Mit dem Handörgeli nach Afrika: Am Unteregger Maskenball treffen Zebras auf Schweizer Volksmusik

Der alljährliche Maskenball in Untereggen fand unter dem Motto «Hakuna Matata» statt und lockte viele Besucher an. Organisiert hat die Veranstaltung die Landjugend St.Gallen-Bodensee.

Lena Müntener
Drucken
Teilen
Mit Bast und Knochen - nicht frei von Klischees wurden die Fasnachtskostüme am Unteregger Maskenball ausgesucht.

Mit Bast und Knochen - nicht frei von Klischees wurden die Fasnachtskostüme am Unteregger Maskenball ausgesucht.

Lena Müntener

Sich einmal im Jahr gehen lassen, dafür steht die fünfte Jahreszeit. Um 21.30 Uhr ist die Party schon voll im Gange. Luft-Zebras hängen von der Decke herunter und die Dekoration lässt ein Savannengefühl aufkommen. «Ich bin schon das siebte Mal hier», sagt eine junge Frau, verkleidet als Rangerin, beim Eingang mit einem Feldstecher in der Hand. Zu viert sind sie unterwegs und einheitlich verkleidet. Ihr Begleiter erzählt:

«Wir beginnen schon nach Motto-Bekanntgabe zu überlegen, wie wir uns verkleiden werden.»

Das Motto wird jedes Jahr pünktlich zum Fasnachtsbeginn am 11.November veröffentlicht und vom Organisationskomitee, das sich aus Mitgliedern der Landjugend zusammensetzt, bestimmt.

Jeder kennt hier jeden

Der jährliche Maskenball gleiche mehr einem Dorffest als einer Fasnacht, meint OK-Präsidentin Rebecca Streule. «Es ist ein schöner Anlass für das Dorf, damit alle zusammenkommen.» Auch ein Besucher, der sich in ein mittelalterliches Kostüm gesteckt hat, teilt diese Meinung. «Die Guggenmusik ist für mich nebensächlich. Man sieht so viele bekannte Gesichter.»

Ein Landjugendmitglied sieht das aber anders: «Die Guggenmusik ist immer ein Highlight für mich. Vor allem die Möttelisounders sind immer super», schwärmt die junge Frau.

Wer es lieber ein bisschen ruhiger angeht, kann es sich in der Kafistube gemütlich machen. Zu Schweizer Volksmusik schwingt man hier das Tanzbein. Eine vierköpfige Musikgruppe der Landjugend unterhält die Gäste mit ihren Schwyzerörgelis und anderen Instrumenten.

Zebras, Giraffen und Flamingos: 200 Besucher feiern die Narrenzeit

Etwas ist in diesem Jahr aber anders als in den vergangenen Jahren: Wer als eine einheitlich verkleidete Gruppe, bestehend aus fünf Personen, den Maskenball besucht, bekommt ein Freigetränk. «Wir wollten etwas Neues ausprobieren und die Leute noch mehr animieren, sich zu verkleiden», sagt die OK-Präsidentin.

Rund 200 Gäste erwartet die Landjugend jedes Jahr. Wenn man seinen Blick durch die Menge schweifen lässt, kann man erkennen, dass der eine oder andere dieses Angebot definitiv nutzt. Zebras, Giraffen und Flamingos, die Verkleidungen sind abwechslungsreich: Ein bunt gemischter Haufen, passend zu der Narrenzeit - das triff es am besten.

Mehr zum Thema