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Grössere Wasserfläche, viel Licht und ein Aussenbecken: So soll das St.Galler Hallenbad Blumenwies nach der Sanierung aussehen

Das Projekt «Waikiki» unter der Federführung des St.Galler Architekten Andy Senn gewinnt den Wettbewerb für die Sanierung und Erweiterung des Hallenbads Blumenwies. Geplant sind mehrere Neuerungen - und eine Attraktion.
Roger Berhalter
So soll das St.Galler Hallenbad Blumenwies dereinst aussehen. (Visualisierung: Architekturbüro Andy Senn)

So soll das St.Galler Hallenbad Blumenwies dereinst aussehen. (Visualisierung: Architekturbüro Andy Senn)

«Haben wir überhaupt noch Geld für Schwimmbäder?» Mit dieser Frage stieg Baudirektorin Maria Pappa am Mittwoch in die Medienorientierung zum Hallenbad Blumenwies ein. Sie gab die Antwort gleich selbst: «Ja, haben wir.» Für die Sanierung und Erweiterung des 1973 erbauten Hallenbads sind in der Investitionsplanung 36 Millionen Franken vorgesehen. In Zukunft soll es das führende Sport- und Freizeitbad der Region sein.

35 Teams haben in den vergangenen Monaten am Architekturwettbewerb teilgenommen und ihre Idee des neuen Hallenbads Blumenwies eingereicht. Zwölf Beiträge blieben im anonymen Verfahren übrig, nun steht das Siegerprojekt fest: «Waikiki» heisst der Entwurf des St.Galler Architekturbüros von Andy Senn. Dieser hat in der Stadt schon einige markante Gebäude entworfen, etwa das Athletikzentrum, das Krematorium des Friedhofs Feldli und das Seniorenwohnheim Singenberg.

Bistro im Erdgeschoss, Parkplätze unter der Erde

Für das Hallenbad Blumenwies schlägt das Siegerteam einen Anbau südlich des bestehenden Gebäudes vor. Dort, wo sich heute der Parkplatz befindet. In diesem Anbau findet ein Sportschwimmbecken mit 13 Bahnen à 25 Meter Platz, ebenso die Garderoben sowie die Eingangshalle mit Bistro. Die Parkplätze verschwinden in einer Tiefgarage, und das Hallenbad rückt näher an die Martinsbruggstrasse heran.

«Von der Strasse sind es dann nur noch wenige Schritte bis zum Bad», sagt Markus Buschor, Vorsteher der Direktion Bildung und Freizeit. Der Entwurf habe noch mehr Vorteile: Die Eingangshalle werde grosszügiger, Schuh- und Barfussbereich würden klarer getrennt, Warte- und Ruheräume gut verteilt und die Nutzungen der Becken besser voneinander getrennt. Das sei während eines Schwimmwettkampfs von Vorteil. Zudem könne das Publikum die Sportanlässe künftig von einer Galerie aus mitverfolgen.

Idee für die Zukunft des Volksbads

Neben dem Blumenwies gibt es in der Stadt St.Gallen noch ein zweites Hallenbad: Das Volksbad an der gleichnamigen Strasse beim Stadtpark. «Auch zu diesem Bad müssen wir schauen», sagte Stadtrat Markus Buschor an der Medienorientierung vom Mittwoch. Noch in dieser Legislatur werde man eine Idee entwickeln, wie man das Volksbad künftig nutzen wolle. Bis zur Volksabstimmung zum Hallenbad Blumenwies werde der Stadtrat Genaueres zur Zukunft des Volksbads sagen können. Dieses wurde 1906 gebaut und war damals die zweite sogenannte Volksbadeanstalt der Schweiz. Heute ist es das älteste Hallenbad des Landes, das noch immer in Betrieb ist.

Visualisierung (Quelle: Architekturbüro Andy Senn)Visualisierung (Quelle: Architekturbüro Andy Senn)
Auf dem Modellfoto ist der Neubau an der Martinsbruggstrasse (rechts) gut erkennbar. Ebenso das neue Aussenschwimmbecken (Mitte). Das bestehende Gebäude (links) bleibt erhalten. (Quelle: Architekturbüro Andy Senn)Auf dem Modellfoto ist der Neubau an der Martinsbruggstrasse (rechts) gut erkennbar. Ebenso das neue Aussenschwimmbecken (Mitte). Das bestehende Gebäude (links) bleibt erhalten. (Quelle: Architekturbüro Andy Senn)
Modell (Quelle: Architekturbüro Andy Senn)Modell (Quelle: Architekturbüro Andy Senn)
Detailansicht der Gebäudenische mit dem beheizten Aussenbecken. (Quelle: Architekturbüro Andy Senn)Detailansicht der Gebäudenische mit dem beheizten Aussenbecken.
(Quelle: Architekturbüro Andy Senn)
Modellfoto (Fotograf: P. Ruggle, St.Gallen) Modellfoto (Fotograf: P. Ruggle, St.Gallen)
Modellfoto (Fotograf: P. Ruggle, St.Gallen)Modellfoto (Fotograf: P. Ruggle, St.Gallen)
Schnitt (Quelle: Architekt A. Senn)Schnitt (Quelle: Architekt A. Senn)
Situationsplan (Quelle: Architekt A. Senn)Situationsplan (Quelle: Architekt A. Senn)
8 Bilder

Hallenbad Blumenwies

Das heutige Sprungbecken, die Rutschbahn sowie das Freizeit- und Spielbecken bleiben gemäss Siegerentwurf grundsätzlich erhalten. Das heutige 25-Meter-Becken wird zum Lehrschwimmbecken mit höhenverstellbarem Boden. Dazu kommt ein geheiztes Schwimmbecken im Freien; darauf kann ein modernes Hallenbad laut Buschor nicht mehr verzichten. Ebenso wenig auf ein Wellnessangebot mit Sauna sowie Massage- und Ruheräumen.

Spass und Action im einen Gebäudeteil, Sportschwimmen im anderen und Wellness im Obergeschoss: Mit diesem Angebot soll das Blumenwies allen Badegästen gerecht werden, die regionale Bäderlandschaft ergänzen und mehr Besucher anlocken – viel mehr. Markus Buschor rechnet nach dem Umbau mit 300000 statt wie heute 200000 Badegästen pro Jahr. Dank der zusätzlichen Eintritte soll das Betriebsdefizit «überschaubar» bleiben.

Nun werden die Kosten ermittelt

Nachdem der Siegerentwurf feststeht, wird die Stadt nun die Kosten berechnen, um dem Stadtparlament und dem Stimmvolk ein Vorprojekt zu präsentieren. Voraussichtlich im Herbst 2020 werden die Stadtsanktgallerinnen und -sanktgaller über das neue Hallenbad abstimmen. Der Baubeginn ist auf 2024 angesetzt.

Öffentliche Ausstellung

Alle zwölf eingereichten Vorschläge können vom Freitag, 17. Mai bis Freitag, 31. Mai 2019 zu Bürozeiten im 2. Stock des Amtshauses besichtigt werden. Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 16. Mai um 18 Uhr durch Stadträtin Maria Pappa und Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner. Stadträtin Maria Pappa ist zusätzlich am Freitag, 17. Mai, 16 bis 17.30 Uhr vor Ort und beantwortet Fragen.

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