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Nach umstrittenem Carl-Stürm-Preis: Ehemalige Preisträger geben ihr Geld zurück

In einem offenen Brief richten sich ehemalige Mitglieder von «Kultur i de Aula» in Goldach an den Carl-Stürm-Stiftungsrat. Darin kritisieren sie das Vorgehen der Stiftung und schreiben von Machtmissbrauch.
Rudolf Hirtl
Peter Thoma, Stiftungsratspräsident der Carl-Stürm-Stiftung, und seine Ratskollegen stehen für die Auswahl der diesjährigen Preisträger in der Kritik. (Bild: Christof Sonderegger)

Peter Thoma, Stiftungsratspräsident der Carl-Stürm-Stiftung, und seine Ratskollegen stehen für die Auswahl der diesjährigen Preisträger in der Kritik. (Bild: Christof Sonderegger)

Der offene Brief an den Stiftungsrat der Carl-Stürm-Stiftung ist eine Reaktion auf den «Tagblatt»-Artikel «Vergabe gegen den Mainstream», schreiben Bruno und Margrit Zürcher. «Im Mai 2006 wurden wir von ‹Kultur i de Aula› mit dem Carl-Stürm-Preis geehrt. Ernst Buob, damaliges Stiftungsratsmitglied beendete seine Laudatio mit: ‹Dass dieser hohe Einsatz selbstverständlich ehrenamtlich geleistet wird, sei nur noch der Vollständigkeit halber erwähnt›, heisst es im Brief.

Der damalige Stiftungsratspräsident Carl Felix Stürm habe sich in seiner Rede Gedanken zur Nachhaltigkeit gemacht und eine Definition des Erdgipfels von Rio 1992 zitiert: «Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass der technische Fortschritt die Grundbedürfnisse der Menschheit sicherstellen soll, dass aber gleichzeitig die Umwelt zu bewahren ist. Insbesondere wird eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen, die Verminderung der Umweltbelastung und der Rechtsstaatlichkeit angestrebt.»

«Kultur i de Aula» bestehe dank freiwilligem Einsatz der Mitglieder heute noch. Diese hätten gut zugehört und die Worte umgesetzt. Leider könne man das vom Stiftungsrat nicht behaupten, der wohl vergessen habe, was seine Vorgänger sagten, als er die diesjährigen Preisträger ausgesucht habe. Im Schreiben heisst es weiter:

«Zum einen vermissen wir bei Ihrer Auswahl die Ehrenamtlichkeit, die auch die Uneigennützigkeit einschliesst, zum anderen die Nachhaltigkeit, welche die Bewahrung der Umwelt sicherstellen soll. Und was die Rechtsstaatlichkeit betrifft, mutet es uns eigenartig an, wenn Stiftungsrat Beat Ulrich dem IG mobil Vorstandsmitglied Beat Ulrich einen Preis zuhält und bekannt ist, dass eine Interessenverbindung von Stiftungsratspräsident Peter Thoma zur IG mobil besteht.»

Die Auswahl mache den Eindruck einer trumpelhaften, trotzigen Machtdemonstration. Mit dem Zeichen gegen die Klimaprotestwelle setze sich der Rat ins Boot der Klimaleugner, wohl in der falschen Meinung, dass es die Arche sei.

Weiter heisst es: «Dass Sie dabei von IG mobil Präsident Raphael Frei, der sich für ein Jahrhundertprojekt einsetzt, das auf einer gescheiterten Verkehrsplanung aus dem letzten Jahrhundert aufbaut, unterstützt werden, liegt auf der Hand.»

2000 Franken gehen an die Klima-Jugend

Dass Markus Kopf seinen Preis an Institutionen weitergebe, die dem Sinne der Carl-Stürm-Stiftung entsprächen, sei löblich, mache aber den politisch motivierten Machtmissbrauch des Rates nicht besser. «Wir schliessen uns Markus Kopf an. Die Freude über den einst erhaltenen Preis ist einer Wut gewichen. Wir möchten nichts mehr zu tun haben mit dem Geld und spenden unseren Preisanteil von 2000 Franken der Klima-Jugend, die sich ganz im Sinne der Redner von 2006 ehrenamtlich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzt», so Bruno und Margrit Zürcher.

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