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Mörschwil startet neue Betreuung

Die Gemeinde nimmt ein Anliegen von Eltern auf: Ab kommendem Schuljahr wird eine Tagesbetreuung für Mittelstufenschüler angeboten. Der Versuch läuft ein Jahr, das Interesse ist noch verhalten.
Johannes Wey
In der Tagesbetreuung sollen die Mittelstufenschülerinnen und -schüler beispielsweise Hausaufgaben machen. (Bild: Keystone)

In der Tagesbetreuung sollen die Mittelstufenschülerinnen und -schüler beispielsweise Hausaufgaben machen. (Bild: Keystone)

Seit vier Jahren haben die Mörschwiler eine Kindertagesstätte, die vor allem von Kleinkindern genutzt wird. Um auch Mittelstufenschülerinnen und -schüler aufzunehmen, brauche es eine andere Lösung, fanden Eltern. Deshalb regten sie bei Schul- und Gemeinderat eine schulergänzende Betreuung an. Und stiessen auf offene Ohren.

Anmelden ab Anfang Juni

Nun startet auf das kommende Schuljahr ein Pilotbetrieb: Von Montag bis Freitag, ausgenommen Mittwoch, können Kinder von 15.30 bis 18 Uhr unter Aufsicht die Freizeit verbringen oder Hausaufgaben lösen. Sofern die Eltern einwilligen, sollen sie auch im Freien Fussball spielen oder sich anderweitig bewegen können, sagt Schulleiter Emil Wick. Er gehört der Arbeitsgruppe an, die das Projekt aufgleist. Ebenfalls dabei sind weitere Vertreter des Schulrats sowie des Gemeinderats und der Kita.

Anmelden kann man sich ab Anfang Juni, wenn die Stundenpläne für das neue Schuljahr vorliegen und sich abzeichnet, wann die Schüler Musikunterricht oder ähnliches besuchen. Wie viele Kinder das Angebot in Anspruch nehmen werden, ist deshalb laut Wick noch offen und dürfte erst Ende Juni klar sein.

Nach einem Raum wird noch gesucht

«Wir gehen vorerst von einer kleinen Anzahl Kinder aus. Aber wir lassen uns überraschen.» Eine Umfrage unter 120 Mörschwiler Familien habe zwar «ein gewisses Interesse» gezeigt, wie es im Amtsbericht der Schulgemeinde heisst. Gemäss einer Bedarfsabklärung dürfte sich die Zahl der betreuten Kinder aber je nach Tag auf drei bis acht beschränken. «Wie viele Schulkinder dann tatsächlich angemeldet werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen», sagt Wick.

Offen ist auch, wo genau und von wem die Kinder betreut werden. «Wir suchen nach einem Raum in der Nähe des Schulareals», sagt Wick. Das sorge einerseits für kurze Wege, andererseits könnten die Schülerinnen und Schüler dort im Freien spielen. Auch Betreuungspersonen sind noch keine angestellt.

Bis die Eltern über die Anmeldung entscheiden, muss auch klar sein, wie viel die Betreuung kostet. Die Elternbeiträge werden nicht kostendeckend sein, sagt Wick. Für August bis Dezember wurden für das Pilotprojekt 5000 Franken budgetiert.

Pläne gibt es auch in Gaiserwald

Pläne für einen Versuchsbetrieb für schulergänzende Betreuung werden derzeit auch in Gaiserwald verfolgt. Hier hatten im vergangenen Sommer ebenfalls Eltern eine Petition beim Gemeinderat eingereicht. Gleichzeitig stand das Thema beim Schulrat auf der Liste der Legislaturziele, wie Schulpräsident Jürg Seitter erklärt. Auch bei der Schule hatte es wiederholt Anfragen von Eltern gegeben.

In einer Umfrage unter den Eltern von rund 700 Kindergärtlern und Primarschülern habe sich gezeigt, dass gut die Hälfte der Kinder schon heute in irgendeiner Form fremdbetreut werde, vorwiegend durch Verwandte und Bekannte. Eine Mehrheit der Umfrageteilnehmer könne sich vorstellen, eine schulergänzende Betreuung zu nutzen, wie damals mitgeteilt wurde.

Eine Arbeitsgruppe hat einen Zwischenbericht ausgearbeitet, um diesen dem Gemeinderat zu übergeben, der darüber befindet, wie Seitter erklärt. «Wir hoffen, dass es noch vor den Sommerferien soweit ist.» Stimmt der Gemeinderat zu, könnte in den drei Gaiserwalder Primarschulhäusern wie in Mörschwil schon bald eine Pilotphase starten. «Dann könnten wir abschätzen, wie viele Kinder das Angebot tatsächlich wahrnehmen würden», sagt Seitter. Allerdings werde die Platzzahl in der Pilotphase auf jeden Fall beschränkt sein, da in den Schulhäusern nicht viel Raum vorhanden ist. (jw)

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