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Nach 138 Jahren schliesst die Max Mitschjeta AG: 37 Angestellte verlieren in Gossau ihre Arbeit

Auch das eingeleitete Konsultationsverfahren vermag die Gossauer Max Mitschjeta AG nicht vor der Schliessung zu retten. 37 Angestellte verlieren per Ende Mai ihre Arbeit.
Jonas Manser
Geschichtsträchtiges Unternehmen in Gossau: Im Jahr 1930 zog die Max Mitschjeta AG an die Bischofszellerstrasse 53. (Bild: PD)

Geschichtsträchtiges Unternehmen in Gossau: Im Jahr 1930 zog die Max Mitschjeta AG an die Bischofszellerstrasse 53. (Bild: PD)


Nach 138 Jahren ist Schluss mit der Max Mitschjeta AG in Gossau. Dies verkündete die Draht- und Metallwarenfabrik mit Galvanobetrieb Mitte Januar. Bereits jetzt prangt in roter Schrift auf der Website: «Die Max Mitschjeta AG beabsichtigt die Produktion per 31. Mai 2019 einzustellen.»

Daran konnte auch das eingeleitete Konsultationsverfahren nichts mehr ändern, das bis zum 5. Februar lief. «Zur gesamten Weiterführung der Produktion ist kein akzeptabler Vorschlag eingegangen», schreibt die Geschäftsleitung in einer Medienmitteilung.

Der Verwaltungsrat hat jedoch nicht nur Schlechtes zu verkünden. «Wir haben von Geschäftspartnern und Angestellten Vorschläge und Angebote erhalten, einzelne Produktionsbereiche, Maschinen sowie Personal zu übernehmen», heisst es weiter. Trotzdem muss das Familienunternehmen 37 langjährige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlassen. Ihnen wird laut der Geschäftsleitung eine freiwillige Abgangsentschädigung ausgerichtet. Des Weiteren würde das Unternehmen sie soweit als möglich bei der Stellensuche unterstützen.

Geschäft bereits in der fünften Generation

Natascha, Patrick und Janós Mitschjeta führen das Unternehmen bereits in der fünften Generation. 1881 in Islikon TG gegründet, zog die Firma im Jahr 1930 nach Gossau. Sie stellt Drahtartikel unter anderem für Gastronomie, Industrie oder öffentliche Einrichtungen her.

Kombiniert mit der Blech- und Rohrverarbeitung mit interner Werkzeugmacherei und galvanischer Oberflächenveredelung zählte die Firma gemäss Mitteilung lange zu den schweizweit führenden Betrieben dieser Art. Doch der Wegfall von Gross- und Mittelserien führte zu Umsatzrückgängen.

Zunehmende Qualitätsanforderungen hätten durch den hohen Preisdruck wirtschaftlich nicht gedeckt werden können – hohe Investitionen wären nötig gewesen, um das Unternehmen erfolgreich weiterzuführen. Ausserdem fehle es der Gossauer Firma an Nachfolgern.

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