Mehrere wollen Rheinecker Stadtpräsident Pfäffli beerben

Eine Findungskommission hat per Inserat nach Kandidaten für die Nachfolge von Rheinecks Stadtpräsident Hans Pfäffli gesucht. Es sind Bewerbungen eingegangen.

Martin Rechsteiner
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Hans Pfäffli, amtierender Stadtpräsident von Rheineck, tritt im Herbst dieses Jahres in den Ruhestand. (Bild: Martin Rechsteiner)

Hans Pfäffli, amtierender Stadtpräsident von Rheineck, tritt im Herbst dieses Jahres in den Ruhestand. (Bild: Martin Rechsteiner)

Weil Rheinecks Stadtpräsident Hans Pfäffli dieses Jahr in den Ruhestand geht, wählt das Städtli am 19. Mai seinen Nachfolger. Allerdings war bis anhin kein solcher in Sicht. Stadtschreiber Gabriel Macedo (FDP), der eine Zeit lang als Pfäffli-Nachfolger gehandelt worden war, wird dem Städtli mit grosser Wahrscheinlichkeit den Rücken kehren, weil er das Stadtpräsidentenamt in Amriswil anstrebt. Deshalb hat eine überparteiliche Findungskommission ein Rheinecker-Stadtpräsidenten-Inserat geschaltet.

Interessenten an einer Kandidatur konnten sich bis gestern bei Stadtrat Simon Näscher (FDP) melden, er nahm die Bewerbungen für die Findungskommission entgegen. Ab jetzt sollen geeignete Kandidaten von der Kommission zum Hearing eingeladen werden. «Es sind einige Bewerbungen eingegangen, das ist zufriedenstellend. Am Donnerstag werde ich die Dossiers den anderen Mitgliedern der Findungskommission unterbreiten», sagt Näscher auf Anfrage. Namen oder die Anzahl der Bewerbenden wollte er nicht bekanntgeben. «Namen nennen wir nach den Hearings im Februar.»

Der Rheinecker Stadtrat Simon Näscher (Bild: PD)

Der Rheinecker Stadtrat Simon Näscher (Bild: PD)

Näscher gibt jedoch bekannt, dass Gabriel Macedo nicht unter den Bewerbern ist. Aber könnte Macedo, falls er in Amriswil scheitert, das Bewerbungsverfahren mit Hearings in Rheineck überspringen und kandidieren? Würde ihn die FDP aufstellen? «Dazu kann ich mich nicht äussern», sagt Näscher. Bis am 8. März können bei der Stadtverwaltung, unabhängig von der Findungskommission, Wahlvorschläge eingereicht werden.

Für Macedo sieht es gut aus

Obiges Szenario scheint ohnehin unwahrscheinlich, für Macedo läuft es in Amriswil rund. Seine beiden Konkurrenten und etablierten Amriswiler Politiker, Stefan Koster (SVP) und André Schlatter (CVP), treten nicht zum zweiten Wahlgang am 10. Februar an. Dies, weil sie beim ersten Durchgang im November deutlich weniger Stimmen als Macedo erlangt haben. Der Rheinecker steht somit allein auf weiter Flur. Für ihn müsste viel schief laufen, dass er die Wahl nicht schaffen würde. Somit gilt er in Amriswil in weiten Kreisen bereits als der neue Stadtpräsident.

Und was sagt Macedo? In einem Interview in der «Thurgauer Zeitung» erklärte er kürzlich, der Verzicht der beiden anderen Kandidaten habe sich nach dem ersten Wahlgang abgezeichnet. «Mein Wunsch, dass es am 10. Februar klappt, wird immer stärker.» Er sei voller Tatendrang und wünsche sich, es wäre bald Juni, damit er in Amriswil beginnen könne.