Mehr Menschen bedeuten mehr Abwasser: 20 Millionen Franken für die Erweiterung und Modernisierung der ARA Au in St.Gallen

Teufen, Stein und Hundwil wollen ihre Abwässer in Zukunft der Abwasserreinigungsanlage Au in St.Gallen zuführen. Aus diesem Grund wird die Anlage erweitert und modernisiert. Kostenpunkt: 20 Millionen Franken. Knapp 40 Prozent davon zahlt die Stadt St.Gallen.

Daniel Wirth
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Die Abwasserreinigungsanlage Au im Sittertobel.

Die Abwasserreinigungsanlage Au im Sittertobel.

Hannes Thalmann

Die drei Ausserrhoder Gemeinden Teufen, Stein und Hundwil planen, ihre Abwässer in Zukunft der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Au im Sittertobel in St. Gallen zuzuführen. Aus diesem Grund und in Anbetracht des erwarteten Bevölkerungswachstums in der Region soll die Kapazität der ARA Au erhöht werden, wie Entsorgung St.Gallen am Freitag mitteilte.

Gleichzeitig sei geplant, die letztmals im Jahr 2004 sanierte Anlage teilweise zu erneuern und zu modernisieren, damit sie die Anforderungen an den Gewässerschutz in den nächsten Jahrzehnten vollumfänglich erfüllen könne. Die Kapazität der Zulauffrachten der ARA Au beträgt gemäss Entsorgung St.Gallen gegenwärtig 66'000 Einwohnergleichwerte (EWG). Dieser Wert dient als Referenz für die durchschnittlich anfallende Schmutzfracht pro Tag.

Anlage ist heute leicht überlastet

Die aktuelle Abwasserbelastung der ARA Au beträgt für die Kohlenstoff- und Stickstoffparameter rund 70'000 EWG. Das heisst gemäss Entsorgung St. Gallen: Die Anlage ist leicht überbelastet, die Anforderungen an den Gewässerschutz sind derzeit indessen noch gewährleistet.

Bis zum Jahr 2050 wird mit 88'000 EWG gerechnet, wie es in der Mitteilung heisst. Als zentraler Bestandteil der geplanten Erweiterung soll eine fünfte Biologiestrasse mit einer Kapazität von 22'000 EWG erstellt werden.

Zusätzlich stünden werterhaltende Projekte an wie der Ersatz der Blockheizkraftwerke, der Rechenanlage und des Schlammentwässerungsdekanters. Darüber hinaus wird bei der ARA Au eine Verladestation für Klärschlamm neu gebaut.

2025 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein

Die Gesamtkosten betragen 20,2 Millionen Franken. Der Kostenanteil für die Stadt St. Gallen beläuft sich auf 7,922 Millionen Franken, was 39 Prozent entspricht. Die Überleitungen zur ARA Au werden von den neuen Anschlussgemeinden geplant und realisiert, ohne Beteiligung der Stadt St. Gallen.

Das Vorprojekt ist abgeschlossen. Bis 2021 erfolgen die Projektierungsarbeiten, 2022 soll mit den Bauarbeiten gestartet werden. Die Inbetriebnahme ist 2025 vorgesehen.