Michael Fitzi will die SVP im Thaler Gemeinderat vertreten: «Ich verbiege mich weder für ein Amt noch für Geld»

Michael Fitzi (SVP) kandidiert als Gemeinderat von Thal. Dort will er den Einheitsbrei durchbrechen und die bisherigen Räte herausfordern.

Jolanda Riedener
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Michael Fitzi in seinem Garten in Staad.

Michael Fitzi in seinem Garten in Staad.

Bild: Jolanda Riedener

Man kennt den 49-Jährigen aus Staad: Michael Fitzi kandidierte vergangenen Herbst für die SVP als Gemeindepräsident von Thal. Für ihn ist die Kandidatur in den Gemeinderat nun die logische Schlussfolgerung. «Ich habe nach meiner Kandidatur fürs Gemeindepräsidium viele gute Rückmeldungen erhalten», sagt Fitzi. Man habe ihn auch aufgefordert, für den Gemeinderat zu kandidieren, sollte es fürs Präsidium nicht reichen. Das habe ihn bestärkt.

Ein weiterer Grund, weshalb sich Fitzi als Gemeinderat zur Verfügung stellt, ist die aktuelle Besetzung im Rat. Nach dem Zwist in der CVP, der anschliessend Austritte aus der Partei zur Folge hatte, war für ihn klar: Das kann man nicht so stehenlassen. Es sei Zeit für eine personelle Veränderung. Aktuell präsentiere sich der Gemeinderat als Einheitsbrei. Diesen gelte es zu durchbrechen. Auch mit Mauscheleien habe er Mühe. Als Rat habe man einen Auftrag zu erfüllen. Er sagt:

«Alle Strömungen und Richtungen sollten im Gemeinderat vertreten sein.»

Neben dem konservativen Flügel, dem er sich zuordnet, soll auch die Linke mit der SP im Gemeinderat Einsitz nehmen können.

Laut Michael Fitzi gibt es im aktuellen Gemeinderat Abläufe und Strukturen zu hinterfragen. Wenn ein Oberhaupt wie Robert Raths 20 Jahre im Amt ist, würden sich gewisse Strukturen festigen. Er hofft, dass der neue Gemeindepräsident nun frischen Wind bringt. «Zusammen mit personellen Veränderungen im Rat könnte wieder eine gewisse Ruhe ins Gremium kommen», sagt Fitzi. Er sieht das als Chance, denn so könnte man miteinander vorwärtskommen.

«Gradlinig» nicht «unbequem»

Michael Fitzi sei einer, der hinterfragt und Reibungsflächen bietet. «Das macht mich nicht nur beliebt», sagt er. Da die SVP bisher nicht im Gemeinderat vertreten war, habe man die Rolle der Opposition übernommen. Sollte er in den Gemeinderat gewählt werden, würde sich das ändern. Die Partei nehme dann eine Behördenfunktion wahr. Als unbequem sieht sich Fitzi hingegen nicht. «Gradlinig», treffe es eher.

«Ich verbiege mich nicht. Weder für ein Amt noch für Geld», sagt er. Andererseits sei es durchaus auch gut, wenn man zum Beispiel in einer Sitzung unbequem sei. «Im Gemeinderat muss man sich einbringen», sagt er. Mitglieder, die das zu wenig machten, habe es in den vergangenen Jahren genug gehabt.

Den Finger drauf halten

Auch durch seine Arbeit als Key Account Manager bei einem führenden Energieversorger der Schweiz wisse Michael Fitzi, wie die Behörden arbeiten. Was macht der Rat heute gut? Was schlecht? Fitzi sagt:

«Die SVP Ortspartei hat in ihrer Oppositionsrolle bereits auf die eine oder andere Baustelle hingewiesen.»

In den Gemeinderat würde er seine persönlichen und beruflichen Erfahrungen im Bereich Energie, Investitions- und Finanzplanung, Bau und Ortsplanung einbringen. «Bei diesen Themen halte ich den Finger drauf», sagt er.

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