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Nach Bauland-Deal: Der Sommerau-Verkauf in Gossau stand seit 2016 fest

Der Verkauf des Industriegebiets Sommerau an die Aepli Metallbau AG hat beim Gossauer Gewerbe Hoffnungen auf rasch verfügbares Bauland geweckt. Die Migros hatte den Verkauf schon lange ins Auge gefasst.
Johannes Wey
Durch ein zusätzliches Stockwerk kann die Migros drei Bürostandorte zusammenziehen. (Bild: Urs Bucher (14. Juni 2019))

Durch ein zusätzliches Stockwerk kann die Migros drei Bürostandorte zusammenziehen. (Bild: Urs Bucher (14. Juni 2019))

Knapp 100000 Quadratmeter Land hat die Aepli Metallbau AG der Migros Ostschweiz Anfang Mai abgekauft. Der Deal wurde möglich, da die Migros zuvor Land hatte kaufen können, das unmittelbar an ihre Betriebszentrale an der Industriestrasse angrenzt, wie damals mitgeteilt wurde.

Die Vorgeschichte:

Vom Verkauf an die Aepli Metallbau AG erhoffen sich Gossauer Politiker und Wirtschaftsverbände, dass es nun mit dem Verkauf der Restflächen vorwärts geht. Die Baulandknappheit plagt Gewerbe und Industrie seit Jahren, dementsprechend oft wurde sehnsüchtig auf die Sommerau geschielt. Die Neubaupläne der neuen Eigentümerin sind relativ konkret. Sie will in der Sommerau vier Standorte zusammenlegen. Von den knapp 100000 Quadratmetern sind 35000 für den Neubau vorgesehen, 23000 als Freihalteflächen und Grünzonen. Rund 40000 Quadratmeter sollen weiterverkauft werden.

Nachbargrundstück schon 2015 gekauft

Nach Bekanntgabe des Verkaufs äusserten sich mehrere Ansprechpersonen erstaunt, dass die Verhandlungen bis zum Schluss hatten geheim gehalten werden können. Trotzdem: Gemunkelt, dass die Migros das Land wieder abstossen möchte, wurde schon länger. 2014 hat sie die Sommerau in der Absicht gekauft, sich dort weiterzuentwickeln. Eine Umsiedelung der Betriebszentrale von der Industriestrasse in den Nordwesten der Stadt wurde aber ausgeschlossen. Die IG Sommerau als Vorbesitzerin hatte sich davor jahrelang mit Schwierigkeiten rund um die Erschliessung herumschlagen müssen. Die Migros erbte diese langwierige Aufgabe.

Den Landkauf von der Häusle und Koller AG im Industriegebiet Gossau Ost, mit dem nun der Verkauf der Sommerau begründet wird, hatte die Migros laut Sprecher Andreas Bühler bereits im November 2015 getätigt. Damit umfasst das «Migros-Land» – die Jowa-Grundstücke mitgerechnet – nun einen Streifen von über 900 Metern entlang der Bahnlinie.

Bereits im Jahr 2016 sei sich die Migros Ostschweiz dann darüber im Klaren gewesen, dass die Weiterentwicklung der Betriebszentrale dank der neuen Baulandreserve am bisherigen Standort an der Industriestrasse erfolgen könne. Von da an wurde die Erschliessung der Sommerau in der Absicht vorangetrieben, das ganze Grundstück zu verkaufen. Mit der Käufersuche habe man schliesslich im Sommer 2018 begonnen, sagt Andreas Bühler.

Aufstockung der Zentrale läuft nach Plan

Derweil erweitert die Migros ihre Betriebszentrale bereits am heutigen Standort. Seit Februar dieses Jahres läuft die Aufstockung des westlich gelegenen Gebäude B um ein Geschoss. Dort sollen Büroräume von heute drei Standorten zusammengeführt werden. Die Arbeiten kommen bislang gut voran, sagt Andreas Bühler. «Verläuft weiterhin alles nach Plan, können die neuen Büros ab Frühjahr 2020 bezogen werden.» Der Abschluss sämtlicher Arbeiten sei für den Herbst 2020 vorgesehen.

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