Nach knappem Ja zum Rorschacherberger Seeuferweg: Umsetzung verzögert sich

Die Gespräche mit den Anstössern des Rorschacherberger Uferwegs verlaufen gut, jedoch harzt es beim Kanton. Bis das Projekt aufgelegt wird, könnte es noch einige Zeit dauern.

Jolanda Riedener
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Die Konzession fürs Bootshaus am Rorschacherberger Seeufer wird nur noch für ein Jahr verlängert. Möglich ist ausserdem eine Wegführung hinter dem Bootshaus. (Bild: Jolanda Riedener, 17. Mai 2019)

Die Konzession fürs Bootshaus am Rorschacherberger Seeufer wird nur noch für ein Jahr verlängert. Möglich ist ausserdem eine Wegführung hinter dem Bootshaus. (Bild: Jolanda Riedener, 17. Mai 2019)

Vor den Sommerferien informiert der Rorschacherberger Gemeinderat erneut zum Stand des Seeuferwegs. Zeitliche Verzögerungen seien absehbar, schreibt er in der aktuellen Ausgabe des Mitteilungsblatts «Rundblick».

Gespräche mit den kantonalen Fachstellen haben unmittelbar nach der Abstimmung vom 10. Februar stattgefunden, denn das Projekt erfordere etliche kantonale Bewilligungen. Folglich werden Konzessionen für das bestehende Bootshaus sowie alle privaten Anlagen durch den Kanton nur noch jährlich verlängert, heisst es.

In den vergangenen zwei Monaten haben auch Gespräche mit den Anstössern stattgefunden. «Obwohl diese den Seeuferweg im Vorfeld der Abstimmung bekämpft hatten, konnten die Gespräche konstruktiv und lösungsorientiert erfolgen», heisst es seitens der Gemeinde.

Grundeigentümer gibt grünes Licht für Baupiste

Etwa in der Mitte des aufzuschüttenden Ufers soll eine Baupiste erstellt werden. So kann das nötige Material direkt ab der Churerstrasse angeliefert und in den See geschüttet werden. Dies vereinfache den Bauablauf markant. Westlich der Liegewiese Hörnlibuck werde ausserdem eine weitere Variante mit den Grundeigentümern ausgearbeitet: Hier soll der Fussweg durch den privaten Garten und hinter dem Bootshaus zu liegen kommen. Ob dies so umgesetzt werde, sei aber noch offen, heisst es im «Rundblick».

Aktuell arbeitet das beauftragte Ingenieurbüro an den Detailplänen, die auf Gesprächen mit Anwohnern und den Rückmeldungen der kantonalen Fachleute basieren. Als Nächstes folgt eine weitere Gesprächsrunde, um Wegverlauf, Aufschüttung, Ufermauern und konzessionierte Anlagen definitiv festzulegen. Voraussichtlich im kommenden Winter wird der Gemeinderat die bereinigten Pläne nochmals bei den kantonalen Bewilligungsinstanzen vorprüfen lassen, sodass im Frühling 2020 das Projekt aufgelegt werden kann.

Wann der Kanton mit der Planung beginnt, ist offen

Obwohl die Gemeinde vorankommt, zeichnen sich zeitliche Verzögerungen ab. Neben dem Fussweg via Aufschüttung und Steg direkt am See, den die Gemeinde Rorschacherberg plant, ist der Kanton für einen Velo- und Gehweg entlang der Kantonsstrasse zuständig. Nach Auffassung des Gemeinderats hängen beide Projekte voneinander ab und müssen koordiniert werden. Dies würden beigezogene Juristen bestätigen, heisst es im «Rundblick» weiter. Denn ein gut gebauter Velo- und Gehweg entlang der Churerstrasse verhindere, dass Velofahrer Passanten auf dem Uferweg belästigen. Gleichzeitig tangiert auch der Weg an der Churerstrasse die Anstösser, weshalb diese Planung ebenfalls Umsicht und Gespräche mit den Betroffenen verlange.

Für den Velo- und Gehweg rechnet der Rat mit einer Planungsdauer von mindestens ein bis zwei Jahren. Wann der Kanton das Projekt angeht, ist noch nicht klar. Man habe sich diesbezüglich mehrfach mündlich und schriftlich mit den Verantwortlichen in Verbindung gesetzt.