Mehr fahrunfähige Autolenker, ein Todesfall, weniger Verkehrsunfälle: Das war 2019 im St.Galler Strassenverkehr los

Die Stadtpolizei St.Gallen hat ihre verkehrspolizeiliche Statistik für das Jahr 2019 präsentiert. Insgesamt gab es weniger Verkehrsunfälle als 2018. Hingegen setzten sich mehr Personen unter Alkohol oder Drogen hinters Steuer.

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2019 registrierte die Stadtpolizei St.Gallen weniger Verkehrsunfälle als 2018.

2019 registrierte die Stadtpolizei St.Gallen weniger Verkehrsunfälle als 2018. 

Bild: pd

(stapo/bro) Die Anzahl polizeilich erfasster Verkehrsunfälle hat im Jahr 2019 im Vergleich zu den Vorjahren abgenommen. Die Stadtpolizei St.Gallen registrierte insgesamt 490 Unfälle – das sind 41 weniger als im Jahr 2018. Wie die St.Galler St.Gallen am Mittwoch in einem Communiqué mitteilt, entspricht das einem Rückgang von acht Prozent. 

Zudem gab es weniger Unfälle mit Verletzten. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl gemäss Stadtpolizei um 14 auf 155. Die Anzahl der verletzten Personen hat sich um 25 verringert und somit gesamthaft auf 188 gesunken (siehe Grafik). Insgesamt wurden 213 Personen bei Verkehrsunfällen verletzt.

Quelle: Stapo SG

«Leider kam es dabei aber zu einem Unfall, bei welchem eine Person verstarb. Es handelte sich um einen Selbstunfall eines Velofahrers im Juli 2019», schreibt die Stadtpolizei weiter.

Die vier häufigsten Unfallursachen im St.Galler Strassenverkehr

Wie in den Jahren zuvor, zählen auch im Jahr 2019 folgende vier Unfallursachen zu den häufigsten: 

  • Mangelnde Aufmerksamkeit
  • Missachten der Vortrittsregelung
  • Fahren in nicht fahrfähigem Zustand
  • Nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit

Quelle: Stapo SG

Bei mangelnder Aufmerksamkeit und nicht angepasster Fahrgeschwindigkeit zeige sich ein Anstieg. Im Gegenzug sei es bei den anderen Unfallursachen zu einem Rückgang gekommen, heisst es weiter.

Geschwindigkeiten werden eher eingehalten

Zur Steigerung der Verkehrssicherheit in der Stadt St.Gallen führt die Stadtpolizei auch Geschwindigkeitsmessungen durch. Diese werden mittels stationären, semistationären und mobilen Messgeräten durchgeführt. 

In der Stadt waren im Jahr 2019 fünf stationäre Verkehrsüberwachungsanlagen in Betrieb. So etwa im Heiligkreuz, im Neudorf, an der Teufener Strasse, an der Sonnenstrasse sowie an der Fürstenlandstrasse. «Die fünf stationären Anlagen haben 3'239’128 Fahrzeuge gemessen. Davon waren 1083 zu schnell», wie die Stadtpolizei schreibt. Es ergebe sich daraus eine hohe Einhaltungsquote von 99.97 %, welche im Bereich des Vorjahres (2018: 99.95 %) liege. Damit zeige sich, dass die stationären Anlagen bei den Verkehrsteilnehmern in der Regel bekannt seien und präventiv wirken.

Die Autofahrer wurden aber auch mit mobilen Messungen kontrolliert. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 108’186 Fahrzeuge gemessen (2018: 109’121).

Weitere Ergebnisse der mobilen Messungen von 2016 bis 2019 sind:

  • Bei mobilen Kontrollen in der «Zone 30» waren von 27’110 gemessenen Fahrzeugen 1833 zu schnell unterwegs.

Vergleicht man gemäss Polizei die Übertretungsquote unter Berücksichtigung der Anzahl Kontrollen mit dem Vorjahr, so blieb diese mit 6.8 % eher konstant (2018: -0.11 %).

  • Bei «Generell 50» wurden 62’502 Fahrzeuge gemessen. Davon waren 2304 Fahrzeuge zu schnell unterwegs.

Dabei zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Verbesserung der Einhaltungsquote um 0.53 %.

  • Bei mobilen Kontrollen in den «60-er»-Bereichen wurden 18’125 Fahrzeuge gemessen. Davon waren 297 Fahrzeuge zu schnell unterwegs.

Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich die Einhaltungsquote von 97.41 % im Jahr 2018 auf 98.36 % im Jahr 2019.

Quelle: Stapo SG

Die Statistik zeigt, dass sich die Werte der Einhaltungsquoten der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten bei den stationären, semistationären und mobilen Geschwindigkeitsmessanlagen tendenziell eher verbessert haben. «Lediglich bei mobilen Kontrollen in der «Zone 30» ging er sehr gering um -0.11 % zurück.» Die Stadtpolizei werde auch zukünftig mit verschiedenen Messanlagen Kontrollen durchführen, um die Sicherheit im Strassenverkehr zu gewährleisten, heisst es.

Mehr Personen unter Alkohol oder Drogen hinter dem Steuer

Was Personen in nicht fahrfähigem Zustand betrifft, so wurden 2019 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich mehr Autofahrerinnen und Autofahrer durch die Stadtpolizei angehalten. Die Anzahl Personen nahm um 70 auf 266 zu, so die Polizei. 

«Es wurden in allen Bereichen – Alkohol, Drogen und Mischkonsum – mehr Personen angezeigt als im Jahr 2018.»

Bild: Stapo SG

In Bezug auf Alkohol steigen die Zahlen bereits seit 2018 an. Bei Drogen und Mischkonsum ist dies gemäss Polizei nun ebenfalls der Fall. «Insgesamt wurden 46 Personen angehalten, die nachweislich Drogen konsumiert hatten. 18 weitere Personen standen unter Einfluss von Alkohol und Drogen (Mischkonsum).»

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