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Länderspiele und Gabalier-Konzert: Miete und Catering bringen dem St.Galler Stadion Umsatz

Zwei internationale Fussballspiele und ein Konzert innert zweier Wochen: Das Fussballstadion im Westen der Stadt ist ein beliebtes Mietobjekt. Das Risiko für die FC St.Gallen Event AG ist bei diesen Anlässen überschaubar. Anders als ein Teil der Wirte und Detailhändler darum herum, profitiert sie auch beim Catering vom Publikumsandrang bei Grossanlässen.
Daniel Wirth
Peruanische Fans am Sonntag beim Fussball-Länderspiel Peru gegen Saudi Arabien im Kybunpark. (Bild: Ralph Ribi)

Peruanische Fans am Sonntag beim Fussball-Länderspiel Peru gegen Saudi Arabien im Kybunpark. (Bild: Ralph Ribi)

10'000 Zuschauer beim WM-Vorbereitungsspiel Saudi-Arabien gegen Italien am Montag vergangener Woche, volle Hütte am Sonntag mit über 18'000 Zuschauern beim Spiel Saudi-Arabien gegen Peru. Der Kybunpark war innert einer Woche Austragungsort zweier internationaler Fussballspiele. Als Veranstalter ist aber nicht die FC St.Gallen Event AG aufgetreten, sondern die Sela Sport Company mit Sitz in Jeddah in Saudi-Arabien.

Von Bad Ragaz nach St.Gallen

Die in der Sportvermarktung tätige Unternehmung hat auch das Trainingslager der Fussballnationalmannschaft Saudi-Arabiens in Bad Ragaz organisiert. «Da lag es auf der Hand, dass die beiden Länderspiele bei uns gespielt werden», sagt Daniel Last, Pressesprecher des FC St.Gallen und der FC St.Gallen AG. Dieser kam bei den beiden internationalen Spielen die Rolle als Vermieterin des Stadions zu.

Ein kleiner Peru-Fan - zwischen dem WM-Traum und der Jagd nach einem Spielerleibchen. (Bild: Ralph Ribi)

Ein kleiner Peru-Fan - zwischen dem WM-Traum und der Jagd nach einem Spielerleibchen. (Bild: Ralph Ribi)

Die FC St.Gallen Event AG war für das Präparieren des Spielfelds, fürs Catering auf den Tribünen und in den Logen und in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei St.Gallen für die Sicherheit im und rund um den Kybunpark zuständig. Beim Spiel gegen Italien blieben rund 8000 Sitzplätze leer - für viele überraschend. Ob die FC St.Gallen Event AG an den Ticketeinnahmen partizipierte, wollte Last nicht sagen. Er hält aber fest, das Risiko bei einer Grossveranstaltung als reine Vermietern sei wesentlich kleiner, wie wenn die FC St.Gallen Event AG Veranstalterin wäre.

Ohne Alkohol und Schweinefleisch

Am Sonntag beim Spiel Saudi-Arabien gegen Peru war das Stadion bis auf den letzten Platz gefüllt. Allerdings, räumt Daniel Last ein, seien die Ticketpreise bei den Spielen der Saudis «sehr moderat» gewesen. Weil die FC St. Gallen Event AG bei beiden Partien für das Catering zuständig war, war es für sie nicht unerheblich, wie viele Leute im Stadion waren. 8000 Kehlen mehr oder weniger ist umsatzrelevant beim Essen und Trinken.

Apropos Speisen und Tranksame: Alkohol und Schweinefleisch waren untersagt bei den beiden Spielen der Nationalmannschaft Saudi-Arabiens. Ansonsten sei die Organisation in Zusammenarbeit mit der Sela Sport Company unkompliziert und professionell gewesen, sagt Last.

Für den Kybunpark seien die beiden Länderspiele «gute Werbung» gewesen. Last: «Das Spiel Saudi-Arabien gegen Peru wurde von einem peruanischen Fernsehsender und einer TV-Station aus der Arabischen Welt produziert und ausgestrahlt.»

Grosse Sportanlässe sind wichtig fürs Image

Die TV-Übertragung von internationalen Spielen im Kybunpark freut auch den St. Galler Stadtpräsidenten Thomas Scheitlin:

«Der Name St.Gallen wird bei TV-Übertragungen hinausgetragen und wahrgenommen.»

Doch nicht nur deswegen sind internationale Sportveranstaltungen dem Stadtpräsidenten wichtig. Im Strategiepapier «Vision 2030» habe sich der Stadtrat dafür ausgesprochen, internationale Sportveranstaltungen in St.Gallen zu fördern.

Einen Steinwurf vom Kybunpark ging kurz vor dem Anpfiff von Saudi-Arabien gegen Peru der CSIO zu Ende. Der vier Tage dauernde internationale Pferdesportanlass brachte der Stadt St. Gallen einige TV-Minuten mehr als die beiden Fussball-Länderspiele.

So oder so, ob Fussball oder Pferde: Stadtpräsident Scheitlin findet, Sportanlässe dieser Art dürften Schule machen in St.Gallen. Er lässt in diesem Zusammenhang auch die Curling-Europameisterschaft nicht unerwähnt, die im Winter hier stattfand.

Noch gibt es viele Tickets fürs Gabalier-Konzert

Nach den Fussball-Nationalmannschaften ist kommenden Samstag der österreichische Alpen-Rock’n’Roller Andreas Gabalier zu Gast im Kybunpark. Auch in diesem Fall ist die FC St.Gallen Event AG «nur» die Vermieterin des Stadions. Deswegen machen die 10'000 bis Montag noch nicht verkauften Tickets den Stadionverantwortlichen kaum Kopfzerbrechen. Doch auch bei diesem Konzert gilt: Je mehr Musikfans in den Kybunpark strömen, desto mehr Umsatz bringt das Catering. (dwi)

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