Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Das Nein des St.Galler Stadtparlaments ermöglicht allenfalls eine raschere Pflästerung der Metzgergasse

Das Stadtparlament hat am Dienstagabend die Vorlage für die Neugestaltung der Metzgergasse zurückgewiesen. Anders als der Stadtrat will es eine gebundene Pflästerung, also mit verschlossenen Fugen. Stadträtin Maria Pappa sagt, wie es jetzt weitergeht.
David Gadze
Die Metzgergasse probt den Aufstand. Die Metzgergasse fotografiert vom Marktplatz/Bohl

Die Metzgergasse probt den Aufstand. Die Metzgergasse fotografiert vom Marktplatz/Bohl

Ist die Rückweisung der Pflästerungsvorlage für die Metzgergasse die logische Folge des Schwenkkurses des Stadtrats?

Maria Pappa: Nein. Der Stadtrat hat in seiner Beurteilung des Projekts den ökologischen Faktor einfach höher gewichtet als das Parlament.

Aber Hand aufs Herz: Wie sehr hat Sie das Urteil des Parlaments überrascht?

Ich wusste, dass sich einige Parlamentarier entweder an der Art der Pflästerung oder am Vorgehen des Stadtrats störten. Es war aber nicht klar, in welche Richtung es kippen würde. Ich weiss auch, dass einige Parlamentarier erst bei der Diskussion entschieden haben, wie sie stimmen. Aber ich hielt die Ablehnung der Vorlage für möglich.

Das Tiefbauamt hatte ursprünglich ein Projekt für die gebundene Pflästerung erarbeitet, das der Stadtrat dann zurückgewiesen hat. Können Sie dieses jetzt einfach wieder aus der Schublade holen und dem Parlament vorlegen?

Es stimmt, dieses Projekt liegt immer noch in der Schublade. Aber so schnell geht es trotzdem nicht. Inhaltlich werden wir die Ausgangslage überarbeiten. Danach muss es der Stadtrat verabschieden, ehe es in die Kommission und ins Parlament kommt.

Die nächste ordentliche Parlamentssitzung ist am 27. August. Ist es denkbar, dass die Vorlage dann bereits traktandiert sein wird?

Das ist sehr gut möglich. Die Überarbeitung des ursprünglichen Projekts gibt nicht allzu viel Arbeit. Und der Auftrag, den uns das Parlament mit der Annahme des Rückweisungsantrags gegeben hat, ist klar.

Was bedeutet diese Zusatzschlaufe für den Zeitplan? Verzögert sich die Pflästerung nun zusätzlich?

Maria Pappa Stadträtin, Direktion Planung und Bau (Bild: PD)

Maria Pappa
Stadträtin, Direktion Planung und Bau (Bild: PD)

Wir wollten die Metzgergasse ursprünglich gleichzeitig mit der Engelgasse pflästern. Als der Stadtrat die Vorlage für die Metzgergasse zur Überarbeitung zurückgewiesen hatte, war klar, dass das nicht möglich sein wird. Unter Umständen wird die Pflästerung nun aber sogar früher ausgeführt.

Wie meinen Sie das?

Wir wussten, dass es gegen die ungebundene Pflästerung Einsprachen geben würde. Das hatten Anwohner und Gewerbebetriebe angekündigt. Dies hätte das Projekt also ohnehin verzögert. Wenn jetzt dafür keine Einsprachen eingehen, sind wir vielleicht schon früher fertig.

SP-Präsident Peter Olibet hat im Parlament an den Stadtrat appelliert, künftig die Rahmenbedingungen im Voraus festzulegen. Und nicht erst, wenn die Verwaltung ein fertiges, mit diversen Direktbetroffenen ausgehandeltes Projekt vorlegt. Nimmt sich der Stadtrat das zu Herzen?

Das Thema der Pflästerungen geht bis 2012 zurück. Damals hat der Stadtrat sehr wohl Rahmenbedingungen gesetzt. Nach meinem Amtsantritt haben sich aber viele Leute beklagt, dass sie die ungebundene Pflästerung meiden. Deshalb haben wir einzelne neue Projekte angepasst.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.