Mister Corona kommt an die Universität St.Gallen

Die öffentlichen Vorlesungen an der Universität St.Gallen haben wieder gestartet. Die HSG erwartet diesen Herbst prominente Gäste, darunter Daniel Koch, ehemaliger Corona-Chefbeamter.

Marlen Hämmerli
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Daniel Koch, Delegierter des Bundesamts für Gesundheit für Covid-19.

Daniel Koch, Delegierter des Bundesamts für Gesundheit für Covid-19.

Bild: Peter Klaunzer/Keystone

Covid-19 bleibt Thema an der Universität St. Gallen. Auf den Gängen, im Unterricht, aber auch in den öffentlichen Vorlesungen. Und das auf doppelte Weise. Zum einen muss man sich für öffentliche Vorlesungen anmelden und die Platzzahl ist beschränkt. Zum anderen hat die HSG Covid-19 eine Vortragsreihe gewidmet.

Anmelden kann man sich unter www.hsg.events/oeffentlichevorlesungen. Auf der Website sind alle Vorlesungen als Kacheln dargestellt. Auf einen Blick ist ersichtlich, wie viele Plätze noch verfügbar sind, welchem Fach die Vorlesung zugeordnet sind, um was es geht und wer doziert.

Daniel Koch und Susanne Wille sprechen zu Corona

Die sechsteilige Reihe startet am Montag und findet wöchentlich von 18.15 bis 19.45 Uhr statt. Ein prominenter Gast wird am 28. September erwartet: Dann spricht Daniel Koch, ehemaliger Corona-Chefbeamter, zu «Krisenmanagement zwischen politischer und wissenschaftlicher Rationalität». Die erste Vorlesung trägt den Titel «Die Pandemie als Krise von Gesellschaft und Demokratie?».

Am 12. Oktober ist Susanne Wille zu Besuch, ehemalige Moderatorin von «10 vor 10» und aktuelle Chefin des SRF-Kulturressorts. Sie spricht zur «medialen Verantwortung während einer gesellschaftlichen Krise».

Zusätzlich geht es in einer Reihe aus dem Fach Psychologie/Psychotherapie um «Angst, Furcht, Panik - macht Angst sehend oder blind?» Dies ebenfalls vor dem Hintergrund der Pandemie, die bei manchen Furcht oder gar Panik auslöste. Die Reihe startet am 13. Oktober und findet wöchentlich, jeweils von 18.15 bis 19.45 Uhr, statt.

Eltern sollen bei der Kinderuni draussen bleiben

Auch die Kinderuni startet wieder. Ins Audimax dürfen jeweils nur 300 Kinder. Eltern können die Vorlesung per Videoübertragung in einem anderen Raum verfolgen, heisst es im Programmheft.

Dieses Jahr dürfen aufgrund der Coronapandemie maximal 300 Kinder ins Audimax.

Dieses Jahr dürfen aufgrund der Coronapandemie maximal 300 Kinder ins Audimax.

Bild: Raphael Rohner

Die vierteilige Reihe startet am 28. Oktober, 15 bis 15.45 Uhr, mit einer Vorlesung zu Lebensmittelverschwendung. Eine Woche später geht es um Künstliche Intelligenz und warum Roboter durch Verstecken spielen schlauer werden». Weitere Themen sind, warum ein Flugzeug fliegt und wie man weiss, was man werden sol

Neue Reihe, diesen Herbst zum Brexit

Die HSG hat zudem eine neue Vortragsreihe ins Leben gerufen, die jedes Herbstsemester stattfindet. Der Titel: «HSG am Puls der Zeit». Dieses Semester geht es in der Reihe um den Brexit. Grossbritannien und die EU müssen die Austrittsverhandlungen bis Ende diesen Jahres abschliessen. Drei ausgewiesene HSG-Experten schätzen gemäss Programmheft die Lage ein, jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven.

So spricht am 10. November, 18.15 bis 19.45 Uhr, Thomas Burri zu «Nach der Sintflut: eine neue europäische Union?» Eine Woche später geht es darum, wie sich die Beziehung zwischen Europa und Grossbritannien nach 2020 weiterentwickeln wird. Simon Evenett schlisst die Reihe am 24. November ab mit einer Vorlesung auf Englisch. Das Thema: «Brexit means Brexit: So what will Brexit actually mean?» (Zu Deutsch «Brexit heisst Brexit: Was heisst Brexit also tatsächlich?»)

Das literarische Werk von Christoph Keller

Wie jedes Semester bietet die Universität St.Gallen eine Vorlesungsreihe mit einem lokalen Fokus an. Diesen Herbst geht es im die Provenienzforschung des Kunstmuseums St.Gallen. Die Reihe ist jedoch schon ausgebucht. Einen lokalen Aspekt weisst aber auch die Reihe zu Schweizer Literatur auf. Dozent ist nämlich der St.Galler Autor Christoph Keller.

Christoph Keller hält im Raum für Literatur Vorträge zu seinem Werk.

Christoph Keller hält im Raum für Literatur Vorträge zu seinem Werk.

Bild: Benjamin Manser

Seine Vorlesungsreihe heisst «Solange die Löwen nicht zu schreiben lernen». Das afrikanische Sprichwort warnt gemäss Programmheft: Solange die Löwen nicht zu schreiben lernen, wird jede Geschichte die Jäger verherrlichen. Keller nehme die drei Poetik-Vorlesungen zum Anlass, sein Werk neu zu besichtigen. Die Reihe startet heute Donnerstag und findet im Wochenrhythmus statt, jeweils 18.15 bis 19.45 Uhr, im Raum für Literatur.