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Wie St.Galler Museen der Sommerhitze trotzen

Museen wollen im Sommer attraktiv bleiben: Das Historische und Völkerkundemuseum betreibt erstmals ein Café, im Kunstmuseum gibt es Tomatensuppe.
Livia Grob
Das Stadtpark-Café des Historischen und Völkerkundemuseums auf der Terrasse rechts, neben dem Haupteingang. (Bild: PD)

Das Stadtpark-Café des Historischen und Völkerkundemuseums auf der Terrasse rechts, neben dem Haupteingang. (Bild: PD)

Sommerferien, hohe Temperaturen und verführerische Badis: Angesichts dieser Bedingungen müssen Museen zusehen, dass sie nicht auf der Strecke bleiben. Jetzt locken sie Besucher mit Kaffee, Suppe und Handstickmaschine. «In den Ferien ist es insgesamt ruhiger», erklärt Irina Wedlich vom Kunstmuseum. Die Türen zu schliessen komme aber nicht in Frage. Besucher habe es immer.

Verschiedene Strategien

Das Historische und Völkerkundemuseum eröffnete im Juni erstmals ein Sommercafé. Auf der Terrasse sind Tische und Sonnenschirme aufgestellt, Getränke und Snacks können in Selbstbedienung geholt und an der Museumskasse bezahlt werden. Die Infrastruktur sei bereitgestellt, sagt Peter Müller vom Historischen und Völkerkundemuseum, die Besucher müssten das Angebot nur noch entdecken.

Er erhofft sich, das Museum damit attraktiver und zeitgemässer zu gestalten. Die kühle Fassade des fast hundertjährigen Gebäudes wirke durch den Eingang des Cafés lebendiger, das Lokal belebe das Museum zusätzlich. Es ist von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 16.45 Uhr, geöffnet und kann auch unabhängig von der Ausstellung besucht werden. Müller ist zufrieden mit den Reaktionen auf das Pilotprojekt. «Das Café öffnet nächstes Jahr seine Türen höchst wahrscheinlich wieder. »

Das Kunstmuseum lockt zur Feier von Andy Warhols 90. Geburtstag mit Gratis-Tomatensuppe für die Besucher. Am Montag, 6. August, zwischen 10 und 17 Uhr offeriert es jedem Besucher eine Dose «Campbell’s Tomato Soup». Berühmt wurde der Pop-Art Künstler Warhol durch verschiedenste Darstellungen ebendieser Suppendosen.

Montags ist das Museum zwar geschlossen, Warhol-Fans sollen aber einfach läuten, um Einlass zu erhalten. Belohnt würden sie mit einem Blick auf ein Werk des verstorbenen Künstlers und einer Dose «Campbell’s», sagt Irina Wedlich. Überrascht war sie von den hohen Besucherzahlen der letzten Woche. Einige Hundert Kunstinteressierte besuchten trotz Badiwetter die Ausstellung des Museums.

Wenige Einheimische, mehr Touristen

Das Textilmuseum setzt auf bewährte Klassiker. «Unsere Handstickmaschine ist immer sehr beliebt», erzählt Luzia Schindler. Einige Besucher würden sogar nur deswegen kommen. Der Ausstellungsplan und die Rahmenveranstaltungen seien unabhängig vom Wetter erstellt worden. Extraangebote, um mit der Sommerhitze konkurrieren zu können, gebe es daher nicht. Über mangelnde Besucher beklagt sie sich ebenso wenig. «Unter der Woche haben wir viele Touristen hier. »

Toni Bürgin, Direktor des Naturmuseums, sagt: «Diesen Juni hatten wir sicher weniger Besucher als letztes Jahr.» Das schöne Wetter würde die Besucherzahlen senken. «Auf Touristen kann man aber immer zählen», sagt Bürgin. Die kämen bei jedem Wetter. Doch auch das Naturmuseum muss stets darauf bedacht sein, für Besucher attraktiv zu bleiben. Der blühende Park um das Museum sei nicht nur Dekoration, er stelle eine Erweiterung der Ausstellung des Museums dar. Abgüsse von Versteinerungen und Pflanzen in Hülle und Fülle finden sich dort.

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