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Nach Umzonungen an der St.Galler Ruckhalde: Frust bei den Familiengärtnern

Die Familiengärtner an der Ruckhalde in St.Gallen sind von der Politik enttäuscht. Sie befürchten, dass angesichts der Baupläne am Hang die Tage ihrer Gartenbeete gezählt sind. Von der Politik fordern sie jetzt mehr Unterstützung.
Reto Voneschen
Die Familiengärten an der Ruckhalde. Darüber ist das alte Trassee der Appenzeller Bahnen zu erkennen. (Bild: Benjamin Manser - 25. März 2019)

Die Familiengärten an der Ruckhalde. Darüber ist das alte Trassee der Appenzeller Bahnen zu erkennen. (Bild: Benjamin Manser - 25. März 2019)

Am Dienstag vor einer Woche hat das Stadtparlament Um- und Einzonungen an der Ruckhalde genehmigt. Dies mit 55 Ja, zwei Nein und einer Enthaltung. Die Nein-Stimmen hatte es gegeben, weil in der Vorlage nichts zur Zukunft der Familiengärten am Hang stand.

Am Mittwoch lud der VCS zu einem Ortstermin ein. Vorstellen wollte der Verkehrsverband in erster Linie seine Vision einer autoarmen Wohnüberbauung am Ruckhaldehang. Es wäre die erste in der Stadt St.Gallen. An der Veranstaltung nahmen 14 Personen teil. Dazu kam eine weisse Katze, die die Gruppe auf dem Rundgang über das alte Trassee der Appenzeller Bahnen und durch die Familiengärten begleitete.

Familiengärtner hatten auf Unterstützung gehofft

Die ebenfalls anwesende Gisela Bertoldo, Präsidentin des Familiengartenvereins Ruckhalde, brachte den Unmut der Familiengärtner gegenüber der Politik zum Ausdruck. Gerade von linken und grünen Parlamentsmitgliedern habe man sich erhofft, dass sie sich bei der Diskussion der Um- und Einzonungen für den Erhalt der Familiengärten einsetzten. Das habe aber niemand ausser EVP-Parlamentarier Daniel Bertoldo getan.

Die Ruckhalde liegt zwischen Oberstrasse und Riethüsli. Früher wurde sie von den Appenzeller Bahnen durchquert. Die Bahn fährt jetzt durch einen Tunnel, womit der Hang unter und über dem alten Bahntrassee überbaut werden kann. (Bild: Benjamin Manser - 25. März 2019)

Die Ruckhalde liegt zwischen Oberstrasse und Riethüsli. Früher wurde sie von den Appenzeller Bahnen durchquert. Die Bahn fährt jetzt durch einen Tunnel, womit der Hang unter und über dem alten Bahntrassee überbaut werden kann. (Bild: Benjamin Manser - 25. März 2019)

Es gehe nicht darum, dass an der Ruckhalde nicht gebaut werden dürfe, hielt Gartenpräsidentin Gisela Bertoldo fest. Teils erbost, teils frustriert habe Gärtnerinnen und Gärtner, dass der Zonenplanvorlage nichts über die Zukunft ihrer Gärten zu entnehmen gewesen sei. Das in dem Zusammenhang zitierte Familiengartenkonzept sei ein Papiertiger: Es zeige einzig, dass die Stadt in dem Bereich gar keine konkreten Standortvorstellungen habe, gingen Teilnehmer der VCS-Führung mit Bertoldo einig.

An der Ruckhalde gibt's noch 70 Gartenparzellen

Stadtweit sind ihren Angaben nach rund 25 Prozent der Familiengärten eine Zwischennutzung. Dazu gehört die Ruckhalde. Nach einer ersten Verkleinerung wegen des Tunnelbaus der Appenzeller Bahnen werden hier noch 70 Parzellen mit 66 Pachten (teils teilen sich mehrere Personen eine Pacht) bewirtschaftet.

25. Juni 2007: Ein Zug der Appenzeller Bahnen in der Ruckhaldekurve. (Bild: Hannes Thalmann)25. Juni 2007: Ein Zug der Appenzeller Bahnen in der Ruckhaldekurve. (Bild: Hannes Thalmann)
26. August 2018: Fahrleitungen, Schienen, Schwellen und Schotterbett der Ruckhaldekurve sind verschwunden. Das ehemalige Eisenbahntrassee wird von der Natur zurückerobert. (Bild: Reto Voneschen)26. August 2018: Fahrleitungen, Schienen, Schwellen und Schotterbett der Ruckhaldekurve sind verschwunden. Das ehemalige Eisenbahntrassee wird von der Natur zurückerobert. (Bild: Reto Voneschen)
Das kleine Mäuerchen links erinnert noch an die Rekordkurve. Es wird wohl in Zusammenhang mit der längerfristig geplanten Überbauung der Ruckhalde ebenfalls verschwinden. (Bild: Reto Voneschen)Das kleine Mäuerchen links erinnert noch an die Rekordkurve. Es wird wohl in Zusammenhang mit der längerfristig geplanten Überbauung der Ruckhalde ebenfalls verschwinden. (Bild: Reto Voneschen)
Die Ruckhaldekurve auf einer Ansicht vor 1901. Im Hintergrund fehlt noch die Kirche St.Otmar. (Bild: Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen)Die Ruckhaldekurve auf einer Ansicht vor 1901. Im Hintergrund fehlt noch die Kirche St.Otmar. (Bild: Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen)
Die Ruckhaldekurve auf einer Ansichtskarte mit Sinnspruch aus den 1920er-Jahren. (Bild: Stadtarchiv Ortsbürgergemeinde St.Gallen)Die Ruckhaldekurve auf einer Ansichtskarte mit Sinnspruch aus den 1920er-Jahren. (Bild: Stadtarchiv Ortsbürgergemeinde St.Gallen)
Das Haus mit dem markanten Dach direkt an der Bahnlinie steht auch 120 Jahre später noch. Den Verlauf der Eisenbahnlinie markiert ein Entwässerungsgraben. Die auf der Ansichtskarte um 1900 sichtbare Vonwilbrücke ist heute durch Bäume verdeckt. (Bild: Reto Voneschen)Das Haus mit dem markanten Dach direkt an der Bahnlinie steht auch 120 Jahre später noch. Den Verlauf der Eisenbahnlinie markiert ein Entwässerungsgraben. Die auf der Ansichtskarte um 1900 sichtbare Vonwilbrücke ist heute durch Bäume verdeckt. (Bild: Reto Voneschen)
Die Ruckhaldekurve 2016 aus der Luft. Unterhalb der Familiengärten ist der neue Tunnel bereits im Bau. (Bild: Benjamin Manser/Ralph Ribi) Die Ruckhaldekurve 2016 aus der Luft. Unterhalb der Familiengärten ist der neue Tunnel bereits im Bau. (Bild: Benjamin Manser/Ralph Ribi)
Die Ruckhalde kurz vor der Stilllegung der Eisenbahnlinie an Ostern 2018. Links unten ist die Bahnbrücke über die Oberstrasse, in der Bildmitte die Tunnelbaustelle zu erkennen. (Bild: Urs Bucher - 23. März 2018)Die Ruckhalde kurz vor der Stilllegung der Eisenbahnlinie an Ostern 2018. Links unten ist die Bahnbrücke über die Oberstrasse, in der Bildmitte die Tunnelbaustelle zu erkennen. (Bild: Urs Bucher - 23. März 2018)
Das Bahntrassee heute mit «Fahrtrichtung» vom Riethüsli zum Güterbahnhof: die frühere Querung der Hochwachtstrasse. (Bild: Reto Voneschen)Das Bahntrassee heute mit «Fahrtrichtung» vom Riethüsli zum Güterbahnhof: die frühere Querung der Hochwachtstrasse. (Bild: Reto Voneschen)
Erst kürzlich renaturiert: Vom obersten Teilstück des alten Eisenbahntrassees hat man einen schönen Ausblick auf die Kirche und das Quartier St.Otmar. (Bild: Reto Voneschen)Erst kürzlich renaturiert: Vom obersten Teilstück des alten Eisenbahntrassees hat man einen schönen Ausblick auf die Kirche und das Quartier St.Otmar. (Bild: Reto Voneschen)
Auf Höhe des Familiengartens Ruckhalde ist die alte Trassee bereits grün. Die Stadt will auf der Route einen einfachen Fuss- und Veloweg anlegen. Der politische Entscheidungsprozess dafür soll bis Frühling 2019 in Gang gesetzt werden. (Bild: Reto Voneschen)Auf Höhe des Familiengartens Ruckhalde ist die alte Trassee bereits grün. Die Stadt will auf der Route einen einfachen Fuss- und Veloweg anlegen. Der politische Entscheidungsprozess dafür soll bis Frühling 2019 in Gang gesetzt werden. (Bild: Reto Voneschen)
In wenigen Monaten hat sich die Natur das alte Eisenbahntrassee bereits wieder zurückgeholt. (Bild: Reto Voneschen)In wenigen Monaten hat sich die Natur das alte Eisenbahntrassee bereits wieder zurückgeholt. (Bild: Reto Voneschen)
Das Bahntrassee auf Höhe der letzten Hüttchen des Familiengartens vor der Ruckhaldekurve heute: eine langsam zuwachsende Narbe quer über den Hang. (Bild: Reto Voneschen)Das Bahntrassee auf Höhe der letzten Hüttchen des Familiengartens vor der Ruckhaldekurve heute: eine langsam zuwachsende Narbe quer über den Hang. (Bild: Reto Voneschen)
Vielen galt die Eisenbahnstrecke über die Ruckhalde als die schönste auf Stadtgebiet. Das lag nicht nur an der Aussicht auf die Stadt, sondern auch an Idyllen wie dieser gleich neben den Gleisen. (Bild: Reto Voneschen)Vielen galt die Eisenbahnstrecke über die Ruckhalde als die schönste auf Stadtgebiet. Das lag nicht nur an der Aussicht auf die Stadt, sondern auch an Idyllen wie dieser gleich neben den Gleisen. (Bild: Reto Voneschen)
Die begrünte Einmündung in die ehemalige Ruckhaldenkurve. (Bild: Reto Voneschen)Die begrünte Einmündung in die ehemalige Ruckhaldenkurve. (Bild: Reto Voneschen)
Das durch ein Drahtgeflecht geschützte Mäuerchen am Rand des Eisenbahntrassees wird auch bereits überwuchert. (Bild: Reto Voneschen)Das durch ein Drahtgeflecht geschützte Mäuerchen am Rand des Eisenbahntrassees wird auch bereits überwuchert. (Bild: Reto Voneschen)
Von der Hochwachtstrasse Richtung Riethüsli: Die Anlagen der Eisenbahn sind abgeräumt. Das Schotterbett wird auch noch verschwinden, wenn die Stadt im kommenden Frühling die Arbeiten zur Sanierung und Neugestaltung der Teufener Strasse in Angriff nimmt. (Bild: Reto Voneschen)Von der Hochwachtstrasse Richtung Riethüsli: Die Anlagen der Eisenbahn sind abgeräumt. Das Schotterbett wird auch noch verschwinden, wenn die Stadt im kommenden Frühling die Arbeiten zur Sanierung und Neugestaltung der Teufener Strasse in Angriff nimmt. (Bild: Reto Voneschen)
Richtung Riethüsli: Teufener Strasse und Schotterbett auf Höhe des Nestweiers. (Bild: Reto Voneschen)Richtung Riethüsli: Teufener Strasse und Schotterbett auf Höhe des Nestweiers. (Bild: Reto Voneschen)
Auf der «Passhöhe» vor dem Riethüsli-Quartier: Links geht's nach der Passerelle via Demutstrasse nach St.Georgen, rechts geht's überland Richtung Altstätten und Appenzell. (Bild: Reto Voneschen)Auf der «Passhöhe» vor dem Riethüsli-Quartier: Links geht's nach der Passerelle via Demutstrasse nach St.Georgen, rechts geht's überland Richtung Altstätten und Appenzell. (Bild: Reto Voneschen)
Die Fussgängerpasserelle am Eingang zum Quartierzentrum Riethüsli. (Bild: Reto Voneschen)Die Fussgängerpasserelle am Eingang zum Quartierzentrum Riethüsli. (Bild: Reto Voneschen)
Die provisorische Fussgänger-Passerelle verbindet den Osten und Westen des Riethüsli-Quartiers. Sie ist insbesondere auch ein sicherer Schulweg. Sie wird 2019 mit der Neugestaltung der Teufener Strasse abgebrochen und durch zwei Fussgängerstreifen ersetzt, die mit Lichtsignalen gesteuert werden. (Bild: Hanspeter Schiess - 2. September 2016)Die provisorische Fussgänger-Passerelle verbindet den Osten und Westen des Riethüsli-Quartiers. Sie ist insbesondere auch ein sicherer Schulweg. Sie wird 2019 mit der Neugestaltung der Teufener Strasse abgebrochen und durch zwei Fussgängerstreifen ersetzt, die mit Lichtsignalen gesteuert werden. (Bild: Hanspeter Schiess - 2. September 2016)
Die Passerelle wurde seinerzeit auf Druck des Quartiers erstellt. Sie ist allerdings nur ein Provisorium, dessen Lebensdauer in den nächsten Jahren ausläuft. (Bild: Reto Voneschen - 25. August 2018)Die Passerelle wurde seinerzeit auf Druck des Quartiers erstellt. Sie ist allerdings nur ein Provisorium, dessen Lebensdauer in den nächsten Jahren ausläuft. (Bild: Reto Voneschen - 25. August 2018)
Die Kreuzung des «Gaiserbähnli» mit der Teufener Strasse. (Bild: Ralph Ribi - 7. Oktober 2016)Die Kreuzung des «Gaiserbähnli» mit der Teufener Strasse. (Bild: Ralph Ribi - 7. Oktober 2016)
Die Kreuzung heute: Die Schienen und das Lichtsignal für Bahn und Autos sind weg. Der Knoten wird bei der kommenden Strassensanierung mit Lichtsignalen versehen. Dies auch, damit Fussgängerinnen und Fussgänger eine Chance haben, in Stosszeiten über die Teufener- und die Demutstrasse zu kommen. (Bild: Reto Voneschen)Die Kreuzung heute: Die Schienen und das Lichtsignal für Bahn und Autos sind weg. Der Knoten wird bei der kommenden Strassensanierung mit Lichtsignalen versehen. Dies auch, damit Fussgängerinnen und Fussgänger eine Chance haben, in Stosszeiten über die Teufener- und die Demutstrasse zu kommen. (Bild: Reto Voneschen)
Die Teufener Strasse gehört zu den am stärksten befahrenen Hauptstrassen der Stadt St.Gallen. Die Trennwirkung von Eisenbahn und Blechlawine auf der Strasse wird vom Quartier seit Jahr und Tag beklagt und kritisiert. Unter anderem wurde auch schon ein Strassentunnel zur Umfahrung des Quartiers gefordert. (Bild: Ralph Ribi - 1. Juli 2005)Die Teufener Strasse gehört zu den am stärksten befahrenen Hauptstrassen der Stadt St.Gallen. Die Trennwirkung von Eisenbahn und Blechlawine auf der Strasse wird vom Quartier seit Jahr und Tag beklagt und kritisiert. Unter anderem wurde auch schon ein Strassentunnel zur Umfahrung des Quartiers gefordert. (Bild: Ralph Ribi - 1. Juli 2005)
Blick Richtung Liebegg: das Zentrum des Riethüsli-Quartiers. Die Zahl der hier ansässigen Geschäfte hat in den vergangenen Jahren ebenfalls abgenommen. Ob die Strassenumgestaltung den Trend bremsen kann, muss sich erst weisen. (Bild: Reto Voneschen)Blick Richtung Liebegg: das Zentrum des Riethüsli-Quartiers. Die Zahl der hier ansässigen Geschäfte hat in den vergangenen Jahren ebenfalls abgenommen. Ob die Strassenumgestaltung den Trend bremsen kann, muss sich erst weisen. (Bild: Reto Voneschen)
Die Poststelle Riethüsli wurde vor einigen Jahren ebenfalls geschlossen. (Bild: Reto Voneschen)Die Poststelle Riethüsli wurde vor einigen Jahren ebenfalls geschlossen. (Bild: Reto Voneschen)
Die Aufgaben der Post übernimmt heute die Bäckerei im Riethüsli-Quartier. (Bild: Reto Voneschen)Die Aufgaben der Post übernimmt heute die Bäckerei im Riethüsli-Quartier. (Bild: Reto Voneschen)
Die Haltestelle der Appenzeller Bahnen wird noch bis Anfang Oktober vom Bahnersatzbus bedient. Mit Inbetriebnahme des Ruckhaldetunnels verschwindet sie und wird von einer neuen Haltestelle gleich unterhalb der Busendstation Riethüsli neben dem gewerblichen Berufsschulzentrum ersetzt. (Bild: Reto Voneschen)Die Haltestelle der Appenzeller Bahnen wird noch bis Anfang Oktober vom Bahnersatzbus bedient. Mit Inbetriebnahme des Ruckhaldetunnels verschwindet sie und wird von einer neuen Haltestelle gleich unterhalb der Busendstation Riethüsli neben dem gewerblichen Berufsschulzentrum ersetzt. (Bild: Reto Voneschen)
Ein Zug der Appenzeller Bahnen bei der Verzweigung der Teufener- mit der Riethüslistrasse. Neu biegt die Bahn hier in die Riethüslistrasse ein. (Bild: Benjamin Manser - 11. November 2010)Ein Zug der Appenzeller Bahnen bei der Verzweigung der Teufener- mit der Riethüslistrasse. Neu biegt die Bahn hier in die Riethüslistrasse ein. (Bild: Benjamin Manser - 11. November 2010)
Das Zentrum des Riethüsli-Quartiers mit dem derzeit brach liegenden Bahntrassee. (Bild: Reto Voneschen)Das Zentrum des Riethüsli-Quartiers mit dem derzeit brach liegenden Bahntrassee. (Bild: Reto Voneschen)
Das damalige Restaurant Riethüsli und der Blick die Riethüslistrasse hinauf zum gewerblichen Berufsschulzentrum, dem Betonbau am rechten Bildrand. (Bild: Philipp Baer - 30. November 2007)Das damalige Restaurant Riethüsli und der Blick die Riethüslistrasse hinauf zum gewerblichen Berufsschulzentrum, dem Betonbau am rechten Bildrand. (Bild: Philipp Baer - 30. November 2007)
Die gleiche Stelle heute: Die Bahn biegt neu nach rechts ab zur neuen Haltestelle Riethüsli und zum Südportal des Ruckhaldetunnels. Der Freiraum entlang der Teufener Strasse wird 2019 für den Langsamverkehr hergerichtet. (Bild: Reto Voneschen)Die gleiche Stelle heute: Die Bahn biegt neu nach rechts ab zur neuen Haltestelle Riethüsli und zum Südportal des Ruckhaldetunnels. Der Freiraum entlang der Teufener Strasse wird 2019 für den Langsamverkehr hergerichtet. (Bild: Reto Voneschen)
Die neue Bahnlinie durchs Riethüsli: Im Hintergrund rechts ist der Betonbau des gewerblichen Berufschulzentrums zu erkennen. Mit dem Bahnbau wurden auch die Strassennamen neu sortiert: Links der Bahn liegt neu der Riethüsliweg, rechts davon die Riethüslistrasse. (Bild: Reto Voneschen)Die neue Bahnlinie durchs Riethüsli: Im Hintergrund rechts ist der Betonbau des gewerblichen Berufschulzentrums zu erkennen. Mit dem Bahnbau wurden auch die Strassennamen neu sortiert: Links der Bahn liegt neu der Riethüsliweg, rechts davon die Riethüslistrasse. (Bild: Reto Voneschen)
Die neue AB-Hltestelle Riethüsli mit dem Südportal des Ruckhaldetunnels. Die Treppe neben dem Tunnelportal führt hinauf zur Endstation der Stadtbus-Linie 5. (Bild: Reto Voneschen)Die neue AB-Hltestelle Riethüsli mit dem Südportal des Ruckhaldetunnels. Die Treppe neben dem Tunnelportal führt hinauf zur Endstation der Stadtbus-Linie 5. (Bild: Reto Voneschen)
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Vom Riethüsli über die Ruckhalde: Was von der Zahnradbahn noch übrig ist

Doris Königer verteidigte das Vorgehen der Stadt. Wenn man eine Überbauung der Ruckhalde aus einem Guss wolle, müsse man das ganze Areal einheitlich einzonen. Was das Parlament auf Antrag der Stadt mit einer «Wohnzone 4» getan hat. So könne man die ganze Fläche beplanen und Alternativen durchspielen, um zu guten Lösungen zu kommen.

Zuversichtlich, dass Gärten erhalten werden können

Die Zonenplanvorlage sei nicht der Zeitpunkt, Gebietsteile für eine bestimmte Nutzung – etwa den Familiengarten – zu reservieren. Darüber diskutieren musse man später: Königer zeigte sich überzeugt, dass es gelingen werde, die Familiengärten in eine Überbauung zu integrieren, also zu erhalten. Gerade eine autoarme Siedlung könne dabei helfen, weil es dafür keine breiten Erschliessungsstrassen brauche. Es sei erwünscht, die dafür nicht benötigten Flächen «grün» zu gestalten.

Im Familiengarten Ruckhalde sind im Laufe der Jahre viele kleine Paradiese entstanden. Viele Gärtnerinnen und Gärtner verbringen hier einen Grossteil ihrer Freizeit. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo - 25. März 2019)

Im Familiengarten Ruckhalde sind im Laufe der Jahre viele kleine Paradiese entstanden. Viele Gärtnerinnen und Gärtner verbringen hier einen Grossteil ihrer Freizeit. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo - 25. März 2019)

Die Skepsis aus dem Familiengarten zerstreute die VCS-Frau und Architektin damit nicht vollständig. Man werde am Thema dranbleiben, die Entwicklung beobachten und sich überlegen, wie man den Anliegen des Familiengartenvereins in der Öffentlichkeit allenfalls mehr Gewicht geben könne, sagte Gisela Bertoldo. Mit der Stadt will sie ebenfalls im Gespräch bleiben.

Wohnen (fast) ohne Autos

SP-Stadtparlamentarierin Doris Königer und SP-Kantonsrätin Susanne Schmid stellten am Mittwoch seitens des VCS die Vision für autoarmes Arbeiten und Wohnen an der Ruckhalde vor. St.Gallen hinke bei alternativen Wohnmodellen den übrigen grösseren Schweizer Städten hinterher. Das müsse sich ändern. Und die Ruckhalde sei nach Meinung des VCS gut für eine autoarme Siedlung geeignet, sagte Doris Königer.

Wenn der politische Wille dafür da sei, könne hier in dieser Hinsicht ein Vorzeigeprojekt entstehen. Um diese Zielsetzung zu erreichen, wäre es nach Meinung von Königer am besten, wenn die Stadt oder ihre Pensionskasse das Areal selber überbauen würde. Derzeit läuft die Frist fürs fakultative Referendum gegen die Um- und Einzonungen an der Ruckhalde.

Bis Ende Jahr will der Stadtrat gemäss Doris Königer über das weitere Vorgehen zur Überbauung entscheiden. Zur Entwicklung des Bauprojekts wird es vermutlich einen Wettbewerb mit ausgewählten Planungsbüros geben. Ebenfalls klar ist, dass auf Basis eines Sondernutzungsplans gebaut werden soll. Über die Plangrundlage soll das Stadtparlament diskutieren und entscheiden können. (vre)

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