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Mehr Trottis für die Stadt St.Gallen

In der Stadt läuft ein Pilotprojekt mit E-Scootern. Schon jetzt verrät der Hersteller Voi seine Pläne für St.Gallen.
Christoph Renn
In der Stadt stehen 100 E-Trottinette für Fahrten bereit. Bald könnten es 300 sein. (Bild: Benjamin Manser)

In der Stadt stehen 100 E-Trottinette für Fahrten bereit. Bald könnten es 300 sein. (Bild: Benjamin Manser)

100 E-Trottinette hat der schwedische Hersteller Voi Ende Juli in St.Gallen bereitgestellt. Während drei Monaten wollen Stadt, Polizei und Voi in einem Pilotprojekt erfahren, wie sich die Stadtflitzer in St.Gallen bewähren. Und wie die Bevölkerung die neue Art der Mobilität aufnimmt. Zwar läuft der Pilot noch bis zum 3.November. Trotzdem verrät die Firma Voi bereits jetzt ihre Pläne für die Zukunft. «Wir wollen das Geschäftsgebiet ausbauen und mehr E-Scooter zur Verfügung stellen», sagt Voi-Vertreter Claus Unterkircher. Zudem sollen die zwei neuesten Modelle mit längerer Akkulaufzeit (bis 50 Kilometer) in St.Gallen eingeführt werden. Zuvor müssten sie aber mit Stadt und Polizei Bilanz ziehen.

Claus Unterkircher, Vertreter vom E-Trottinett-Anbieter Voi. (Bild: Benjamin Manser)

Claus Unterkircher, Vertreter vom E-Trottinett-Anbieter Voi. (Bild: Benjamin Manser)

Mit dem bisherigen Verlauf des Pilotprojekts in der Stadt St.Gallen sei er sehr zufrieden, sagt Claus Unterkircher. «Jeden Monat kommen in der Schweiz 6000 neue User hinzu.» Voi ist in Winterthur und St.Gallen mit je 100 Trottinette vertreten. «Ein Grossteil der neuen Kunden kommt aus St.Gallen.» Dabei zeige sich, dass rund ein Viertel der neuen User Touristen seien und drei Viertel Einheimische. Insgesamt hätten die Schweizer rund 100'000 Fahrten mit den Stadtflitzern gemacht. «Etwas mehr Buchungen haben wir in Winterthur verzeichnet, aber nur, weil wir dort schon länger auf Platz sind», sagt Unterkircher. Pro Tag werde ein Fahrzeug etwa vier Mal ausgeliehen, an Spitzentagen zehn Mal. Die durchschnittliche Distanz liege pro Fahrt zwischen 1,5 und 4 Kilometer.

Kein schwerer Vandalismus an den Fahrzeugen

Für Claus Unterkircher ist eine andere Zahl wichtig: «Es hat in der Stadt St.Gallen noch keine Fälle von schwerem Vandalismus an den Fahrzeugen gegeben», sagt er. Zwar sei ein Scooter in einem Gebüsch gelandet. Doch dank einem Eintrag aus der Bevölkerung im Stadtmelder, hätten sie das Trottinett schnell wieder einsammeln können.

Dionys Widmer, Sprecher Stadtpolizei St.Gallen. (Bild: PD)

Dionys Widmer, Sprecher Stadtpolizei St.Gallen. (Bild: PD)

Diese Einschätzung teilt auch Dionys Widmer, Sprecher der St.Galler Stadtpolizei. «Wir haben die Auswertung zwar noch nicht gemacht», sagt er. Doch sei auch ihm kein schwerer Fall bekannt. Nicht wie etwa in Zürich. Dort musste die Wasserschutzpolizei seit Mitte August zehn Mal ausrücken und E-Scooter aus der Limmat und dem See fischen, wie «Watson» schreibt. Rund 50 E-Trottinette seien im Wasser gelandet. Auch in Basel kämpfen die E-Scooter-Anbieter mit ähnlichen Problemen. Dort musste die Rheinpolizei in diesem Jahr zehn E-Scooter aus dem Fluss ziehen.

«Wir sind positiv überrascht, wie sorgfältig die St.Gallerinnen und St.Galler mit den Fahrzeugen umgehen», sagt Unterkircher. Dies zeige auch der Umstand, dass die meisten Trottis nach der Fahrt sehr oft an einem Veloständer abgestellt werden. Zur Belohnung erstattet Voi einen Franken zurück.

220 Fahrten pro Woche zur Universität

Bereits jetzt hat Voi das Geschäftsgebiet bis zur HSG erweitert. «Auf Wunsch der Universität», sagt Claus Unterkircher. Und dieser Entscheid habe sich gelohnt. Pro Woche gibt es 220 Fahrten vom Bahnhof zur HSG. «Wir begrüssen das ergänzende Angebot, um zur Universität zu fahren», sagt Studentenvertreter Carlo Martin. Wie die Stadt das Pilotprojekt bisher beurteilt, ist hingegen noch unklar. «Wir werden erst am Ende des Pilotprojekts eine Auswertung machen», sagt Karin Hungerbühler von der Dienststelle Umwelt und Energie. Sie stünden jedoch schon jetzt im ständigen Austausch mit Voi.

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