Michael Aebisegger will in Steinach mit Nähe zu Bürgern und Wirtschaft punkten

Er kandidiert ohne Partei, hat aber klare Ziele und Ideen für Steinach: Michael Aebisegger ist einer von drei Kandidaten ums Gemeindepräsidium.

Jolanda Riedener
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Michael Aebisegger wohnt nur einen Katzensprung vom Gemeindehaus entfernt. (Bild: Jolanda Riedener)

Michael Aebisegger wohnt nur einen Katzensprung vom Gemeindehaus entfernt. (Bild: Jolanda Riedener)

Keine hundert Meter vom Gemeindehaus entfernt wohnt Michael Aebisegger. Der Parteilose ist einer von drei Kandidaten, die als Nachfolge von Roland Brändli fürs Gemeindepräsidium antreten. Am Frühstückstisch sitzt an diesem Morgen Aebiseggers Sohn Lorin und isst ein Konfibrot, bevor er in den Kindergarten geht – zum Abschied gibt es eine Umarmung vom Papi. So nah sei er seinen drei Kindern im Arbeitsalltag morgens sonst selten. Der 48-jährige arbeitet als Leiter Sachversicherungen bei der Helvetia. Er gehe so um 6 Uhr aus dem Haus. Dass er – sollte er gewählt werden – künftig in der Gemeinde arbeiten könnte, wäre ein Glücksfall.

«Ich mache meinen Job sehr gerne», sagt er. Seit zwölf Jahren ist er in dieser leitenden Funktion bei der Helvetia tätig. Dennoch sei jetzt ein guter Zeitpunkt für etwas Neues. «Ich stelle mich auf eine längerfristige Tätigkeit in der Gemeinde ein», sagt Aebisegger, sollten sich die Steinacher Bürger für ihn entscheiden.

Nicht nur geografisch ist Aebisegger am nächsten am Gemeindehaus. Auch kann er im Gegensatz zu seinen beiden anderen, ebenfalls parteilosen Mitstreitern, mit der Unterstützung der Ortsparteien SVP, CVP und FDP rechnen. Er habe sich seine Kandidatur gut überlegt, die Unterstützung aus der lokalen Politik sei dabei für ihn wichtig gewesen. Trotz wenig Zeit bis zur Wahl, haben sich die Steinacher Ortsparteien gemeinsam auf Kandidatensuche gemacht. Das deutet er als positives Zeichen für die Zukunft der Gemeinde, anders als bei seiner Kandidatur vor drei Jahren. Mit den Neuwahlen könne wieder Ruhe ins Dorf einkehren. Selbstverständlich ist für Michael Aebisegger, am Dorfleben teilzunehmen. Ob am Slow-up, Mittelaltermarkt oder beim Theater Wasserland:

«Wenn im Dorf etwas los ist, bin ich wenn immer möglich dabei.»

Wirtschaftlichkeit im Fokus

Während dem Wahlkampf ist er zusätzlich an Stammtischgesprächen im Restaurant Blume und im Hafen-Treff anzutreffen. Weiter setzt er auf Flyer und seine Webseite.

Politische Erfahrung bringt Michael Aebisegger aus seiner Tätigkeit als Schul- und Gemeinderat mit. Die Gemeinde würde er vermehrt so aufstellen, dass sie als Dienstleistungsbetrieb für die Bevölkerung da ist. «Nicht von heute auf Morgen, aber längerfristig gilt es, mit einer schlanken Verwaltung gute Arbeit abzuliefern», sagt Aebisegger. Er sagt:

«Der Gemeinderat darf die Nähe zur Bevölkerung nicht verlieren.»

Wirtschaftlichkeit ist dem führungserfahrenen Steinacher wichtig. Die Ausgaben gelte es im Griff zu behalten. «Die Einwohnerzahl ist im Verhältnis zur Verwaltung kaum gewachsen.» Gleichzeitig könnte man dank vermehrter Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden Ressourcen teilen. Steinach habe grosses Potenzial, das Dorf verfüge über ein lebendiges Vereinsleben, eine top Infrastruktur und einen attraktiven Seeanschluss.

Konkrete Ideen und Ziele fürs Dorf

Bezüglich Umweltschutz gebe es Handlungsbedarf. «Aber zuerst müssen wir selber einen Beitrag leisten, indem wir unser eigenes Verhalten hinterfragen und anpassen», sagt Aebisegger.

In der Nähe des Gewässers Steinach ist es in der Vergangenheit immer wieder zu volkswirtschaftlich grossen Schäden durch Hochwasser und Starkniederschlag gekommen. «Dies gilt es anzupacken.»

Dem geplanten Hochhaus der HRS steht er nicht unkritisch gegenüber. Für ihn seien bei diesem Projekt noch einige Fragen offen, wie zum Beispiel der hindernisfreie Zugang zum See. «Ich würde mir deshalb wünschen, dass über ein so emotionales und sensibles Thema an der Urne abgestimmt wird», sagt er. Ein allfälliges Referendum werde er deshalb unterstützen. «Als Gemeindepräsident gilt es, den Bürgerentscheid umzusetzen, egal wie er ausfällt.»