Nach 14 Jahren an der Kanti geht er in Pension: KSBG-Rektor Marc König tritt zurück

Marc König, Rektor der Kantonsschule am Burggraben St.Gallen (KSBG), wird auf Ende des Schuljahres 2020/21 sein Amt niederlegen und in Pension gehen. Die Stelle wird zur Neubesetzung ausgeschrieben.

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Marc König, Rektor Kantonsschule am Burggraben St.Gallen, tritt zurück.

Marc König, Rektor Kantonsschule am Burggraben St.Gallen, tritt zurück.

pd

(pd/lim) Seit Februar 2007 leitet Marc König die Kantonsschule am Burggraben St.Gallen. Die KSBG ist die grösste Mittelschule der Ostschweiz mit rund 1'350 Schülerinnen und Schülern am Gymnasium und am Untergymnasium. Nun hat Marc König seinen Rücktritt als Rektor auf den 31. Juli 2021 bekanntgegeben. Der 65-Jährige wird mit seinem Rücktritt in den verdienten Ruhestand übertreten. Die Rektorenstelle wird zur freien Bewerbung ausgeschrieben.

König brachte für sein Amt bereits Erfahrung mit. Er war vor seiner Wahl als Rektor der Pädagogischen Hochschule St.Gallen, als Direktor der Schweizer Schule in Rom und zuvor als Prorektor an der KSBG tätig. In seiner 14-jährigen Amtszeit als Rektor der KSBG habe Marc König massgeblich zum attraktiven Bildungsangebot in der Region St.Gallen beigetragen, indem er zahlreiche innovative Unterrichtsprojekte förderte, schreibt der Kanton in einer Medienmitteilung.

Unter Königs Leitung wurde beispielsweise die zweisprachige Maturität gefördert und das «International Baccalaureate» (Internationale Matura) eingeführt. Mittlerweile entscheiden sich gut ein Drittel der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten für eine bilinguale Maturität.

Austauschprojekte gefördert

Verschiedene Austauschprojekte und Sprachaufenthalte erlebten in Marc Königs Amtszeit einen Aufschwung. So absolvieren mittlerweile alle Schülerinnen und Schüler im Verlauf ihrer Gymnasialzeit einen mehrwöchigen Aufenthalt im französischen Sprachraum, sehr viele auch im englischen Sprachgebiet. Daneben bestehen fakultative Austauschmöglichkeiten mit Partnerinstitutionen in der Westschweiz, im Tessin, in Italien, Spanien, Chile, China und Israel.

«Im Wissen, dass Lernerfolg am besten möglich ist, wenn sich Schülerinnen und Schüler wohl fühlen, setzte sich Marc König beharrlich für eine attraktive Schulinfrastruktur ein», heisst es in der Mitteilung weiter. Die KSBG verfüge heute sowohl über eine moderne und zuverlässige IT-Infrastruktur, wie auch über ein ausgesprochen gepflegtes Schulgebäude. Während Marc Königs Amtszeit ist die KSBG regelmässig mit umfangreichen und hochstehenden Musikproduktionen, Konzerten und Theateraufführungen öffentlich in Erscheinung getreten.

Daneben förderte Marc König das kulturelle, politische und soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler mit Projekten wie dem Schülerradio, dem Schüler-Online-Portal «kanti live» und mit zahlreichen Veranstaltungen und Podien zu aktuellen politischen Themen, namentlich im Bereich der Nachhaltigkeit. Auch der kontinuierliche Austausch mit der Schülerorganisation war ihm wichtig.

«Nicht zuletzt ist es seiner umsichtigen Personalführung zu verdanken, dass es der KSBG immer wieder gelungen ist, auch in Phasen, in denen der Arbeitsmarkt weitgehend ausgetrocknet war, gut qualifizierte Lehrpersonen zu rekrutieren.» Die KSBG weise heute ein hohes Ansehen auf und habe gute Beziehungen zur Region, zur Wirtschaft und zu Behörden.

Treibende Kraft im st.gallischen und nationalen Mittelschulwesen

Marc König setzte sich nicht nur für «seine» Schule ein. Während Jahren war er auch eine treibende Kraft in der Entwicklung des st.gallischen und des nationalen Mittelschulwesens. Er präsidierte von 2009 bis 2014 die Kantonale Rektorenkonferenz und beteiligte sich in seiner langen Amtszeit in aktiver Form an vielen Projekten.

Im Jahr 2015 übernahm er ausserdem das bildungspolitisch wichtige und anspruchsvolle Amt des Präsidenten der Konferenz der Schweizerischen Gymnasialrektorinnen und -rektoren. In dieser Funktion setzt er sich bis heute für eine besonnene Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität ein.

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