Nach 30 Jahren gibt Bruno Vollmeier den Dirigentenstab in Goldach ab

Der Dirigent des Kirchenchors in Goldach, Bruno Vollmeier, geht nach 30 Jahren Chorleitung in Pension. Nach den vielen Auftritten denkt er aber nicht daran, mit der Musik aufzuhören.

Vivien Huber
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Der Musik bleibt Bruno Vollmeier treu.

Der Musik bleibt Bruno Vollmeier treu.

«Chorleiter zu sein, ist wie Lehrer zu sein. Man steht vor Menschen, die etwas lernen wollen», sagt Bruno Vollmeier. 30 Jahre lang war er Chorleiter in der katholischen Kirche in Goldach. Nun geht er in Pension.

Schon als Kind sei er musikalisch gewesen und habe früh gelernt, Orgel und Klavier zu spielen, sagt der 68-Jährige. Schliesslich sei er Sekundarlehrer geworden. «Das Lehrersein gefiel mir zwar, aber ich hatte keine Zeit mehr, zu musizieren und das fehlte mir», sagt Vollmeier. Er liess sich als Klavierlehrer anstellen und absolvierte nebenbei ein Studium als Dirigent. Von da an leitete er verschiedene Chöre. Als seine Schwester nach Goldach gezogen sei, suchte der Kirchenchor gerade einen neuen Dirigenten. «Ich wurde von der Kirche angefragt und seit dem bin ich Chorleiter in Goldach», sagt Vollmeier.

Besondere Messe für den Dirigenten als Abschluss

Diesen Sonntag, an seinem letzen Auftritt als Chorleiter, sei der Gottesdienst besonders speziell. «1998 haben wir die Theresienmesse als grosses Konzert gestaltet, da das Ganze 45 Minuten gedauert hat.» So lange gehe eine Messe meistens nicht. «Diesen Sonntag dürfen wir die Theresienmesse aber als Gottesdienst feiern», sagt Vollmeier.

Auch die gemeinsamen Auftritte mit anderen Chören seien besonders gewesen. «Wenn über 150 Personen musizieren, gibt das einen mächtigen Klang.» Als Dirigent müsse man alles als Einheit zusammenhalten, was eine Herausforderung sei. Es gebe auch gemeinsame Singtage. «Diese geniesse ich besonders. Denn beim Chor geht es nicht nur um das Singen, sondern auch um das Zusammensein», sagt Vollmeier. Er könne sich sein Leben nicht ohne Kirchenmusik vorstellen. «Deshalb werde ich weiterhin mitsingen oder den Chor auf der Orgel begleiten», sagt er. Er freue sich aber auch, wieder mehr Zeit für sich zu haben. «Vielleicht fange ich an, Posaune zu spielen», sagt Vollmeier. Man sei nie zu alt, etwas zu lernen.

Hinweis

Die Theresienmesse findet am 26. August um 10 Uhr in der kath. Kirche in Goldach statt.