Modeschau in Rorschach: «Ostschweizerinnen werden modisch mutiger»     

Alles drehte sich am Samstag im Forum Würth um die Mode. Die Boutique «La Scala» präsentierte die neusten Windertrends. Der Verein Swiss Textile Collection bot hochwertige Stücke aus vergangenen Zeiten an.

Lisa Wickart
Drucken
Teilen
So sieht Mode à «La Scarpa» aus: Gedeckte Farben und knallige Akzente haben die Modeschau im Forum Würth Rorschach dominiert. (Bild: Lisa Wickart)

So sieht Mode à «La Scarpa» aus: Gedeckte Farben und knallige Akzente haben die Modeschau im Forum Würth Rorschach dominiert. (Bild: Lisa Wickart)

Eine junge Frau steigt auf die kleine Bühne im Foyer vor dem Kunstcafé im Forum Würth Rorschach. Vor ihr sitzen rund 50 Zuschauer und mustern sie gespannt. Eine Klaviermelodie erklingt, die Frau hebt ihr Mikrofon an und beginnt zu singen. Hinter einer Wand kommt ein Model hervor, eingekleidet mit hohen Schuhen, buntem Rock und langem Mantel.

Mütze, Pullover und Handtasche (Bild: Lisa Wickart)

Mütze, Pullover und Handtasche (Bild: Lisa Wickart)

Elegant schreitet sie auf die Zuschauer zu, an ihnen vorbei und wieder zurück. Ein weiteres Model tritt hervor und folgt dem Weg ihrer Vorgängerin. Die Frauen tragen Wintermode, mal in warmen Farbtönen, mal in knalligen Farben wie pink oder gelb. Eines der Models trägt einen seidenen, schwarzen Foulard um den Hals, ein anderes hält eine elegante Tasche in der Hand.

Ein weiteres Kleid aus der Kollektion. (Bild: Lisa Wickart)

Ein weiteres Kleid aus der Kollektion. (Bild: Lisa Wickart)

So hat die Rorschacher Modeboutique «La Scala» am Samstag die neusten Modetrends für den diesjährigen Winter präsentiert. «Der Anlass ist jedes Jahr ein voller Erfolg», sagt Giulia Monaci. Die La-Scala-Besitzerin hat die Modenschau im Forum Würth bereits zum dritten Mal organisiert. Die Italienerin betont, dass hinter dem Anlass sehr viel Arbeit stecke. Für die aktuelle Modenschau habe das La-Scala-Team 14 Models mit je drei Outfits eingekleidet.

Outfit je nach Typ

«Es braucht viel Planung, welche Kleidungsstücke wir wie präsentieren möchten und welche Frau welches Outfit tragen soll», sagt Monaci. So komme es vor, dass sie kurz vor der Modenschau Kleidungsstücke auswechseln müsse, damit alle Outfits richtig sitzen und zum jeweiligen Model passen würden. Die Boutiquenbesitzerin sagt:

«Die Trägerin und das Outfit müssen eins sein.»

In der Ostschweiz sind laut Monaci momentan Mäntel in verschiedenen Längen und Farben im Trend. Gedeckte Töne, wie schwarz oder weiss seien beliebt, ebenso wie Akzente in knalligen Farben. Was die Frauen in Mailand und Paris bereits in der früheren Saison getragen haben, ist laut Monaci jetzt hier im Trend. Sie stellt jedoch einen Wandel fest: «In der Ostschweiz gibt es immer mehr mutige Frauen, die sich modetechnisch etwas trauen», sagt sie.

Bild: Lisa Wickart

Bild: Lisa Wickart

Alle Kleider, die die jungen Frauen an der Modenschau getragen haben, sind bei «La Scala» erhältlich. Die Outfits sind aus der laufenden Herbst- und Winterkollektion des Geschäfts. Aber auch Einblicke aus der kommenden Mode hat Monaci dem Publikum gewährt. «Wir haben Teile aus der frühen Frühlingskollektion gezeigt», sagt sie. Etwa T-Shirts, bedruckt mit verschiedenen Schriftzügen.

«80er-Jahre sind wieder in»

Im Forum Würth gab es am Samstag nicht nur neue Kleidung zu sehen, sondern auch Mode aus vergangenen Zeiten. So hat der Verein «Swiss Textile Collection» Vintage-Teile und aus den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren verkauft. Der Verein sammelt Kleidungsstücke aus dem Schweizer Textilhandwerk und organisiert Ausstellungen und Kurse. «Alle Stücke, die es nicht in die Sammlung geschafft haben, verkaufen wir», sagt Präsidentin Rosmarie Amacher.

Zur Zeit seien besonders Kleider aus den 1980er-Jahren beliebt. «Viele Frauen tragen gerne Kleidung mit breiten Schultern, in Kombination mit einer engen Taille», sagt sie. Stile aus vergangenen Zeiten kämen immer wieder auf und würden erneut modern werden.

Galaktisches in Silber: Willkommen im Mode-Weltraum

Cyborg-Chic, Silber und Kleider wie aus Star Trek: Noch können wir nicht auf dem Mond leben – aber zumindest so aussehen als ob. Der futuristische Look ist keine Zukunftsmusik, sondern eine modische Rückbesinnung auf die Sechzigerjahre.
Helen Lagger