Nach Verzögerung startet das «Familienwerk» in Wittenbach mit seinem Angebot

In Wittenbach öffnet ein Familienspiel-Café seine Türen: Verzögert wegen Corona, dafür voller Elan. Es öffnet an zwei Halbtagen pro Woche.

Viola Priss
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«Ich bin gespannt, wie Wittenbach das Werk annehmen wird»

«Ich bin gespannt, wie Wittenbach das Werk annehmen wird»

Foto: Viola Priss (7.August 2020)

Sie habe keinen Tag länger warten wollen, erzählt Astrid Addison und ihre Augen leuchten. Jede freie Minute verbringt die Sozialarbeiterin zwar diese Woche schon in den beiden Räumen des neuen «Familienwerks» an der Vogelherdstrasse 4 in Wittenbach, die Müdigkeit aber merkt man ihr nicht an. Heute kamen die Vorhänge. Sie sollen schönes, gemütliches Licht in den Saal bringen, erzählt die Leiterin des Zentrums.

Viel Platz für viele Ideen im Familienwerk Wittenbach.

Viel Platz für viele Ideen im Familienwerk Wittenbach.

Foto: Viola Priss (07. August 2020)

Von Anfang an war sie Teil der Gruppe, die der Idee eines Familienzentrums Gestalt geben sollte. Ursprünglich war ein Gemeinschaftszentrum geplant. Ein Ort, an dem alle Generationen unter einem Dach zusammenkommen: Von Kleinkinderbetreuung über den Deutschkurs bis zur Seniorenspielgruppe. Heraus kam die etwas kleinere Variante mit Schwerpunkt auf Null- bis Vierjährige, aber auch deren Eltern. Zahlreiche Tische, jede Menge Stühle sowie Kinderstühle aller Art befinden sich schon in den Räumen.

Gelegenheit für eine Verschnaufspause soll der Treff ebenfalls bieten.

Gelegenheit für eine Verschnaufspause soll der Treff ebenfalls bieten.

Foto: Viola Priss, (07. August.2020)

An zwei halben Tagen, am Montagnachmittag und Mittwochvormittag, ist in den geräumigen Sälen ab kommender Woche Platz für Austausch, für Musik, Basteln, Café und mehr. Dabei hat Addison darauf geachtet, den bestehenden Angeboten nicht in die Quere zu kommen. Auf zwei Etagen findet sich ein wahres Mekka an Spielsachen für jedes Alter. «So haben die Eltern Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und vielleicht auch mal sitzen zu bleiben», sagt Addison. Dabei soll es jedes Mal einen Kuchen geben, die Kaffeemaschine steht auch bereit. Hier ist Astrid Addison auf freiwillige Hände angewiesen. «Aber auch das wird anlaufen», sagt sie zuversichtlich.

«Die Leute kamen auf mich zu: ‹Könnt ihr nicht schon früher öffnen?›»
Die Spielprobe aufs Exempel haben inzwischen Addisons Kinder schon einmal vorgenommen.

Die Spielprobe aufs Exempel haben inzwischen Addisons Kinder schon einmal vorgenommen.

Foto: Viola Priss (07. August 2020)

Eigentlich stand sie schon im Juni in den Startlöchern für ihr «Herzensstück», das Ende Juni hätte starten sollen. Die Pandemie zwang sie und die Gemeinde jedoch zur Geduldsprobe: «Dafür sind in der Zwischenzeit noch mehr Spenden an Spielzeug eingegangen, ich konnte weitere Ideen entwickeln und auch die Notwendigkeit eines direkt erreichbaren Orts ist sicher gestiegen.»

Am liebsten hätte Astrid Addison «ein Haus für alle Generationen.»

Am liebsten hätte Astrid Addison «ein Haus für alle Generationen.»

Foto: Viola Priss (07. August 2020)

Nebst Angeboten wie den Spielgruppen für Eltern und Kinder (ElKi, Elki+) und Zwirbeltreff finden schon im August Deutschkurse und der Kinderchor der örtlichen Schule hier Platz, auch ein Pilateskurs hat bereits Interesse angemeldet. Richtig losgehen soll es dann mit dem Grillfest im Oktober. Aber auch am Montag sind Grosseltern, Eltern und Kinder willkommen, Puppenecke, Käuferliladen und Kaffeemaschine stehen dann bereit.