Der Platz im Wittenbacher Feuerwehrdepot wird eng. Es fehlt an Platz für Material, Fahrzeuge und Ausbildungsräume. Das soll sich ändern. Die Gemeinde will das über 30 Jahre alte Gebäude an der Hofenstrasse erweitern. «In den letzten 30 Jahren ist der Platz gleich geblieben, der Bedarf an Raum aber grösser geworden», sagt Gemeinderat Urs Schnelli.

Mehr Platz für die Fahrzeuge und neue Theorieräume: Das Feuerwehrdepot in Wittenbach soll erweitert werden

Die Gemeinde will das Gebäude um zwei Stockwerke erweitern. Gleichzeitig ist auch eine energetische Sanierung des Werkhofsaals und der Musikschule geplant. Kostenpunkt: 2,3 Millionen Franken. Am 24. Mai stimmen die Wittenbacher ab.

Perrine Woodtli
Merken
Drucken
Teilen
So soll das Feuerwehrdepot nach dem Umbau aussehen, wenn es um zwei Stockwerke (Giebeldach) erweitert wurde.

So soll das Feuerwehrdepot nach dem Umbau aussehen, wenn es um zwei Stockwerke (Giebeldach) erweitert wurde.

Visualisierung: PD

Der Platz im Wittenbacher Feuerwehrdepot wird eng. Es fehlt an Platz für Material, Fahrzeuge und Ausbildungsräume. Das soll sich ändern. Die Gemeinde will das über 30 Jahre alte Gebäude an der Hofenstrasse erweitern. «In den letzten 30 Jahren ist der Platz gleich geblieben, der Bedarf an Raum aber grösser geworden», sagt Gemeinderat Urs Schnelli.

Urs Schnelli, Wittenbacher Gemeinderat und Verantwortlicher des Ressorts Sicherheit.

Urs Schnelli, Wittenbacher Gemeinderat und Verantwortlicher des Ressorts Sicherheit.

Bild: PD

Früher habe eine Feuerwehr über nur ein Fahrzeug verfügt. Auf diesem sei auch gleich das Material geladen worden. «Heute gibt es mehr Fahrzeuge und auch viel mehr Material. Das braucht mehr Platz», sagt Schnelli.

Hinzu komme, dass es mit der Zentrumsüberbauung und der neuen Migros mehr Auflagen für die Feuerwehr geben wird. Schnelli nennt ein Beispiel: Aufgrund der grösseren Verkaufsfläche der Migros gelte eine neue Regelung. So müsse die Feuerwehr etwa einen Lüfter besitzen, der bei einem Brand in der Tiefgarage oder im Laden eingesetzt werden könne. Auch das benötige mehr Platz.

Fenster und Türen ersetzen und Dächer besser isolieren

Das Feuerwehrdepot soll nun mit einem zweistöckigen Anbau erweitert werden. Damit kommen im Erdgeschoss zwei Fahrzeugeinstellplätze hinzu. Das Erdgeschoss bietet heute Platz für vier Fahrzeuge – eigentlich. Denn laut Schnelli stehen dort bereits fünf.

Die Gemeinde verspricht sich vom zusätzlichen Platz, die Arbeitsabläufe sowie die Pflege und Lagerung von Bekleidung und Geräten verbessern zu können. Im Obergeschoss sollen zudem zwei Theorieräume für die Ausbildung entstehen.

Mit dem Anbau sind auch energietechnische Massnahmen in den Musikräumen oberhalb der Feuerwehr und im Werkhofsaal, der auch für Infoanlässe der Gemeinde benutzt wird, geplant. So werden die Fenster und Türen ersetzt, die Dächer besser isoliert und LED-Leuchten eingesetzt.

20 neue Parkplätze geplant

Damit hat es sich aber noch nicht. Mit den Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten soll zudem mit einem Personenlift und einem Treppenlift die rollstuhlgerechte Erschliessung in den Werkhofsaal und die Schule für Musik gewährleistet werden. Schnelli:

«Somit können auch behinderte Personen an Infoanlässen der Gemeinde teilnehmen, was einem gesetzlichen Auftrag entspricht.»

Ebenfalls zum Projekt gehören rund 20 neue Parkplätze vor dem Feuerwehrdepot. Von diesen profitiere auch die Musikschule.

Wittenbacher müssen zwei Kredite genehmigen

Die Kosten für das Projekt liegen bei knapp 2,3 Millionen Franken. Mit rund 1,5 Millionen Franken trägt dabei die Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil über die Spezialfinanzierung den grössten Posten.

Zu Lasten des allgemeinen Haushaltes der politischen Gemeinde gehen 713’000 Franken. Darunter fallen vor allem die Investitionen für die energietechnischen Arbeiten und die Massnahmen zu Gunsten der Rollstuhlgängigkeit. Die kantonale Gebäudeversicherung unterstützt das Projekt mit einem Beitrag von knapp 370’000 Franken.

Die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrdepots hätte eigentlich an der Bürgerversammlung vom 25. Mai behandelt werden sollen. Wegen des Coronavirus entscheiden die Stimmberechtigten nun brieflich über die Kredite zu Lasten des allgemeinen Haushaltes sowie zu Lasten der Spezialfinanzierung ab. Die Urnenabstimmung findet am 24. Mai statt.

Bürger sollen sich trotz Corona detailliert informieren können

Die Wittenbacher sollen aber nicht abstimmen, ohne näher über das Projekt informiert zu werden. Der Gemeinderat plane eine Information, sagt Schnelli.

«Uns ist es wichtig, dass die Bürger Fragen stellen können. Wir suchen derzeit eine kreative, pragmatische Lösung.»

Man müsse aber schauen, was Corona zulasse. Eine Idee wäre, mehrere Stände im Depot aufzubauen und an jeden jeweils nur vier Personen mit genügend Abstand zu lassen.

Genehmigen die Wittenbacher die Kredite, erfolge nach der Abstimmung die Baueingabe, sagt Schnelli. «Wir gehen davon aus, dass wir im Sommer mit den Bauarbeiten beginnen können.» Er schätzt, dass diese rund zehn Monate dauern. Ein reibungsloser Einsatz der Feuerwehr sei während dieser Zeit gewährleistet.

Der Platz im Wittenbacher Feuerwehrdepot wird eng. Es fehlt an Platz für Material, Fahrzeuge und Ausbildungsräume. Das soll sich ändern. Die Gemeinde will das über 30 Jahre alte Gebäude an der Hofenstrasse erweitern. «In den letzten 30 Jahren ist der Platz gleich geblieben, der Bedarf an Raum aber grösser geworden», sagt Gemeinderat Urs Schnelli.