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Kommentar

Mit seinem Geschenk schafft der Wittenbacher Gemeinderat vertrauen

Mit einer Steuersenkung will Wittenbach das Eigenkapital halbieren. Ein kluger Schritt.
Daniel Wirth
Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

2017 hatte die Gemeinde Wittenbach nach einem starken Anstieg für kurze Zeit den höheren Steuerfuss als die Stadt St.Gallen. Das ist passé: Die Vorortgemeinde hat die Hauptstadt im Steuerwettbewerb überholt – nicht um Lichtjahre, aber um Längen.

Oliver Gröble, seit Februar dieses Jahres parteiloser Gemeindepräsident in Wittenbach, dreht wie sein christlich-demokratischer Vorgänger Fredi Widmer weiter an der Steuerschraube – allerdings nicht mit dem gleichen Drehmoment. Er will den Steuerfuss im kommenden Jahr behutsam um zwei Prozentpunkte herunterholen. Der Gemeinderat will einen Jo-Jo-Effekt vermeiden: Der Steuerfuss soll sicher bis 2024 nicht nach oben korrigiert werden.

Die Rechnung des Gemeinderates dürfte aufgehen: Denn er kann künftige Defizite mit Eigenkapitalbezügen decken. Das Eigenkapital soll bis 2024 um rund 50 Prozent reduziert werden. Das könnte die Behörde auch auf andere Weise tun als mit einer Steuersenkung. Das tut sie aber nicht, und das ist klug: Sie will stattdessen den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern etwas zurückgeben. Gröble, der überraschend ins Gemeindepräsidium gewählt wurde, bildet mit diesem Schritt Vertrauen. Denn wer von sich aus etwas zurückgibt, hat es einfacher, bei Bedarf mehr Steuern einzufordern.

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