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Mühleggbahn St.Gallen: Nur noch auf drei Seiten verglast

Derzeit wird das Bähnchen zwischen der südlichen St.Galler Altstadt und St.Georgen umfassend saniert. Jetzt gab’s einen ersten Blick auf das Design der neuen Kabine. Es stammt von einem Einheimischen.
Reto Voneschen
Die neue Kabine der Mühleggbahn. (Bild: PD)

Die neue Kabine der Mühleggbahn. (Bild: PD)

Die neue Kabine der Mühleggbahn ist knallrot und – wie schon bisher – grosszügig verglast. Wie bisher sollen Scheinwerfer bei der Fahrt bergauf und bergab den Tunnel erhellen, so dass die Passagiere das imposante Gewölbe vom Ende des 19. Jahrhunderts und die Schienen sehen können. Grösster Unterschied zur «alten» Bahn: Ein- und ausgestiegen wird nicht mehr auf der Seite der Kabine, sondern an deren Frontseiten.

Mit Stehwand und viel Glas

Der Entwurf für die neue Bahnkabine stammt von einem Einheimischen. Andreas Bechtiger ist in St.Georgen aufgewachsen. Heute lebt und arbeitet er auch dort. An der Generalversammlung der Mühleggbahn vom 7. Mai präsentiert er das neue Design. Das Rot der neuen Kabine entspricht der traditionellen Farbe der Bahn. Dach, Ausstieg und Unterbau sind schwarz gehalten.

Neu ist die Kabine nicht mehr rundum verglast. Die «Bergseite» wird als Wand gestaltet. Hier gibt es Stehplätze, bei denen man sich anlehnen kann. Die Bedienungselemente fürs Bähnchen befinden sich zwischen den «Anlehnflächen». Dass es im neuen Mühleggbähnchen keine Sitzplätze mehr geben soll, könnte noch zum Diskussionsthema werden. Erste kritische Bemerkungen dazu finden sich in den Social Media.

Stehbänke anstelle der Klappsitze

In der neuen Mühleggbahn-Kabine wird es keine Klappsitze mehr geben, bestätigt Mühleggbahn-Verwaltungsratspräsident Philip Schneider. Diese seien in der alten Kabine angesichts der kurzen Fahrzeit kaum benutzt worden. Stattdessen werden neu sogenannte Stehbänke angebracht, an die man anlehnen und auf denen man halb sitzen kann.

Ihre Gestaltung sei mit dem Kabinenbauer entwickelt worden, betont Philip Schneider. Mit «Inclusion Handicap», dem Dachverband der Behindertenorganisationen, sei über die gewählte Lösung ebenfalls eingehend diskutiert worden. Und der Verband sei mit der Gestaltung der neuen Kabine ohne Klappsitze einverstanden.

Die Verantwortlichen der Mühleggbahn seien überzeugt, dass dem Fahrgast mit den Stehbänken mehr gedient sei als mit sperrigen Klappsitzen, ist Philip Schneider überzeugt. Solche Stehbänke kämen auch andernorts zum Einsatz, so etwa an ÖV-Haltestellen in London

Freie Sicht auf die Steinach

Die Seite der Kabine gegenüber der «Stehwand», quasi die «Talseite», ist grosszügig verglast. So sollen die Fahrgäste auf dem Teilstück von der Talstation bis zum Nordportal des Tunnels einen unbehinderten Ausblick auf die Steinach haben. Fenster befinden sich zudem in den Türen an den Stirnseiten der Kabine. Fürs Wageninnere ebenfalls geplant sind Bildschirme mit Fahrgast-Informationen.

Auf viele Fahrgäste würden die Veränderungen von der alten zur neuen Bahn vermutlich nicht wirklich spektakulär wirken, sagte Verwaltungsratspräsident Philip Schneider an der Generalversammlung der Mühleggbahn AG. Das rühre zum einen daher, dass der Löwenanteil der Investitionen von 5,5 Millionen Franken für die Bahnsanierung in den Tunnel und die Modernisierung der Bahnanlagen fliesse. Bei der Kabine wiederum baue man auf Bewährtem auf und entwickle es weiter.

Das grosse Fest ist für 17. November geplant

Die Sanierung der Mühleggbahn dauert voraussichtlich bis Ende Oktober. Derzeit wird vor allem im Tunnel gearbeitet. Nach Abschluss der Bauarbeiten müssen die neuen Anlagen vom Bundesamt für Verkehr abgenommen werden. Das Eröffnungsfest für die neue Mühleggbahn findet am 17. November statt. Gefeiert wird gleichzeitig das 125-Jahr-Jubiläum der Bahn.

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