Mehr Platz im Mörschwiler Schulhaus Augarten

Die Sanierung des Schulhauses Augarten in Mörschwil soll besonders den Kindergärtlern nützen. Und das praktisch ohne Veränderung am geschützten Äussern.

Johannes Wey
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Das Schulhaus Augarten steht unter Denkmalschutz. Aussen sind deshalb kaum Änderungen möglich. (Bild: Michel Canonica)

Das Schulhaus Augarten steht unter Denkmalschutz. Aussen sind deshalb kaum Änderungen möglich. (Bild: Michel Canonica)

Im Schulhaus Augarten werden die Kindergärtler zweier Klassen im Dachgeschoss unterrichtet. Das will die Schulgemeinde nun ändern. Der Kindergarten wurde vor rund 30 Jahren dort eingerichtet, sagt Vize-Schulratspräsidentin Silvia Eugster. «Das war damals richtig so. Heute sind die Anforderungen andere.»

Denn der Raum sei gemessen an heutigen Empfehlungen eindeutig zu knapp. Zudem sei es im Dachgeschoss im Sommer heiss und im Winter oft kühl. Das schlecht isolierte Dachgeschoss sei schwer zu beheizen.

Mit der Sanierung, die für das Schuljahr 2019/2020 vorgesehen ist, will man nun das Beste aus den gegebenen Rahmenbedingungen herausholen. Denn das Gebäude steht unter Ortsbildschutz, von aussen sichtbare Veränderungen seien nur «sehr eingeschränkt» möglich, wie es in einer Mitteilung der Schulgemeinde heisst.

Den Platz besser nutzen

Trotzdem sei der Schulrat überzeugt, mit einer neuen Raumaufteilung viele Probleme lösen zu können. «Beispielsweise gibt es eine Treppe, die mitten im Raum steht. Das ist nicht mehr zeitgemäss», sagt Eugster. In erster Linie soll die Raumnot des Kindergartens behoben werden. «Die Rahmenbedingungen des Kindergartens im ‹Augarten› sollen sich nicht mehr so sehr von jenen im ‹Alea› unterscheiden, wie heute.» Gleichzeitig sollen weiterhin Räume für Spielgruppe, Logopädie, Förderunterricht und Mittagstisch zur Verfügung stehen. Letzterer findet viermal wöchentlich statt und soll ebenfalls von mehr Platz profitieren. Denn heute muss er an zwei Tagen wöchentlich mit vielen Anmeldungen in die Sporthalle Seeblick ausweichen.

Seit diesem Schuljahr läuft in Mörschwil ein Pilotprojekt für eine Tagesbetreuung ab der 3. Klasse. Ob der Raum für den Mittagstisch in Zukunft auch dafür genutzt werden soll, sei noch offen, sagt Eugster. Die Schulgemeinde arbeitet in diesem Projekt mit der Kita im Chärn zusammen.

Der grösste Bedarf liegt im obersten Stock

Im Erdgeschoss und im 1. Stock sei das Gebäude – mit Ausnahme der Böden – in gutem Zustand. Das Dach weise hingegen erhebliche Mängel auf. Überhaupt brauche das Dachgeschoss eine energetische Gesamtsanierung, wobei auch die Fenster ausgetauscht würden.

Die Projektierung befinde sich derzeit in der Endphase. Noch offen seien Fragen zur Barrierefreiheit. Ausserdem liefen Untersuchungen zu Baustatik, Erdbebensicherheit, Brandschutz und Gebäudetechnik. Zudem wird noch abgeklärt, wo Kindergartenunterricht, Spielgruppe, Therapien und Mittagstisch während der Bauzeit durchgeführt werden können.

Angesichts der noch laufenden Projektierung seien auch noch keine Aussagen zu den Kosten möglich, sagt Silvia Eugster. Mitte Dezember soll das Projekt abgeschlossen sein und die Bevölkerung umfassend informiert werden.