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Nach jahrelangem Hickhack: Mörschwil kann das neue Pflegezentrum bauen

Das Wohn- und Pflegezentrum in Mörschwil kann gebaut werden. Die Visiere sind verschwunden. Ziel ist der Baubeginn im nächsten Sommer. Der Rechtsstreit ist aber noch nicht ganz ausgestanden.
Perrine Woodtli
Die Bauvisiere auf der Mörschwiler Burgerwiese wurden in den vergangenen Tagen entfernt. (Bild: Perrine Woodtli)

Die Bauvisiere auf der Mörschwiler Burgerwiese wurden in den vergangenen Tagen entfernt. (Bild: Perrine Woodtli)

Bei vielen Bauvorhaben geht es ruckzuck: Die Visiere werden gestellt, stehen wenige Wochen, werden entfernt, und bald darauf rücken die Bagger an. Nicht so in Mörschwil. Dort gehörten die Visiere für das neue Pflegezentrum auf der Burgerwiese beinahe schon zum Dorfbild.

Nun konnten sie nach fünf Jahren entfernt werden. Denn jetzt ist klar: Das Pflegezentrum kann gebaut werden. Der Baustart für das rund 27-Millionen-Projekt wird seit Jahren durch Einsprachen blockiert. Ein Anstösser ist besonders hartnäckig und zog bis vor Bundesgericht, das 2017 zugunsten der Gemeinde entschied. Der Einsprecher reichte aber auch eine Rechtsverweigerungsbeschwerde bei der Kantonsregierung ein. Diese entschied ebenfalls im Sinne der Gemeinde, worauf der Einsprecher den Entscheid ans Verwaltungsgericht weiterzog. Das Urteil steht noch aus.

Die rechtlichen Abklärungen ergaben jetzt aber, dass die pendente Beschwerde keine aufschiebende Wirkung auf das Bauvorhaben hat. Somit ist die Baubewilligung rechtskräftig. Er sei natürlich froh über diese Nachricht, sagt Mörschwils Gemeindepräsident Paul Bühler.

«Wirklich schön wäre aber, wenn der Spatenstich bereits erfolgt wäre.»

Unterlagen aus der Schublade holen

Der Spatenstich ist für Sommer 2019 vorgesehen, sechs Jahre nach dem ursprünglich geplanten Start. Zunächst sind die Fachplaner und -ingenieure sowie die Betreiberin des Pflegezentrums, die Sensato AG, gefordert. Der Gemeinderat hat die Parteien beauftragt, die Baupläne zu überprüfen und die Arbeitsvergaben vorzubereiten. «Das Projekt entstand damals ja gemeinsam mit der Di-Gallo-Gruppe, der ursprünglichen Betreiberin», sagt Bühler. Die Di-Gallo-Gruppe zog sich 2017 aber wegen des juristischen Hickhacks als Betreiberin zurück.

Paul Bühler, Gemeindepräsident Mörschwil

Paul Bühler, Gemeindepräsident Mörschwil

Seit Frühling ist bekannt, dass die Sensato AG einspringt. «Diese hat die Pläne zwar schon grob angeschaut. Nun muss sie aber alles vertieft mit den Architekten überprüfen.» Die Unterlagen seien jahrelang in einer Schublade gelegen. «Der Prozess muss zuerst wieder aufgerollt werden. Das benötigt Zeit», sagt Bühler. Ob nächstes Jahr wirklich gebaut wird, will er noch nicht versprechen.

«Dieses Projekt hat gezeigt, dass wirklich immer alles passieren kann.»

Rückschläge gab es nicht nur wegen der Einsprachen und der Di-Gallo-Gruppe. Schon am Anfang gab es Widerstand gegen den privaten Betreiber und wegen des Standorts. Bühler weist daraufhin, dass es auch beim Submissionsverfahren zu einem Rechtsverfahren kommen könnte, wenn ein unterlegener Anbieter klagen würde.

«Uns wurden so viele Steine in den Weg gelegt, dass ich mir nicht mehr 100 Prozent sicher sein kann, was den Zeitplan anbelangt.»

Sofern aber keine weiteren Steine hinzukommen, sei der Baubeginn Mitte 2019 realistisch. «Die Hoffnung ist jedenfalls gross.»

Somit erlebt Paul Bühler den Spatenstich womöglich doch noch in seiner Amtszeit. Diese Woche teilte er mit, dass er bis Ende 2020 im Amt bleibt. Für die Eröffnung aber wird es so oder so nicht mehr reichen. Die geplante Bauzeit des Pflegezentrums beträgt zwei Jahre. «Ich gönne das meinem Nachfolger», sagt Bühler. «Ich werde trotzdem sicher bei der Eröffnung dabei sein.»

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