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Rorschach will mit Openair-Pianos die Stadt beleben

Die Bevölkerung Rorschachs soll im Spätsommer ihr musikalisches Talent beweisen. In der Hafenstadt werden drei Klaviere zur freien Benützung aufgestellt. Die ursprüngliche Idee stammt von einem Briten.
Rebecca Frei
So in etwa könnte die Umsetzung des Projekts aussehen. Aufgestellt werden jedoch Pianos, keine Flügel. (Bild: Visualisierung: imblick, Goldach)

So in etwa könnte die Umsetzung des Projekts aussehen. Aufgestellt werden jedoch Pianos, keine Flügel. (Bild: Visualisierung: imblick, Goldach)

Vom 8. bis 22. September werden an drei noch nicht bekanntgegebenen öffentlichen Plätzen bespielbare Klaviere aufgestellt. Jeder, ob Könner oder Laie, ist dazu eingeladen, sich an eins der Instrumente zu setzen und drauf los zu spielen. In einer Mitteilung des Organisationskomitees heisst es, dass die Menschen mit Hilfe dieses Projekts ihre gewohnte Umgebung mit anderen Augen und Ohren erleben und gleichzeitig beleben können. Die Pianos sollen dazu auffordern, als Solist oder als Begleitung mit anderen Instrumenten seine musikalischen Ambitionen zu zeigen.

Die drei Klaviere sollen auch optisch auffallen. Daher suchen die Verantwortlichen des Projekts «Pianos am See» junge Künstler und kreative Köpfe, welche die Instrumente originell gestalten. Zusätzlich werden Handwerksbegeisterte gesucht, die bei der Installation und dem zweiwöchigen Betrieb des Projekts mithelfen wollen.

Als Einstieg wird vom 11. August bis am 1. September ein «warm-up» stattfinden, das jeweils am Samstagvormittag unter dem Pavillon am Marktplatz abgehalten wird. Laut Markus Fäh, Leiter Bau und Stadtentwicklung, ist das Ziel dieses Anlasses, die Bevölkerung der Stadt Rorschach auf die Strassen zu locken. Es soll ein Treffpunkt entstehen, an dem sich die Menschen regelmässig zusammenfinden und zusammen der Musik lauschen können. «Wenn die Idee dieses wöchentlichen Treffpunkts gut ankommt, können wir uns gut vorstellen, sie im nächsten Frühling wieder aufzugreifen», sagt Fäh. Das Projekt «Piano am See» hat demnach zwei Kernaufgaben: Es soll die Stadt beleben und die Menschen zum öffentlichen Musizieren anregen.

Inspiriert durch Kunst in Metropolen

Abgeschaut haben sich die Organisatoren von «Pianos am See» die Idee beim britischen Künstler Luke Jerram. Dieser rief 2008 das Projekt «Play me, I’m yours» (zu Deutsch: Spiel mich, ich bin deins) ins Leben, bei dem er bis heute in 60 Grossstädten, wie New York, London und Melbourne gesamthaft über 1890 Pianos installiert hat. Diese Klaviere wurden ebenfalls von lokalen Künstlern dekoriert und sollten der Bevölkerung die Möglichkeit geben, in Parks, neben Denkmälern und an Bahnhöfen zu musizieren. Jerrams Projekt läuft noch immer und er wird auch noch über 2019 hinaus mit seiner Idee durch die Städte der Welt ziehen.

Eine ähnliche musikalische Aktion hat es in Rorschach schon einmal gegeben. 2009 wurde ein schwarzer Flügel auf dem Floss vor der Badhütte installiert, auf dem mutige Improvisationskünstler sich an den 88 Tasten probieren konnten.

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