Nach Freibier-Aktion in Rorschach: Grüne verzichten auf Anzeige gegen Junge FDP

Die Rorschacher Jungfreisinnigen wollten mit Freibier die Wähler an die Urne locken. Die Grünen drohten daraufhin mit einer Anzeige. Nun sehen sie davon ab.

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Wer am vergangenen Samstagabend sein Wahlcouvert in die Kornhausbräu in Rorschach mitbrachte, erhielt von den Jungfreisinnigen der Region Rorschach vier Bier gratis. Die Grünen drohten daraufhin mit einer Anzeige. Davon sehen sie nun ab.

Wer am vergangenen Samstagabend sein Wahlcouvert in die Kornhausbräu in Rorschach mitbrachte, erhielt von den Jungfreisinnigen der Region Rorschach vier Bier gratis. Die Grünen drohten daraufhin mit einer Anzeige. Davon sehen sie nun ab. 

Bild: Keystone

(pd/bro)  Die Rorschacher Jungfreisinnigen haben in den vergangenen Tagen mit einer ungewöhnlichen Aktion für Aufsehen gesorgt. Mit Gratisbier in der Kornhausbräu wollten sie die Wähler an die Urne locken.

Suchtfachleute waren entsetzt. Die Grünen kritisierten die Aktion heftig und drohten der Jungen FDP mit einer Anzeige.

Grüne verzichten auf Anzeige

Ein solcher Vorschlag sei unwirksam und fragwürdig, schreiben die Grünen des Kantons St.Gallen und die Rorschacher Regionalpartei am Mittwoch in einem Communiqué. Gemäss den Grünen sollte es bei der Wählerbeeinflussung eine Grenze geben, sonst würden die Wahllisten irgendwann bei den Wählerinnen und Wählern direkt zu Hause abgeholt.

Weiter teilen die Grünen mit, dass sie nach verschiedenen Abklärungen und dem Verzicht der Jungfreisinnigen auf weitere solche Aktionen keine Anzeige erstatten. Die Partei schreibt:

«Denn mittlerweile scheint allen klar zu sein: Biertrinken ist einer Stimmabgabe bei klarem Kopf nicht besonders förderlich.»
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