Als Fabian Schär noch in der Kreuzbleiche Fussball spielte

Am Sonntag findet die 30. Ausgabe des Regiomasters des FC Fortuna statt. OK-Präsident René Bühler blickt zurück.

Ives Bruggmann
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Nationalspieler Fabian Schär (links) nahm einst mit Wils U20-Auswahl am Regiomasters teil.

Nationalspieler Fabian Schär (links) nahm einst mit Wils U20-Auswahl am Regiomasters teil.

Urs Jaudas

In diesem Jahr feiert das Regiomasters des Fussballclubs Fortuna St.Gallen sein 30-jähriges Bestehen. Aus einem als einmalig geplanten Anlass ist ein Turnier geworden, das im Ostschweizer Regionalfussball nicht mehr wegzudenken ist.

OK-Präsident und Initiator René Bühler ist seit der ersten Ausgabe dabei. Er hat miterlebt, wie der heutige Bundestrainer Deutschlands, Joachim Löw, vor über 20 Jahren in den Farben des FC Winterthur bester Torschütze des Turniers wurde. Aber auch spätere Bundesligaspieler wie Marwin Hitz oder aktuelle Nationalspieler wie Fabian Schär – 2010 im Einsatz für die U20 des FC Wil – hat Bühler kommen und gehen sehen. Folgende Episoden sind dem OK-Präsidenten in spezieller Erinnerung geblieben:

Trinkfeste Moskauer

Mitte der 90er-Jahre nahmen während dreier Jahre auch internationale Spitzenteams wie Lokomotive Moskau am Hallenturnier in der Kreuzbleiche teil. Mit einer gewissen Vorahnung baten die Organisatoren das Hotel, keinen Alkohol in den Minibars der Zimmer zu belassen. «Leider wurde dies unterlassen und die Rechnung fiel saftig aus. Wir haben uns dann trotzdem an fünfzig Prozent der Kosten beteiligt», sagt Bühler.

Löw und Wolf zu Gast

In dieser Zeit waren für Bühler auch die Begegnungen mit dem aktuellen deutschen Nationaltrainer Joachim Löw und dem Trainer der Stuttgarter Kickers, Wolfgang Wolf, sehr prägend. «Es verwundert mich nicht, dass sich beide im Fussball durchgesetzt haben. Bei Wolf hätte ich allerdings noch eine grössere Karriere erwartet», sagt Bühler. Nach seinem Engagement in Stuttgart war er noch in Wolfsburg und Kaiserslautern tätig, heute ist er Sportchef bei Lokomotive Leipzig.

Rekordteilnehmer Sager

Es ist nicht verbürgt, aber der Trainer des FC Rorschach-Goldach, Olaf Sager, ist mit etwa 15 Einsätzen als Spieler oder Trainer wohl der Rekordteilnehmer des Regiomasters. «Daraus ist auch ein sehr freundschaftlicher Kontakt entstanden», sagt Bühler.

Ein einmaliger Ärger

«Einen richtigen Ärger hatten wir eigentlich nur einmal, als ein Team und seine Fans sich völlig unsportlich und überzogen gegenüber einem Schiedsrichter benommen haben», sagt Bühler. Obwohl sich der Verein in der Folge entschuldigt hat, wurde der Club drei Jahre nicht mehr eingeladen. «Da es sich um ein Einladungsturnier handelt, erwarten wir von den Teams, dass sie sich wie Gäste benehmen», so Bühler. Dass die Fairness bei den Organisatoren des Regiomasters einen hohen Stellenwert geniesst, beweist die neue Regel, welche eine Grätsche als Foul wertet.

Treue Unterstützer

Die Hauptsponsoren halten dem Turnier seit vielen Jahren die Treue. Bei manchen sind es sogar über 20 Jahre. «Dafür sind wir sehr dankbar. Dass es uns aber als Verein jedes Jahr gelingt, weit über 100 Matchballspender zu finden, ist einzigartig», sagt Bühler. 50 Franken gehen dabei immer in die Mannschaftskasse der Teams.

Der beste Jongleur

1992 und 1994 gab es drei beste Torschützen. Um den Sieger zu ermitteln, kam es zu einem Wettbewerb. Wer am weitesten jonglieren konnte, gewann den Pokal des besten Torschützen. «In unseren Annalen sind aber alle Spieler als beste Torschützen aufgeführt», so Bühler.

Barnetta als Gast am Neujahrsapéro




In der Pause des Fussballturniers findet am Sonntag um 12.30 Uhr zum 14. Mal ein Neujahrsapéro statt. Dabei stellen sich in diesem Jahr zwei ehemalige Fussballer den Fragen: Tranquillo Barnetta und Lior Etter. Das Motto des Gesprächs lautet: Zwei Fussballer mit unterschiedlichen Wegen. Auf der einen Seite mit Barnetta der wohl beste und erfolgreichste Ostschweizer Fussballer überhaupt, der im vergangenen Jahr beim FC St. Gallen zurücktrat. Auf der anderen Seite Etter, der bereits mit 20 Jahren als vielversprechendes Talent des FC Luzern genug hatte. Heute leitet Etter mit seinem Bruder die Non-Profit-Organisation Wasser für Wasser (WfW) und setzt sich damit für einen sicheren Zugang zu sauberem Wasser für alle Menschen ein. Moderiert wird die Gesprächsrunde von Dominic Ledergerber. (red)