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Nachfolge in Thal: Michael Fitzi will das Dorfleben vereinfachen

Michael Fitzi stellt sich zur Wahl in Thal. Er polarisiert bewusst, um Diskussionen in der Gemeinde auszulösen.
Ines Biedenkapp
Michael Fitzi verbringt seine Freizeit gerne in seinem Garten. (Bild: Ines Biedenkapp)

Michael Fitzi verbringt seine Freizeit gerne in seinem Garten. (Bild: Ines Biedenkapp)

Michael Fitzi sitzt entspannt am Küchentisch. Eine seiner Katzen kommt neugierig vorbei. Es geht um die Wahl des neuen Gemeindepräsidenten in Thal, für die sich der SVPler aufgestellt hat.

«Ich habe mich aus verschiedenen Gründen dazu entschlossen, mich zur Wahl zu stellen», sagt Michael Fitzi. Zum einen seien seine beiden Kinder mittlerweile erwachsen, zum anderen sei er nun im richtigen Alter. «Ich könnte drei bis vier Legislaturperioden mitmachen. Das wäre eine gute Zeitspanne. Nicht zu kurz oder zu lang, da es auch immer wieder Neue und Junge braucht, die nachrücken», sagt der 48-Jährige. Den Entschluss, am 29. September anzutreten, habe er zuvor auch mit seiner Familie abgesprochen. «Als Gemeindepräsident ist man einfach viel unterwegs und noch mehr ins Dorfleben eingebunden», sagt er.

Respekt gegenüber der Demokratie

Vielen Thalerinnen und Thalern ist der Name Michael Fitzi aufgrund seines Engagements bezüglich der Lohndeckelungsinitiative und des provisorischen Fahrendenplatzes im Bereich Fuchsloch ein Begriff. Das Aus nimmt er für sich in Anspruch. «Allerdings bin ich nicht gegen Fahrende», sagt Fitzi.

«Unter den jetzigen Prämissen ist der Fahrendenplatz dort einfach nicht realisierbar.»

Zum einen liege der Platz inmitten eines Naturschutzgebietes von nationaler Bedeutung und zum anderen sollte seiner Meinung nach die Abstimmung vor fünf Jahren respektiert werden. «In der Volksabstimmung zeigte sich, dass die Bürger dort keinen Platz für Fahrende wünschen», sagt Fitzi. «Die Demokratie muss respektiert werden.» Das er mit seinem Handeln und Engagement auch immer wieder polarisiert, ist dem Key-Account-Manager bewusst. «Bei einer Abstimmung gibt es aber nur ein ‹Ja› oder ein ‹Nein›», sagt er. «Das polarisiert immer, ist aber auch gelebte Demokratie.»

Kommt nicht bei allen gleichgut an

Dass dies nicht immer bei allen Menschen gleichgut ankäme, sei ihm bewusst. Doch er sei noch nie ein Mensch gewesen, der sich aus der Verantwortung ziehen würde, wenn es einmal nicht so rundlaufen würde. Auf die Frage, was er als Gemeindepräsident ändern würde, antwortet er: «Die Behördenlöhne sollten nach unten angepasst werden. Denn die Gemeindebehörde arbeitet für den Steuerzahler und nicht andersherum.» So würde er das Gehalt des Gemeindepräsidenten auf 180000 Franken im Jahr reduzieren. Auch der Lohn der Schulratspräsidentin würde während seiner Amtszeit eine Kürzung erfahren.

Weiter fordert er, dass die Nebeneinkünfte durch Verwaltungsratsmandate der Behördenmitglieder in die Gemeinde selbst einfliessen sollten. «Verwaltungsratsmandate bringen viel Geld», sagt Fitzi. «Dies wird jedoch während der Arbeitszeit mit Hilfe der Verwaltung auf der Gemeinde getätigt. Also warum sich die Arbeit zwei- oder gar dreimal ausbezahlen lassen, wenn es sinnvoller ist, das Geld in die Gemeinde selbst zu stecken?», ist Fitzi überzeugt.

Das Dorfleben soll angekurbelt werden

Ein weiteres Anliegen sei ihm, das Dorfleben anzukurbeln und zu vereinfachen. So sollten die Stimmbürger für Abstimmungen oder der Einreichung eines Anliegens weniger Unterschriften sammeln müssen:

«Ohne Beteiligung läuft im Dorfleben nichts. Und viele haben Angst, mit ihren Anliegen die Hürde nicht zu schaffen. Das sollte vereinfacht werden.»

Für das Amt als Gemeindepräsident bringt Fitzi neben einer langen politischen Karriere, erst bei der CVP, dann bei der SVP, zudem einen Abschluss in Unternehmungsführung mit. Auf die Frage wie er sich beschreiben würde, antwortet gradlinig und offen. «Man kann über alles mit mir reden.» Derzeit arbeitet er bei einem der grössten Energieversorger der Schweiz.

In der Freizeit gerne in der Natur

Seine Freizeit verbringt Michael Fitzi gerne im Garten. Dort findet sich ein Beet, in dem Tomaten und Salate wachsen. In einer Ecke ist ein grosser Grillplatz. Auch seine Tiere sind ihm wichtig. Er ist leidenschaftlicher Züchter von Wachteln.

Über 400 Tiere hat er in seinen Ställen. Angefangen habe alles mit zwei, drei Tieren. «Aber irgendwann ging es tatsächlich in die Zucht über», sagt er nicht ganz ohne Stolz. Dabei unterstützt ihn vor allem seine Frau. «Alleine würde ich das nicht mehr schaffen», sagt er. Zur Entspannung geht er auch gerne fischen oder spielt mal eine Runde Poker.

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