Nach tödlichem Unfall auf Fussgängerstreifen in Gossau: Kanton will Situation verbessern

Der Kanton will bis Mitte Oktober den Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle Migros Markt in Gossau sicherer machen. Neu hält der Bus auf der Strasse und nicht in einer Busbucht. Im August ist ein 81-jähriger Mann angefahren worden und verstorben.

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Im August ereignete sich zwei Unfälle auf dem Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle Migros Markt in Gossau.

Im August ereignete sich zwei Unfälle auf dem Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle Migros Markt in Gossau.

Bild: Kapo SG

(pd/dar) Der Kanton will den Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle Migros Markt auf der St.Gallerstrasse in Gossau sicherer machen. Dies teilt die Staatskanzlei des Kantons St.Gallen per Communiqué mit.

Im August 2020 ereigneten sich auf dem Fussgängerstreifen auf Höhe der Bushaltestelle Migros Markt in Gossau zwei Unfälle: Ein 81-Jähriger verstarb, nachdem er von einem 22-Jährigen angefahren wurde. Der Mann wurde beim Unfall mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Nur zwei Wochen darauf streifte auf dem selben Fussgängerstreifen ein Lastwagen eine 66-jährige Fussgängerin und ein zweijähriges Kind. Beide wurden leicht verletzt. Die Unfallursache ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Zwar befand sich zum Zeitpunkt der Unfälle kein Bus an der Haltestelle. Dennoch ist die heutige Verkehrssituation unbefriedigend. Die Staatskanzlei schreibt:

«Das Tiefbauamt und die Kantonspolizei haben deshalb entschieden, das Sicherheitsdefizit möglichst rasch zu beheben.»

Weitere Unfälle auf dem Fussgängerstreifen gelte es zu verhindern. Die Kosten für die Sofortmassnahmen betragen rund 20'000 Franken und werden durch den Kanton getragen.

So will der Kanton die Situation verbessern

Heute ist die Sicht auf den Fussgängerstreifen stark eingeschränkt, wenn ein Bus in der Busbucht hält. Überqueren Fussgängerinnen und Fussgänger bei einem Bushalt den Fussgängerstreifen, kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Um dieses Sicherheitsdefizit zu beheben, setzt der Kanton Sofortmassnahmen um. Der Bus hält künftig auf der Fahrbahn und nicht in der Busbucht. Zudem erstellt der Kanton eine neue Verkehrsinsel. Beide Massnahmen verhindern, dass Autofahrerinnen und Autofahrer den haltenden Bus überholen können. Es ist geplant, die Sofortmassnahmen bis Mitte Oktober umzusetzen. Die Realisierung ist witterungsabhängig.

Neben den Sofortmassnahmen sind grössere bauliche Anpassungen bereits in Planung. Das Projekt sieht vor, die Bushaltestelle und die Einfahrt zur Migros zu verschieben. Damit verbessert sich die Sicht auf den Fussgängerstreifen. Eine Mittelinsel soll zudem verhindern, dass Autofahrerinnen und Autofahrer den Bus überholen. Das Projekt soll im November 2020 aufgelegt werden.