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Gossauer Parlament heisst Zonenerweiterung Erlenhof gut - Gallus Hälg ist neuer Parlamentspräsident

Gossaus Legislative hat der Erweiterung des Erlenhofs und einer Änderung des Reglements der Stadtwerke zugestimmt. Gallus Hälg wurde klar zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt.
Adrian Lemmenmeier
Die Lehmann-Gruppe erhält mehr Bauland: Beim Gebiet Erlenhof werden 1,4 Hektaren eingezont. (Bild: Michel Canonica)

Die Lehmann-Gruppe erhält mehr Bauland: Beim Gebiet Erlenhof werden 1,4 Hektaren eingezont. (Bild: Michel Canonica)

Die erste Parlamentssitzung des Jahres begann mit einem Abschied: Der abtretende Präsident Markus Mauchle (CVP) bedankte sich bei Stadtrat und Parlament für die angenehme Zusammenarbeit. Dann überreichte er seinem Nachfolger Gallus Hälg (SVP) den Kochlöffel, der in Gossau seit der ersten Parlamentssitzung von Präsident zu Präsident weitergereicht wird. Zuvor wurde Hälg mit 26 Stimmen bei vier Enthaltungen gewählt. Für Mauchle war es die letzte Sitzung. Er und sein Fraktionskollege Roman Steiger sind nach der Sitzung zurückgetreten (siehe Zweittext).

Gallus Hälg sang in seiner Antrittsrede ein Loblied auf Zahlen. Der Treuhänder betonte, wie wichtig diese in unserem täglichen Leben seien. «Zahlen sind überall: auf Tempotafeln, auf Preisschildern und besonders in der Politik.» Als symbolisches Geschenk hatte Hälg allen Ratsmitgliedern kleine Zählrahmen auf den Tisch gestellt. «Auch als Anspielung auf die Fehler beim Stimmenauszählen, die öfter vorkommen.» Schliesslich stünden hinter Zahlen auch Werte, so Hälg. Und von den schweizerischen – dem Föderalismus und der Demokratie – solle man sich weiterhin leiten lassen.

Proteststimmen gegen Einzonung im Erlenhof

Die meisten Geschäfte verabschiedeten die Parlamentarier ohne Diskussion. Florin Scherrer (CVP) zeigte sich ob der Antwort des Stadtrats zu seiner Interpellation zufrieden. Der Stadtrat sieht auf Scherrers Begehren hin vor, eine Strategie zum Umgang mit stadteigenen Grundstücken zu verabschieden. «Es scheint mir wichtig, dass das Parlament in eine solche Strategie einbezogen wird», sagte Scherrer in seinem Votum.

Etwas mehr zu reden gaben der Teilzonenplan und die Schutzverordnung Erlenhof. Mit der Umzonung steht der Lehmann-Gruppe mehr Bauland zur Verfügung. «Bräuchte sonst ein Gewerbler mehr Bauland, würde ihm die Stadt antworten, dass es auf der Sommerau genügend Platz gebe», kommentierte Alois Künzle (SVP). «Hier wird mit ungleichen Ellen gemessen. Deshalb kann ich nur Nein stimmen.» Sein Parteikollege Thomas Jung tat es ihm gleich; der Teilzonenplan wurde schliesslich mit zwei Gegenstimmen gutgeheissen.

Einstimmig und ohne Diskussion nahm das Parlament die Änderung des Stadtwerkreglements an. Dabei ging es um fünf Optimierungen im Reglement, das am 1. Januar in Kraft getreten ist.

Wahlen und Wechsel

Es seien Löwen, die man verabschiede, sagte CVP-Fraktionspräsident Reto Mock in seiner Rede zum Rücktritt von Markus Mauchle und Roman Steiger. «Wie Löwen fühlten sie sich in der Gruppe wohl. Wie Löwen konnten sie aber auch ihre Krallen ausfahren, wenn es nötig war.» Die Sitze von Mauchle und Steiger übernehmen Markus Bernhardsgrütter und Andreas Zingg. Beide sind als Landwirte tätig.
Zu seiner neuen Vizepräsidentin wählte das Gossauer Parlament Silvia Galli Aepli (FDP) mit 28 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen. Einstimmig zum Präsidenten der Geschäftsprüfungskommission (GPK) gewählt wurde Elmar Hardegger (CVP). Die Wahl Brigitta Mettlers (FDP) in die GPK erfolgte ebenfalls einstimmig. David Mathis (Flig) wurde an seiner ersten Parlamentssitzung in die Baukommission gewählt. Erwin Sutter (Flig) und Itta Loher (SP) wurden als Stimmenzähler gewählt, Florin Scherrer (CVP) als Ersatzstimmenzähler. (al)

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