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Velofahrer erkunden Wittenbachs «Mörderstrecke»

Schwellen, Randsteine und unübersichtliche Kreuzungen: Auf einer Tour haben Velofahrerinnen und Velofahrer Unannehmlichkeiten und Gefahren in Wittenbach ausfindig gemacht.
Johannes Wey
Auf der St. Gallerstrasse gab es auch dieses Jahr schwere Unfälle mit Velofahrern. (Bild: Johannes Wey)

Auf der St. Gallerstrasse gab es auch dieses Jahr schwere Unfälle mit Velofahrern. (Bild: Johannes Wey)

Der Konvoi ist gut durchmischt: Ein älterer Herr auf dem Mountainbike in Velokleidung, eine Dame mit Leuchtweste auf dem E-Bike, eine junge Frau mit Anhänger am Zweirad. Und auch Gemeindepräsident Oliver Gröble zeigt im blauen Anzug, auf einem elektrifizierten Mountainbike mit Breitreifen Profil. Die SP hat eingeladen, die Schwachpunkte im Wittenbacher Velowegnetz zu benennen.

An die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Velotour fahren durch den Gemeindehauskreisel, überqueren die Grünaustrasse und erklimmen den kombinierten Geh- und Radweg. Es folgen weitere Schwellen, unübersichtliche Kreuzungen und eine schwer verständliche Linienführung.

Grünaustrasse wird bald saniert

Bei der Coop-Tankstelle will Paul Baumann-Aerne von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wissen, wie sie die Strecke erlebt haben. Er hat die Tour für die SP Wittenbach-Häggenschwil-Muolen organisiert. Die gesammelten Kritikpunkte sollen später der Gemeinde übergeben werden. Oliver Gröble und Bauverwalter Daniel Worni, der ebenfalls im Sattel sitzt, bekommen aber bereits an diesem Donnerstagnachmittag einiges zu hören.

Die Grünaustrasse sei aus seiner Sicht das Paradebeispiel einer missglückten Lösung, sagt Baumann. Und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer pflichten ihm bei. Die vielen Randsteine seien vor allem nachts gefährlich, sagt einer. «Und schlecht für den Rücken», ergänzt eine Teilnehmerin. «Die Grünaustrasse ist in Planung», beschwichtigt Worni. 2022 soll sie umgebaut werden, unter anderem soll Tempo 30 eingeführt werden.

Die Velostreifen seien eben mit Blick auf Freizeitsportler angelegt worden, während heute viele das Velo als Transportmittel nutzten, sagt Velopendler Baumann. Der neue Velostreifen an der Bahnhofstrasse ist aus seiner Sicht «das Beste, was Wittenbach derzeit den Velofahrern zu bieten hat». Allerdings blockiert auch hier ein Baustellenkran einen der Streifen. «Hier zeigt sich die Prioritätensetzung.» Das sehen auch die Teilnehmer so. Im Winter seien es die Schneemaden, das übrige Jahr Hecken und Blumenrabatten, die bei Radstreifen nicht zurückgeschnitten würden.

Die Gemeinde bekommt noch Post

Von der Bahnhofstrasse geht es hoch zur alten Post in Kronbühl und wieder hinunter zur Kronenkreuzung. «Langsam beginnt die Stosszeit. Das wird sicher lustig», sagt Baumann sarkastisch. «Eine Mörderstrecke», stellt ein Velofahrer fest. Auch dieses Jahr gab es hier mehrere schwere Unfälle.

Rund ein Dutzend aus Sicht der SP neuralgische Punkte werden auf der Tour angefahren und diskutiert. Zum Schluss tragen die Velofahrerinnen und Velofahrer Massnahmen zusammen, um ihren Alltag sicherer zu machen. Die SP wird diese mit ihren eigenen Kritikpunkten und Vorschlägen abgleichen und an die Gemeinde weiterleiten.

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