Mode keinen Kompromiss zwischen Trend und Verantwortung darstellt, sondern diese vereint, wie es in der Medienmitteilung heisst.

Viele lokale Modedesigner und Unternehmer

Bei «Un-Dress» 2019 geben 15 Jungdesigner sowie neue Unternehmerinnen und Unternehmer Einblick in ihre Arbeit. Zum wiederholten Mal ist beispielsweise J. Grubenmann Teil des Fashion-Events der HSG. Die St. Gallerin hat ein Atelier in der Stadt. Ihre Kollektion besticht gemäss Mitteilung durch klare Schnitte ohne jeglichen Ballast. Und wie bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern von «Un-Dress» setzt die lokale Modedesignerin auf nachhaltige, regionale und transparente Produkte.

Auf Transparenz bei der Herkunft der Materialien setzt auch das Schweizer Modelabel ZRCL. Das Motto: «Streetwear ohne Geheimnisse». So besitzt jedes Kleidungsstück eine eigene Traceability-Nummer, mit welcher der komplette Produktionskreislauf zurückverfolgt werden kann. Zudem setzt das Label auf biologischen Anbau und versucht, CO2-neutrale Kleider herzustellen. Der Erhalt der Natur ist auch für die Erfinderin der Schweizer Marke Nikin ein wichtiges Ziel. Denn wer bei ihnen ein T-Shirt, eine Mütze oder einen Pullover kauft, der pflanzt gleichzeitig einen Baum. So hat das junge Unternehmen bisher 163400 Bäume in die Erde gesetzt. Zudem erhalten Kunden bei jedem Kauf ein Zertifikat und Samen, um weitere Bäume in den eigenen Gärten zu pflanzen. Am Fashion-Event übermorgen Mittwoch können die Besucher durch etliche Pop-Up-Stores schlendern. Gemäss Veranstalter gibt es dort Inspirationen und einen Einblick in nachhaltige Mode der Schweiz. Weiter gibt es wie jedes Jahr eine Modenschau, in der die verschiedenen Kollektionen gezeigt werden.

Tagsüber finden im Textilmuseum und im Maison Suisse zwischen 13 und 17 Uhr vier Vorträge und zwei Workshops zum Thema nachhaltige Mode statt. Die Teilnahme an den Workshops und Vorträgen ist für alle kostenlos. Jedoch bitten die Veranstalter, sich im Voraus auf einem Anmeldeformular auf der Website zu registrieren.

Vorträge und Einblicke in die Mode-Berufswelt

Von 13 bis 13.45 Uhr ist Kim Poldner im Textilmuseum zu Besuch. Sie ist Professor of Circular Business an der Universität The Hague. Dort leitet sie das Circular Fashion Labor. Ihr Vortrag findet auf Englisch statt. Um 14 Uhr tritt Monika Kritzmöller auf die Bühne. Sie unterrichtet als Privatdozentin unter anderem an der Universität St. Gallen. In ihrem Forschungs- und Beratungsinstitut «Trends und Positionen» geht sie gemäss Mitteilung Lebensstilen und Alltagskulturen auf den Grund. Weiter hält Michale Gaska, Gründer und Geschäftsführer des St. Galler Schuhlabels Rollerina, einen Vortrag im Maison Suisse, 15 bis 15.45 Uhr. Carmen Cepon, Textildesignerin und Textiltechnikerin, gibt zwischen 16 und 16.45 Uhr im Maison Suisse zudem Einblicke in ihre Berufstätigkeit.

«Vom Spinnrad zum Street Style»

Die beiden Workshops finden im Textilmuseum statt. In «Vom Spinnrad zum Street Style» soll ein facettenreicher Zugang zu nachhaltiger Mode vermittelt werden. Im Kurs «Aus alt mach neu» werden neue Arm- und Fussbändeli geknüpft.

Hinweis

www.un-dress.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.