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Kommentar

Mehr Velofahrer in St.Gallen: Der Stadtrat ist in der richtigen Spur

2018 hat der motorisierte Individualverkehr in St.Gallen nicht zugenommen, gleichzeitig waren massiv mehr Velofahrer auf den Strassen unterwegs. Doch noch ist St.Gallen keine Velostadt.
Daniel Wirth
Daniel Wirth (Bild: Ralph Ribi)

Daniel Wirth (Bild: Ralph Ribi)

Der motorisierte Individualverkehr hat auf den Strassen in St.Gallen letztes Jahr nicht zugenommen. Der Stadtrat ist mit seiner Verkehrspolitik in der richtigen Spur. Er hat, das belegen die neusten Verkehrszahlen, ein Ziel des Reglements für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung erreicht.

Dieses Reglement ist eine Folge der Städte-Initiative, zu der die St.Gallerinnen und St.Galler vor bald zehn Jahren Ja sagten. Dieses Ja im Jahr 2010 war ein unmissverständliches Bekenntnis zu einer Verlagerung vom motorisierten Individual- auf den öffentlichen und Langsamverkehr.

Diese Stossrichtung hatte die Stadt schon mit ihrem Richtplan eingeschlagen. Das Ja des Stimmvolks zur Städte-Initiative gab dem Richtplan aber noch mehr Glaubwürdigkeit – und den Verkehrsplanern der Stadt mehr Handlungsspielraum bei der Umsetzung von verschiedenen Massnahmen.

Neue Busspuren, Velowege, neue ÖV-Haltestellen: Diese Massnahmen einzeln betrachtet sind keine Meilensteine, zusammen tragen sie aber dazu bei, dass die im Richtplan, im Verkehrsreglement und im Mobilitätskonzept festgeschriebenen Ziele erreicht werden. Wann, ist offen.

Gegen die Aufhebung von Parkplätzen in der Altstadt oder gegen die Einführung einer versuchsweisen Tempo-30-Zone in St.Georgen gingen Einsprachen ein. Die Stadtverwaltung wurde ausgebremst und musste sich in Geduld üben – und mit ihr die Verfechter des Langsamverkehrs.

Dieser hat zugenommen. Es wurden 2018 mehr Velofahrer gezählt als in den Jahren zuvor. Klar: 2018 war ein Jahrhundertsommer. Die Verkehrsplaner wissen das genau und machen sich nicht vor, St.Gallen sei schon eine Velostadt.

Der Weg dorthin ist weit. Es wäre darum keine gute Idee, jetzt auf den Rastplatz abzubiegen. Es gibt weitere anstrengende Etappen, und es werden den Verkehrsplanern wieder Hindernisse in den Weg gelegt, die es dann zu überwinden gilt.

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