Zwischennutzung «1000m2» in Rorschach ist bald Geschichte: Es entstehen Wohnungen

Das Projekt «1000 m2» an der Mariabergstrasse 21 in Rorschach neigt sich dem Ende zu. Nächstes Jahr könnte das Konzept «Maria baut» starten, durch das neue Mietwohnungen entstehen sollen.

Lena Müntener
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Holzpflöcke auf dem Gelände markierten die Umrisse des Projekts «Maria baut». (Bild: Lena Müntener)

Holzpflöcke auf dem Gelände markierten die Umrisse des Projekts «Maria baut». (Bild: Lena Müntener)

Die Werkstatt «LernEtwas», die mit Flüchtlingen arbeitet, Künstlerateliers, die «Macherstube», ein junger Verein, der multimediale Projekte im Bereich Foto, Film, Animation sowie Design realisiert und der Vespa Club Rorschach. Dies sind nur einzelne Projekte, welche bei «1000 m2» mitwirken.

«Je besser die Idee, desto günstiger die Miete.»

Nach diesem Motto suchte Stürm, vor knapp zwei Jahren, neue Mieter mit kreativen Ideen für die Zwischennutzung des leer stehenden Gebäudes.

So kehrte wieder Leben in die Büroräume. Dies konnte man am vergangenen Samstag an der Mariabergstrasse, am Tag der offenen Türen, erleben. Dabei stellten sich nicht nur die Werkstätten, Studios oder Ateliers vor, sondern auch das Projekt «Maria baut» selbst.

Nicht städtebaulich und viel Grün

Schon zu Beginn hat Isa Stürm geplant, die Gebäude eines Tages für Mietwohnungen zu nutzen. Es liege ihr sehr am Herzen, dass diese Wohnungen zu einem bezahlbaren Preis vermietet werden können. Letzten Samstag markierten Holzpflöcke auf dem Grundstück die Umrisse des Projekts. Die zukünftigen Bewohner sollen dann dreieinhalb Zimmer- und viereinhalb Zimmerwohnungen erwarten.

Die viereinhalb Zimmerwohnungen sollen zweistöckig sein und durch eine Terrasse in die Wohnung gelangen. Das Konzept solle ähnlich dem eines Reihenhauses sein. Die Terrasse, von Stützen getragen, simuliert das Trottoir und jede Wohnung bekommt einen Vorgarten, der zum Wohnungseingang führt. Das Treppenhaus soll nicht geschlossen sein. Der Vorgarten soll, wegen der vielen Hitze und Sonneneinstrahlung der Südseite, in einer Sonnenschutzzone liegen.

Zu den Wohnungen werden zusätzlich noch eine Parkgarage mit etwa 30 Parkplätzen, ein Obstgarten und ein Spielgarten gehören. Für die Wohnungen, die zur Gartenseite zeigen, wird eine farbenfrohe Fassade geplant. Die Fensterpaneele und Türen sollen, wie bei einem Bienenstock, von den Primärfarben geschmückt werden.

Projekt soll nicht ganz verschwinden

Nun stellt sich die Frage, ob für die Mitwirkenden von «1000 m2» nach den Umbauten an der Mariabergstrasse auch noch Platz sein wird. Isa Stürm informiert:

«Wir haben Gewerberäume und einen grossen Aufenthaltsraum für ‹1000 m2› eingeplant.»

Zusätzlich sollen noch sechs Atelierwohnungen angeboten werden. Jedoch müssen dann die Mieten strikt vorgegeben werden.

Da die Auflösung des Mietvertrages schon von Anfang an kommuniziert wurde, konnten sich die Zwischennutzenden schon von Anfang an darauf einstellen, dass sie sich irgendwann eine neue Bleibe suchen müssen. Das Projekt wurde ihnen schon vor dem Tag der offenen Türen vorgestellt. Josias Bruderer, Mitinhaber der «Macherstube» sagt:

«Wir geniessen hier jetzt noch das letzte Jahr und schauen dann weiter.»

Auch Patrick Benz, Atelierinhaber, sieht es ähnlich und wird sich erst zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Umzug befassen.

Weitere Etappe ist die Kernzone

Die Umbauten werden auf Ende Juli eingegeben. Die Einsprachefrist beträgt, ab der Veröffentlichung der Anzeige, 14 Tage. Momentan würden alle Planungen in der schon vorhandenen Zone liegen. Wenn alles reibungslos klappt und die Umbauten im Herbst 2020 beginnen könnten, wird die Bewilligung der Kernzone die nächste Etappe sein. Das Dach möchte Stürm etwa durch Altanen aufstocken. Wann dies aber möglich sein wird, und ab wann die neuen Wohnungen vollständig fertig sein werden, ist noch nicht klar.